Bachelorarbeit, 2017
92 Seiten, Note: 1.7
Medien / Kommunikation - Public Relations, Werbung, Marketing, Social Media
1. Einleitung
2. Theorie und Forschungsstand
2.1 Theoretischer Hintergrund
2.1.1 Instagram und Facebook
2.1.2 Narzissmus
2.1.3 Fünf Verhaltensweisen des Narzissmus
2.1.4 Offener und verdeckter Narzissmus
2.1.5 Extraversion
2.1.6 Aktive und passive Nutzung
2.1.7 Selbstpräsentation
2.2 Forschungsstand und Hypothesen
2.3 Ursache und Symptom
3. Methodik
3.1 Stichprobe
3.2 Fragebogen Elemente
3.2.1 Narcissistic Personality Inventory
3.2.2 Hypersensitive Narcissism Scale
3.2.3 NEO-Fünf-Faktoren-Inventar
3.2.4 Instagram und Facebook
4. Empirie
4.1 Deskriptive Statistik
4.1.1 Persönlichkeitsmerkmale
4.1.2 SNS-Nutzung
4.2 Analyse
4.2.1 Persönlichkeitsmerkmale
4.2.2 Persönlichkeitsmerkmale & SNS-Nutzung - Korrelationen
4.2.3 Persönlichkeitsmerkmale & SNS-Nutzung – Hierarchische Regressionen
4.2.4 Abgleich und Beantwortung der Forschungsfrage
5. Diskussion
5.1 Ergebnisinterpretation
5.2 Limitationen
5.2 Ausblick zur weiteren Forschung
Diese Bachelorarbeit untersucht den Zusammenhang zwischen den Persönlichkeitsmerkmalen Narzissmus (differenziert in offen und verdeckt) sowie Extraversion und der aktiven Nutzung von Social Networking Sites (SNSs) wie Facebook und Instagram. Ziel ist es, zu klären, inwiefern diese Persönlichkeitsmerkmale die Art und Weise der SNS-Nutzung beeinflussen und ob sie als Ursache oder Symptom für das Online-Verhalten fungieren.
2.1.4 Offener und verdeckter Narzissmus
Besondere Berücksichtigung soll in der vorliegenden Arbeit die Differenzierung des Narzissmus in zwei Typen erfahren. In der frühen klinischen Forschung differenzierten Kernberg (1975, 1986) und Kohut (1977) diesen in den offenen und den verdeckten Narzissmus. Im weiteren Verlauf identifizierte Gabbard (1989) den unbeirrten und hypervigilanten Narzissten, während zuvor Rosenfeld (1981) den dünn- und dickhäutigen Narzissten ausgemacht hatte. Diese klinischen Herleitungen weisen starke inhaltliche Überschneidungen auf, was Wink (1991) dazu veranlasste, die Typologien auf ein erstes nicht-klinisches Sample anzuwenden. Er differenzierte in seiner Studie (1991) die beiden Konstrukte „Vulnerability-Sensitivity“ (ebd., S. 590) und „Grandiosity-Exhibitionism“ (ebd., S. 590) und dessen Ergebnisse waren konsistent mit der Annahme der Typologie eines offenen und verdeckten Narzissmus (ebd., S. 596). Die Sichtweise auf den Narzissmus als orthogonales Konstrukt wurde mehrfach empirisch gestützt und bewiesen (Dickinson & Pincus, 2003; Hendin & Cheek, 1997; Miller et al., 2011; Rathvon & Holmstrom, 1996; Zeigler-Hill, Clark, & Pickard, 2008). In dieser Arbeit wird für die beiden übergeordneten Konstrukte, welche in der Vergangenheit mit unterschiedlichen Begrifflichkeiten adressiert wurden, die Bezeichnung des offenen und verdeckten Narzissmus gewählt, da sie die umfassendste Benennung und Typologie darstellen.
