Bachelorarbeit, 2011
52 Seiten, Note: 1,3
1. Einleitung
2. Die Sonderkultur der US-Südstaaten
2.1 Die Situation der Südstaaten vor dem Bürgerkrieg
2.2 Territoriale Expansion als Existenzfrage für die Südstaaten?
3. Kuba im Visier der USA
3.1 Die besondere Bedeutung Kubas für die Vereinigten Staaten
3.2 Ein neuer Staat unter dem Sternenbanner: Wie der gemeinsame Wunsch nach Annexion Teile der gesellschaftlichen und politischen Führungselite Kubas und der USA zusammenführte
3.3 Zeitungen als Medium annektionistischer Propaganda
3.4 Die „Filibuster“ als Spiegelbild revolutionärer Zeiten: Herkunft, Motivation, Ziele und Ideale einzelner Expeditionsteilnehmer und das Phänomen des „Kuba-Fiebers“ in den USA
4. Schlussbetrachtung
Die Arbeit untersucht die amerikanisch-kubanischen Beziehungen zwischen 1820 und 1860 mit einem Fokus auf den US-amerikanischen Expansionsdrang, insbesondere aus der Perspektive der Südstaaten und deren Bestreben, die Institution der Sklaverei zu sichern.
Die „Filibuster“ als Spiegelbild revolutionärer Zeiten: Herkunft, Motivation, Ziele und Ideale einzelner Expeditionsteilnehmer und das Phänomen des „Kuba-Fiebers“ in den USA
Während unter dem Begriff „Filibuster“ im heutigen Sprachgebrauch in erster Linie der Versuch einiger Politiker verstanden wird, durch extrem in die Länge gezogene Redebeiträge die Verabschiedung neuer Gesetze zu verhindern oder zumindest zu verzögern, hatte der Begriff während des 19. Jahrhunderts eine gänzlich andere Bedeutung. Damals galt er als Synonym für privat organisierte Militäroperationen gegen fremde Staaten oder Gebiete, mit denen sich die Vereinigten Staaten offiziell im Frieden befanden.
Etymologisch geht der Begriff „Filibuster“ auf das niederländische Wort „Vrijbuiter“ - im Spanischen „Filibustero“ – zurück, was so viel bedeutet wie „Freibeuter“. Die begriffliche Nähe zu den Freibeutern der Karibik, welche, ausgestattet mit Kaperbriefen einer bestimmten Nation Jagd auf Handelsschiffe machten, ist indes kein Zufall. Staaten wie Spanien, die sich während des 19. Jahrhunderts des Öfteren mit privaten Filibuster-Angriffen konfrontiert sahen, waren in der Regel bemüht, die Teilnehmer solcher Unternehmungen als „Piraten“ zu brandmarken, um bei deren Verurteilung langwierige Gerichtsverfahren zu umgehen. Ein Beispiel hierfür ist die Hinrichtung des US-„Filibusters“ William Crittenden mitsamt 50 seiner Gefolgsleute im Jahre 1851 auf Kuba, worauf später noch näher eingegangen wird.
1. Einleitung: Die Arbeit beleuchtet die Beziehungen zwischen Kuba und den USA von 1820 bis 1860, wobei der Expansionsdrang der USA und die Rolle der Sklaverei im Fokus stehen.
2. Die Sonderkultur der US-Südstaaten: Dieses Kapitel analysiert die sozio-ökonomischen Besonderheiten des Südens und die Rolle der Sklaverei als zentrales Identitätsmerkmal und Existenzgrundlage.
2.1 Die Situation der Südstaaten vor dem Bürgerkrieg: Es werden der Gesellschaftsaufbau und die weltanschaulichen Unterschiede zwischen den Nord- und Südstaaten sowie die Entstehung eines sektionalen Selbstbewusstseins thematisiert.
2.2 Territoriale Expansion als Existenzfrage für die Südstaaten?: Hier wird untersucht, ob die Expansion in die Karibik und nach Mexiko primär ein politisches oder wirtschaftliches Motiv zur Sicherung des Sklavensystems war.
3. Kuba im Visier der USA: Dieses Kapitel erörtert die strategische, wirtschaftliche und geopolitische Bedeutung Kubas für die USA.
