Bachelorarbeit, 2018
48 Seiten, Note: 1,0
1. Einleitung
2. Einwanderungssituation in Deutschland seit 1950
2.1. Migrationsgeschehen und Migrationspolitik in Deutschland seit 1955
2.2. Pädagogischer Umgang mit Migration seit 1955
2.3. Zwischenfazit
3. Herausforderungen der Sozialen Arbeit im interkulturellen Umfeld
3.1. Dimensionen und Konzepte der professionellen Sozialen Arbeit
3.2. Soziale Dienste im interkulturellen Arbeitsfeld
3.3. Zugangsbarrieren innerhalb der interkulturellen Sozialen Arbeit
4. Diversity-Ansatz als institutionelle Handlungsstrategie
4.1. Interkulturelle Kompetenz als Bestandteil des Diversity-Ansatzes
4.2. Diversity-Management
4.3. Anwendung des Diversity-Konzeptes in der Sozialen Arbeit
5. Interkulturelle Öffnung sozialer Institutionen als Strategie
6. Fazit
Das Hauptziel dieser Arbeit ist die Untersuchung, wie die Aneignung und Förderung interkultureller Kompetenzen in der institutionellen Sozialen Arbeit auf Grundlage des Diversity-Konzeptes umgesetzt werden kann, um der steigenden kulturellen Heterogenität gerecht zu werden.
3.3. Zugangsbarrieren innerhalb der interkulturellen Sozialen Arbeit
Der deutsche Soziologe, Psychologe und Philosoph Stefan Gaitanides hat sich über Jahre mit sogenannten Zugangsbarrieren innerhalb der interkulturellen Sozialen Arbeit beschäftigt und ist zu wichtigen zukunftsweisenden Erkenntnissen gekommen, die die Entwicklung der interkulturellen Arbeit maßgeblich beeinflussen (Gaitanides, Anforderungen interkultureller Sozialer Arbeit, 2011).
Zunächst soll sich mit einem Paradoxon innerhalb der Sozialen Arbeit beschäftigt werden. Menschen mit Migrationshintergrund stellen eine Gruppe innerhalb der Gesellschaft dar, die von diversen Risikofaktoren belastet sind. Die Auswirkungen dieser Risikofaktoren bringen Belastungen mit sich, die nicht immer selbstständig verarbeitet werden können und „den Beistand der professionellen Sozialen Arbeit erfordern.“ (Gaitanides, Anforderungen interkultureller Sozialer Arbeit, 2011, S. 183) Zu den möglichen Belastungsfaktoren zählen zum Beispiel der Migrationsprozess an sich und damit einhergehend interfamiliäre Kulturkonflikte, die soziale Lage oder die sozialpsychologische Belastung durch ethnische Vorurteile und Diskriminierungserfahrungen (siehe dazu auch Kapitel 3.2) (Gaitanides, Anforderungen interkultureller Sozialer Arbeit, 2011). Zu vermuten ist also, dass diese Personengruppe aufgrund ihrer diversen Belastungsfaktoren Soziale Dienste häufiger in Anspruch nimmt als andere. Dem ist nach dem Statistischen Bundesamt für Kinder- und Jugendarbeit jedoch nicht so. Die letzte Studie aus dem Jahr 2010 hat die Inanspruchnahme von Sozialen Diensten von verschiedenen Personengruppen untersucht und kam zu Ergebnissen, die die Annahme, Migrantinnen und Migranten würden zu der größten Bezugsgruppe gehören, teilweise widerlegen konnten.
1. Einleitung: Diese Einleitung thematisiert die Herausforderung der kulturellen Heterogenität für die Soziale Arbeit und leitet zur Fragestellung über, wie interkulturelle Kompetenzen mittels des Diversity-Konzeptes gefördert werden können.
2. Einwanderungssituation in Deutschland seit 1950: Dieses Kapitel liefert einen historischen Überblick über die Phasen der Migration in Deutschland sowie die Entwicklung der Migrationspolitik und der entsprechenden Pädagogik.
3. Herausforderungen der Sozialen Arbeit im interkulturellen Umfeld: Hier werden Ziele und Arbeitsfelder der Sozialen Arbeit definiert sowie Barrieren untersucht, die den Zugang von Menschen mit Migrationshintergrund zu Sozialen Diensten erschweren.
4. Diversity-Ansatz als institutionelle Handlungsstrategie: Dieses Kapitel erläutert den Diversity-Ansatz und das Diversity-Management als Lösungsstrategie, um Vielfalt als Ressource in der Sozialen Arbeit zu nutzen.
5. Interkulturelle Öffnung sozialer Institutionen als Strategie: Das Kapitel beschreibt die Interkulturelle Öffnung als Entwicklungsstrategie, die durch Veränderungen der Personal- und Angebotsstruktur Zugangsbarrieren abbauen soll.
6. Fazit: Das Fazit fasst die Ergebnisse zusammen und beantwortet die zentrale Fragestellung zur Förderung interkultureller Kompetenzen unter Berücksichtigung des Diversity-Ansatzes.
Soziale Arbeit, Interkulturelle Kompetenz, Diversity-Ansatz, Diversity-Management, Interkulturelle Öffnung, Migration, Migrationspolitik, Migrationspädagogik, Zugangsbarrieren, Integration, Akkulturation, Diskriminierung, Multikulturalismus, institutionelle Entwicklung, Beratung
Die Arbeit untersucht, wie Soziale Arbeit in Deutschland auf die Herausforderungen einer durch Migration geprägten Gesellschaft reagieren kann und welche Strategien zur Förderung interkultureller Kompetenzen dabei hilfreich sind.
Zentrale Themen sind die Migrationsgeschichte Deutschlands, die professionellen Anforderungen an die Soziale Arbeit in interkulturellen Umfeldern sowie der Diversity-Ansatz als strategisches Konzept für Institutionen.
Das Ziel ist es, Wege aufzuzeigen, wie durch die Aneignung interkultureller Kompetenzen und die Anwendung des Diversity-Konzeptes Zugangsbarrieren zu Sozialen Diensten abgebaut werden können.
Die Arbeit nutzt theoretische Konzepte wie den Diversity-Ansatz, das Diversity-Management und Modelle zur interkulturellen Kompetenz, um diese auf die institutionelle Soziale Arbeit anzuwenden.
Der Hauptteil analysiert die historischen Migrationsphasen, die Rolle der Sozialen Arbeit, die Barrieren für Klienten und Mitarbeiter sowie Lösungsansätze wie die Interkulturelle Öffnung.
Die Arbeit ist charakterisiert durch Begriffe wie Interkulturelle Kompetenz, Diversity-Management, Migrationssozialarbeit, soziale Integration und institutionelle Öffnungsprozesse.
Es wird als Paradoxon bezeichnet, dass gerade die Personengruppen, die aufgrund vielfältiger Belastungsfaktoren dringend Soziale Dienste benötigen könnten, diese statistisch gesehen seltener aus freien Stücken in Anspruch nehmen als die übrige Bevölkerung.
Die "top-down" Komponente umfasst die Initialisierung und Ressourcenbereitstellung durch die Leitebene, während die "bottom-up" Komponente die aktive Überprüfung und Weiterentwicklung der Konzepte durch die Fachkräfte an der Basis beschreibt.
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