Der offene Narzissmus zeichnet sich nach Wink (1991) durch eine Verbindung zu „aggressiveness, self-assuredness, and the need to be admired by others“ (ebd., S. 596) aus. Dieser ist primär durch den unmittelbaren Ausdruck der eigenen Wichtigkeit sowie des Exhibitionismus geprägt (ebd., S. 591), mit dem Ziel, die Bewunderung des Umfelds hervorzurufen. Darüber hinaus sind in den Handlungen dieses Typen aggressive und dominante Merkmale auszumachen (Miller et al., 2011). Das Auftreten von Personen, die diesem Ende des Spektrums zuzuordnen sind, ist geprägt von sozialer Kompetenz (Miller et al., 2011) und von einem hoch sensiblen Motivations-System, welches sie hin zum gewünschten Idealzustand treibt (Foster & Trimm, 2008). Raskin und Hall (1981) schrieben diesem Typen zudem das Merkmal der Extraversion zu.
1. Einleitung: Einführung in das Forschungsfeld der aktiven SNS-Nutzung und Relevanz der Persönlichkeitsmerkmale Narzissmus und Extraversion.
2. Theorie und Forschungsstand: Theoretische Herleitung der Konzepte Narzissmus, Extraversion und SNS-Nutzung sowie Aufarbeitung des Forschungsstands zur Hypothesenbildung.
3. Methodik: Darstellung der quantitativen Online-Befragung (N=412), der verwendeten Erhebungsinstrumente (NPI, HSNS, NEO-FFI) und der Stichprobenbeschreibung.
4. Empirie: Präsentation der deskriptiven Statistiken und Durchführung von Korrelations- sowie Regressionsanalysen zur Hypothesenprüfung.
5. Diskussion: Interpretation der Ergebnisse, Reflexion der Limitationen sowie Ausblick auf zukünftige Forschungsmöglichkeiten.
Narzissmus, offener Narzissmus, verdeckter Narzissmus, Extraversion, Social Networking Sites, Facebook, Instagram, Selbstpräsentation, aktive Nutzung, Online-Verhalten, Persönlichkeitspsychologie, Status-Updates, Privatsphäre, Nutzerzahlen, Korrelationsanalyse.
Die Arbeit untersucht, wie die Persönlichkeitsmerkmale Narzissmus und Extraversion das Nutzungsverhalten von Personen auf sozialen Plattformen wie Facebook und Instagram beeinflussen.
Die zentralen Themen sind die theoretische Differenzierung von Narzissmus-Typen (offen/verdeckt), der Einfluss von Persönlichkeitszügen auf die Selbstpräsentation in sozialen Netzwerken und die Auswirkungen auf die aktive Nutzung dieser Plattformen.
Das Ziel ist es, die Forschungsfrage „Inwiefern sind der Narzissmus und die Extraversion mit der SNS-Nutzung verbunden?“ auf Basis empirischer Daten zu beantworten.
Es wurde eine quantitative Online-Befragung (N=412) durchgeführt, wobei die Daten mittels Korrelationen und hierarchischen Regressionen ausgewertet wurden.
Der Hauptteil gliedert sich in eine theoretische Fundierung der Begriffe, die Beschreibung der methodischen Vorgehensweise (Stichprobe, Fragebögen) sowie die empirische Analyse der gesammelten Daten.
Wichtige Begriffe sind Narzissmus, Extraversion, SNS-Nutzung, Facebook, Instagram, Selbstpräsentation und Online-Verhalten.
Die Unterscheidung ist zentral, da bisherige Studien oft nur den offenen Narzissmus betrachteten, während der verdeckte Narzissmus (geprägt durch Verletzlichkeit und Rückzug) ein anderes Nutzungsverhalten auf SNSs zeigen könnte.
Die Extraversion wird als bedeutsames Persönlichkeitsmerkmal integriert, da sie stark mit dem Bedürfnis nach sozialen Interaktionen und der Selbstdarstellung auf SNSs verknüpft ist.
Für den verdeckten Narzissmus konnten signifikante Verbindungen zu Facebook-Funktionen (wie Status-Updates) nachgewiesen werden, was der Erwartung widerspricht, dass diese Personen eher zurückhaltend sind.
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