Diplomarbeit, 2013
142 Seiten, Note: 1,0
1. Einführung
1.1. Fragestellung
1.2. Aufbau der Arbeit
2. Planare Graphen
2.1. Grundlagen
2.2. Definitionen
2.3. Eigenschaften planarer Graphen
2.4. Topologischer Exkurs
3. Radiale Level-Planarität
3.1. Level-Graphen
3.2. Radial level-planare Graphen
3.3. Radiale Planaritätstests
3.3.1. Radiale 2-Level-Graphen
3.3.2. Kriterium für nicht-proper-radiale k-Level-Planarität
4. Circle Packings
4.1. Über Circle Packings
4.2. Einführung und Definitionen
4.3. Circle Packing Theorem
4.4. Vorbereitungen zum CPT-Beweis
4.4.1. Label und Radien
4.4.2. Konstruktion der Hilfsdreiecke
4.4.3. Winkel und Winkelsummen
4.4.4. Monotoniekriterien
4.5. Beweis des Circle Packing Theorems
4.6. Eindeutigkeitsaussage des CPTs
5. Circle Packings und Funktionentheorie
5.1. Möbiustransformationen
5.1.1. Inversion bzw. Kreisspiegelung
5.2. Eindeutigkeitsbeweis des CPTs
5.3. Stereographische Projektion
5.4. Inversion eines Circle Packings
5.5. Circle Packings auf der Sphäre
6. Folgerungen und Anwendungen des CPTs
6.1. Planar-Separator-Theorem
6.2. Level-Isolation
7. Schlussbetrachtung
7.1. Fazit, Ausblick, Bewertung
7.2. Zurück zur Graphentheorie
A. Anhang
A.1. Geometrische Umformungen
A.2. Kleinere graphentheoretische Beweise
A.3. Topologische Grundlagen
A.4. Grundlagen der kombinatorischen Geometrie
Die Arbeit untersucht das Verhalten von radial level-planaren Graphen durch die Anwendung von Circle Packings, um festzustellen, ob geometrische Werkzeuge effizientere oder übersichtlichere Lösungen für graphentheoretische Fragestellungen bieten können.
4.1. Über Circle Packings
Ein Circle Packing ist, kurz ausgedrückt, eine Familie nicht-überlappender Kreisscheiben. Aus dieser einfachen Definition entsteht ein überraschend fruchtbares Feld der Mathematik, das es zu untersuchen gilt.
Historisches: Schon vor einigen hundert Jahren untersuchten Wissenschaftler wie Keppler, Newton oder Gregory das Verhalten von Kugeln und Kreisen im Raum. Wie viele Kugeln passen in eine Kiste vorgegebener Größe? Wie viele gleichgroße Kreise können einen vorgegebenen anderen gleichgroßen Kreis gleichzeitig berühren? Die Liste solcher Fragen ist beliebig erweiterbar. So tat sich dann im Laufe der Zeit auch das Gebiet der Circle Packings auf.
Circle Packings tauchten erstmals in den 1930er-Jahren auf. Paul Koebe studierte sie im Zusammenhang mit konformen Abbildungen (s. [8]). Hiernach gerieten sie einige Zeit in Vergessenheit, bis William Thurston sie in den 1970er-Jahren im Zusammenhang mit hyperbolischen 3-Mannigfaltigkeiten erneut aufgriff (s. [22]). Bei einem Vortrag im Jahre 1985 (s. [23]1) führte er die Circle Packings für ein breiteres Publikum wieder ein, indem er behauptete, dass Abbildungen zwischen Circle Packings zur Approximation konformer Abbildungen benutzt werden könnten. Bewiesen durch Rodin und Sullivan (s. [17]), ist der entstandene Zusammenhang zum Riemannschen Abbildungssatz eine der größten Forschungs-Motivationen auf dem Gebiet der Circle Packings.
In dieser Arbeit soll mit der Graphentheorie ein weiterer Zweig der Mathematik vorgestellt werden, der zur näheren Untersuchung mit Circle Packings motiviert.
1. Einführung: Definition der Zielsetzung und Motivation der Arbeit, die Verbindung von Circle Packings mit der Graphentheorie herzustellen.
2. Planare Graphen: Einführung der graphentheoretischen Grundlagen, Definition planarer Graphen und topologische Betrachtungsweisen.
3. Radiale Level-Planarität: Untersuchung von Level-Graphen in radialer Darstellung und Herleitung von Kriterien für deren Planarität.
4. Circle Packings: Detaillierte geometrische Untersuchung von Circle Packings und Beweis des zentralen Circle Packing Theorems.
5. Circle Packings und Funktionentheorie: Zusammenhang zwischen M-Transformationen, Inversionen und dem Verhalten von Circle Packings in der Ebene sowie auf der Sphäre.
6. Folgerungen und Anwendungen des CPTs: Praktische Anwendung des Circle Packing Theorems für das Planar-Separator-Theorem und weitere graphentheoretische Fragestellungen.
7. Schlussbetrachtung: Zusammenfassende Bewertung der Ergebnisse und Vergleich zwischen graphentheoretischen Methoden und der Theorie der Circle Packings.
A. Anhang: Ergänzende mathematische Herleitungen, Beweise und grundlegende Definitionen aus der Topologie und kombinatorischen Geometrie.
Circle Packing, Planare Graphen, Level-Planarität, Graphentheorie, Funktionentheorie, Stereographische Projektion, Inversion, Möbiustransformation, Planar-Separator-Theorem, Topologie, Geometrie, Knoten, Kreisscheiben, Sphäre.
Die Arbeit untersucht, ob die Geometrie der sogenannten Circle Packings als Werkzeug dienen kann, um komplexe graphentheoretische Probleme, insbesondere bei radialen Level-Graphen, besser zu lösen.
Die zentralen Felder sind die Graphentheorie, die Geometrie von Kreispackungen sowie die Funktionentheorie.
Das primäre Ziel ist es, das Verhalten von radial level-planaren Graphen durch die Theorie der Circle Packings zu analysieren und Kriterien für deren Existenz oder Nicht-Existenz zu formulieren.
Es werden mathematische Beweisverfahren verwendet, darunter geometrische Konstruktionen, graphentheoretische Induktionsbeweise sowie funktionentheoretische Methoden wie Möbiustransformationen.
Der Hauptteil befasst sich mit der Definition und dem Beweis des Circle Packing Theorems sowie mit dem Zusammenhang von Kreispackungen und der Funktionentheorie, ergänzt durch Anwendungen wie das Planar-Separator-Theorem.
Wesentliche Begriffe sind Circle Packing, Graphentheorie, Level-Planarität, Konformität, Inversion und Topologie.
Ein Circle Packing wird als maximal bezeichnet, wenn der zugehörige Kontaktgraph ein maximal planarer Graph ist, was bedeutet, dass keine Kante mehr hinzugefügt werden kann, ohne die Planarität zu verletzen.
Die Inversion (Kreisspiegelung) dient als zentrales Werkzeug, um das Verhalten von Circle Packings zu untersuchen und zeigt, dass die Starrheit von Circle Packings nur bis auf bestimmte Transformationen erhalten bleibt.
Bei einem radialen Graphen sind die Ebenen (Levels) nicht horizontal angeordnet, sondern bilden konzentrische Kreise, was die Modellierung gewisser Graphenstrukturen effizienter gestaltet.
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