3.1 Die besondere Bedeutung Kubas für die Vereinigten Staaten: Beleuchtet werden die geografischen, ökonomischen und strategischen Faktoren, die Kuba für die USA attraktiv machten.
3.2 Ein neuer Staat unter dem Sternenbanner: Wie der gemeinsame Wunsch nach Annexion Teile der gesellschaftlichen und politischen Führungselite Kubas und der USA zusammenführte: Es wird die Kooperation zwischen Teilen der kubanischen und US-amerikanischen Eliten zur Erreichung der Annexion untersucht.
3.3 Zeitungen als Medium annektionistischer Propaganda: Dieses Kapitel zeigt, wie Medien und Zeitschriften dazu genutzt wurden, die Annexion Kubas in der Öffentlichkeit zu bewerben.
3.4 Die „Filibuster“ als Spiegelbild revolutionärer Zeiten: Herkunft, Motivation, Ziele und Ideale einzelner Expeditionsteilnehmer und das Phänomen des „Kuba-Fiebers“ in den USA: Es wird der Begriff des Filibusters definiert und die Motivation der Freiwilligen sowie das Phänomen der Expeditionen untersucht.
4. Schlussbetrachtung: Die Arbeit fasst zusammen, dass die Expansionspläne multikausal waren und maßgeblich von Einzelpersonen und charismatischen Führungspersönlichkeiten vorangetrieben wurden.
Kuba, USA, Sklaverei, Südstaaten, Annexion, Manifest Destiny, Filibuster, Narciso López, Club de la Habana, Kreolen, Wirtschaftsexpansion, Außenpolitik, 19. Jahrhundert, Young America, Propaganda.
Die Arbeit analysiert die US-amerikanischen Expansionsbestrebungen gegenüber Kuba zwischen 1820 und 1860 unter besonderer Berücksichtigung der Interessen der US-Südstaaten und der Sklavereifrage.
Zentrale Themen sind der US-amerikanische Expansionismus, die Sonderkultur der Südstaaten, die strategische Bedeutung Kubas sowie die informellen Militäroperationen, die sogenannten Filibuster-Expeditionen.
Das Ziel ist es, die Motive hinter dem Expansionsdrang zu hinterfragen und zu untersuchen, inwieweit die Sicherung der Sklaverei und der Wunsch nach territorialem Zugewinn in einer Wechselbeziehung zu den gesellschaftlichen Eliten Kubas standen.
Die Arbeit basiert auf einer historisch-analytischen Methode, bei der zeitgenössische Quellen, Presseberichte und die Forschungsliteratur ausgewertet werden.
Der Hauptteil gliedert sich in die Untersuchung der südstaatlichen Sonderkultur, die spezifische Bedeutung Kubas für die USA, die Rolle der Presse bei der Propaganda sowie die Analyse der Filibuster-Bewegung.
Die wichtigsten Schlagworte sind Kuba, Annexion, Sklaverei, Filibuster, Südstaaten, Manifest Destiny und Elite-Netzwerke.
Narciso López war ein venezolanisch-kubanischer General und eine zentrale Figur der Filibuster-Expeditionen, der mehrere bewaffnete Versuche unternahm, Kuba mit Hilfe US-amerikanischer Freiwilliger von der spanischen Herrschaft zu befreien.
Der Club de la Habana war ein organisatorisches Zentrum kubanischer Eliten und Annexionisten, das den Anschluss Kubas an die USA anstrebte und wichtige Kontakte zu US-amerikanischen Politikern und Journalisten pflegte.
Zeitungen wie "La Verdad" dienten als Instrument zur Verbreitung pro-annektionistischer Propaganda, um die öffentliche Meinung in den USA zu beeinflussen und die Zensur auf Kuba zu umgehen.
Der Autor kommt zu dem Schluss, dass der Expansionismus ein gesamtamerikanisches Phänomen war, dessen Initiativen stark von Einzelpersonen und Unterstützernetzwerken getragen wurden und das eng mit der Sicherung des Sklavensystems und dem "Manifest Destiny"-Gedanken verknüpft war.
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