Diplomarbeit, 2018
31 Seiten, Note: 1
1 Einleitung
2 Was genau ist NLP
3 Wahrnehmung
3.1.1 Kalibrieren
3.1.2 Wahrnehmung von Repräsentationssystemen
3.1.3 Wahrnehmung von anderen Metaprogrammen
4 Rapport
4.1.1 Spiegeln (Pacing)
5 Metamodell der Sprache
5.1.1 Generalisierung
5.1.2 Tilgung
5.1.3 Verzerrung
6 Refreaming
6.1.1 Bedeutungsreframing
6.1.2 Kontextreframing
7 Ankern
7.1.1 Praxis des Ankerns
7.1.2 Anker verschmelzen (Collapsing Anchors)
8 Wie setze ich NLP richtig ein
9 Zusammenfassende Darstellung
Das Hauptziel dieser Arbeit ist es, die Anwendung des Neurolinguistischen Programmierens (NLP) als effektives Werkzeug zur Deeskalation und zur professionellen Beziehungsgestaltung im Gesundheitswesen zu untersuchen und praxisnah darzustellen.
7.1.1 Praxis des Ankerns
Es sollte immer ein reines, ungemischtes Gefühl geankert werden. Der Anwender muss immer eine Situation aufsuchen, in der dieses Gefühl in reiner Form auftritt. Sollte ein kinästhetischer Anker gesetzt werden, ist es wichtig ihn an einer neutralen Stelle zu setzen. Dies kann man leicht überprüfen, indem diese Stelle berührt wird und die Reaktion des Betroffenen abgewartet wird. Es ist wichtig sich diese Stelle, genau zu merken, um das geankerte Gefühl jederzeit abrufen zu können. Ist der Anker getestet, bitte man den Betroffenen sich das Gefühl zu vergegenwärtigen. Wichtig ist hierbei im Präsens zu sprechen, um nicht dissoziierte Erinnerungen zu bewirken. Das richtige Timing ist wahrscheinlich das wichtigste beim Ankern. Hier sollte der Anker immer in der Phase der ansteigenden Intensität, also in der Aufbauphase gesetzt werden. Wird er nämlich zu spät gesetzt, ruft der Anker das Gefühl mit schwindender Intensität auf. Beim Ankern ist es möglich mehrere Gefühle auf einmal abzurufen, dies nennt man im NLP „stacking anchors“. Anker können auch wieder gelöscht werden, indem er einfach durch einen anderen ersetzt wird. (vgl. Mohl, 2006, S.292-296)
Hier ein Beispiel wie das setzen eines Ankers praktiziert wird.
Ein Patient hat Angst seinem Vater zu beichten, dass er homosexuell ist und sucht Rat bei einer Pflegeperson.
A: Ich habe Angst meinem Vater meine Homosexualität zu beichten.
1 Einleitung: Diese Einleitung führt in die Relevanz von Kommunikation zur Deeskalation im Gesundheitswesen ein und definiert das Ziel der Arbeit, NLP als hilfreiches Instrument zu evaluieren.
2 Was genau ist NLP: Das Kapitel beleuchtet die historische Entstehung des NLP und beschreibt den Ansatz als einen vielschichtigen Prozess zur Untersuchung und Optimierung menschlicher Denk- und Verhaltensmuster.
3 Wahrnehmung: Hier werden die Bedeutung der geschärften Wahrnehmung sowie spezifische Techniken wie das Kalibrieren und die Analyse von Repräsentationssystemen für den deeskalierenden Umgang erläutert.
4 Rapport: Dieses Kapitel erläutert, wie durch Spiegeln (Pacing) eine vertrauensvolle Basis zwischen Gesprächspartnern geschaffen werden kann, die für jede deeskalierende Maßnahme notwendig ist.
5 Metamodell der Sprache: Es wird dargestellt, wie die menschliche Informationsverarbeitung durch Generalisierung, Tilgung und Verzerrung beeinflusst wird und wie man diese Prozesse in der Kommunikation erkennt.
6 Refreaming: Das Kapitel erklärt die Technik der Umdeutung, um Problemsituationen in einen anderen, lösungsfokussierten Rahmen zu setzen.
7 Ankern: Hier wird das gezielte Setzen von emotionalen Auslösern beschrieben, um positive Zustände zu verankern oder negative Emotionen durch Anker-Verschmelzung zu neutralisieren.
8 Wie setze ich NLP richtig ein: Dieser Abschnitt betont die Notwendigkeit einer wertschätzenden Grundhaltung und der Beherrschung des Basiswissens, bevor fortgeschrittene NLP-Techniken angewendet werden.
9 Zusammenfassende Darstellung: Abschließend wird das Gelernte resümiert und die Bedeutung der Kombination aus Wahrnehmung, Rapport und spezifischen NLP-Techniken zur erfolgreichen Deeskalation hervorgehoben.
NLP, Deeskalation, Kommunikation, Rapport, Pacing, Leading, Wahrnehmung, Ankern, Reframing, Metamodell der Sprache, Kalibrieren, Repräsentationssysteme, Gesundheitswesen, Psychologie, Gesprächsführung
Die Arbeit untersucht den gezielten Einsatz von Neurolinguistischem Programmieren (NLP) als Methode zur effektiven Deeskalation und zur Verbesserung der Kommunikationsqualität in medizinischen und pflegerischen Berufsfeldern.
Die zentralen Felder umfassen die sensorische Wahrnehmung, den Aufbau von zwischenmenschlichem Rapport, die linguistische Analyse von Sprachmustern, die Technik des Reframings sowie das konditionierte Ankern von emotionalen Zuständen.
Das Ziel ist es, aufzuzeigen, wie NLP-Methoden medizinisches Personal dabei unterstützen können, in schwierigen oder aggressiven Situationen deeskalierend, professionell und vertrauensbildend zu agieren.
Die Arbeit basiert auf einer fundierten Literaturanalyse einschlägiger Fachbücher zu NLP und Kommunikation, ergänzt durch die Einbringung der beruflichen Erfahrungen des Autors aus der Praxis der Psychiatrie und des Sicherheitsmanagements.
Im Hauptteil werden konkrete NLP-Konzepte erläutert: von der Schärfung der Wahrnehmung über den Aufbau einer Arbeitsbeziehung (Rapport) bis hin zu spezifischen Interventionstechniken wie dem Reframing und dem Ankern.
Die Arbeit wird durch Begriffe wie NLP, Deeskalation, Rapport, Pacing, Ankern, Reframing, Wahrnehmung und professionelle Gesprächsführung definiert.
Beim Bedeutungsreframing wird einem Ereignis eine gänzlich neue Bedeutung zugewiesen, während beim Kontextreframing der Inhalt der Aussage in einen anderen situativen oder sozialen Zusammenhang gebracht wird.
Es ermöglicht, Patienten, die sich in einem schwierigen emotionalen Zustand befinden, zunächst dort abzuholen, wo sie stehen (Pacing), um sie anschließend sanft in eine konstruktivere Richtung zu führen (Leading).
Der Autor weist explizit darauf hin, dass NLP, wie jedes Kommunikationsmodell, neutral ist und eine ethische, wertschätzende Grundhaltung des Anwenders zwingend voraussetzt, um niemanden physisch oder psychisch zu schädigen.
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