Bachelorarbeit, 2018
68 Seiten, Note: 1,7
1 Einleitung
2 Grundlagen einer Profession
2.1 Definitionen und Begriffsabgrenzung von Professionen
2.1.1 Definition des Begriffes “Profession“
2.1.2 Begriffsabgrenzung zu analogen Begriffen
2.2 Charakteristika einer Profession
2.3 Professionsmodelle
2.4 Vertrauen zwischen Professionellem und Klienten
2.5 Kurzzusammenfassung
3 Grundlagen der Spielerberatung
3.1 Spielerberatung und Spielervermittlung
3.1.1 Beratung im Fußball
3.1.2 Die „Deutsche Spieler-Vermittler Vereinigung e. V.“
3.2 Das Reglement zur Arbeit mit Vermittlern
3.3 Besonderheiten der Spielerberatung
3.3.1 Das soziale Netzwerk der Spielerberater
3.3.2 Anlässe zur Inanspruchnahme eines Spielerberaters
3.4 Spielerberater – Familienangehörige oder externe Berater?
3.5 Der „Ruf der Spielerberater“
3.6 Kurzzusammenfassung
4 Spielerberatung im professionellen Fußball
4.1 Entwicklung des professionellen Fußballs
4.2 Professionalisierung von Sportorganisationen
4.3 Die Entwicklung der Spielerberatung im professionellen Fußball
4.3.1 Das Bosman-Urteil
4.3.2 Anzahl der Spielerberater/-agenturen
4.3.3 Zahlungen an Spielerberater/-agenturen
4.4 Kurzzusammenfassung
5 Wissenschaftliche Methode
5.1 Methodik
5.2 Analyse und Auswertung der qualitativen Untersuchung
5.2.1 Datenauswertung
5.2.2 Datenauswertung
6 Fazit/Ausblick
Diese Bachelorarbeit untersucht, inwiefern die Spielerberatung im professionellen Fußball die soziologischen Merkmale einer Profession erfüllt. Hierbei wird geprüft, ob die verbreitete negative Kritik an der Branche gerechtfertigt ist oder ob die Tätigkeit professionellen Standards entspricht. Die Forschungsfrage lautet: Inwiefern spiegelt die Spielerberatung Merkmale einer Profession wider?
3.3.1 Das soziale Netzwerk der Spielerberater
Mit den „sozialen Netzwerken der Spielerberater“ wird in diesem Kapitel die soziologische Perspektive widergespiegelt, die sich mit dem sozialen bzw. interaktiven Geflecht zu anderen Personen befasst.
Im Wesentlichen ist im professionellen Fußball ein starkes Netzwerk von enormen Vorteil und ein wichtiger Bestandteil für den Erfolg in dieser Branche. Die Dienste der Spielerberater werden gerne für die Beurteilung von Spielern herangezogen. Zwar haben die Vereine mehr oder weniger große Scoutingabteilungen, jedoch reichen diese längst nicht aus, um alle Spieler auf dem Fußball-Markt, insbesondere deren Eigenschaften, zu kennen bzw. beurteilen zu können. Die Spielerberater verfügen über ein breites Netzwerk an Spielern und auch anderen Kontakten, welche ihnen Informationen über Spieler geben können, die nicht in ihrem Portfolio vorhanden sind.
Für die Karriereplanung der Spieler ergibt sich aus dem Netzwerk ihrer Spielerberater, ein großer Nutzen. Sie haben anfangs ihrer Karriere keinerlei bzw. wenig Erfahrungen und Beziehungen im professionellen Fußball. Im Hinblick auf den sich stark zu einem Anbietermarkt entwickelnden Transfermarkt, sind Kontakte zu Vereinen, bei denen die verfügbaren Arbeitsplätze/Kaderplätze sehr begrenzt sind, sehr wichtig, um so die eigene Existenz sichern zu können. Basis für eine gute Zusammenarbeit zwischen Spielerberater und Transferverantwortlichen ist das Vertrauen, welches zum einen als Chance dient, da das Scoutingsystem des Vereines verbessert wird, und zum anderen riskant ist, weil dem Spielerberater großes Vertrauen geschenkt werden muss, dass dieser den jeweiligen Spieler richtig bzw. wahrheitsgetreu einschätzt. Ein weiteres Risiko ist die Korruption, seitens der Transferverantwortlichen und der Spielerberater gegenüber des Vereins, wenn die Interessen des Vereines nicht vertreten werden und Einfluss auf die sportliche Leistung des Spielers genommen wird.
1 Einleitung: Die Einleitung beleuchtet die Problemstellung und Relevanz des Themas, insbesondere vor dem Hintergrund der zunehmenden Kommerzialisierung des Fußballs und der öffentlichen Kritik an Spielerberatern.
2 Grundlagen einer Profession: Dieses Kapitel definiert den Begriff der Profession soziologisch und erarbeitet zentrale Charakteristika, wie Wissensbasis, Ausbildung und berufsständische Selbstverwaltung.
3 Grundlagen der Spielerberatung: Hier werden Aufgaben, Besonderheiten, das soziale Netzwerk sowie die Entwicklung der Spielerberatung und relevante Reglements detailliert analysiert.
4 Spielerberatung im professionellen Fußball: Dieses Kapitel verknüpft die Beratungstätigkeit mit der Historie und den ökonomischen Entwicklungen des modernen Profifußballs, einschließlich der Auswirkungen des Bosman-Urteils.
5 Wissenschaftliche Methode: Der methodische Teil beschreibt das gewählte Forschungsdesign, inklusive der Durchführung und Auswertung eines Experteninterviews zur Beantwortung der zentralen Forschungsfrage.
6 Fazit/Ausblick: Das Fazit fasst die Erkenntnisse zusammen und stellt fest, dass die Spielerberatung zwar einige Merkmale einer Profession zeigt, jedoch aufgrund fehlender Eintrittsbarrieren und der fehlenden Ausrichtung auf das Gemeinwohl noch nicht vollumfänglich als solche bezeichnet werden kann.
Spielerberatung, Profession, Profifußball, Spielervermittler, Professionalisierung, Transfermarkt, DFVV, Experteninterview, Berufsethik, Wissensasymmetrie, Sportmanagement, Klientenbeziehung, Kommerzialisierung, Spieleragent, Bosman-Urteil
Die Bachelorarbeit untersucht, ob die Spielerberatung im professionellen Fußball soziologisch als eigene Profession eingestuft werden kann oder ob die Branche ihrem oft negativen öffentlichen Image entspricht.
Die Arbeit behandelt die soziologischen Grundlagen einer Profession, die Spezifika des Transfermarktes, die Rolle von Berufsverbänden sowie die ökonomischen Entwicklungen des Fußballs seit dem Bosman-Urteil.
Das Hauptziel ist die Klärung der Forschungsfrage, inwieweit die Spielerberatung Merkmale einer Profession aufweist, sowie die wissenschaftliche Einordnung der Kritik an unprofessionellem Verhalten.
Die Arbeit basiert auf einer qualitativen Analyse, bei der ein Experteninterview mit einem erfahrenen Akteur der Branche durchgeführt und mittels qualitativer Inhaltsanalyse nach Mayring ausgewertet wurde.
Der Hauptteil gliedert sich in drei Blöcke: Die theoretische Definition einer Profession, die Grundlagen der Spielerberatung und die historische sowie ökonomische Entwicklung des professionellen Fußballs.
Die zentralen Begriffe umfassen Spielerberatung, Profession, Professionalisierung, Transfermarkt, Spielervermittler und die ökonomische Entwicklung im Fußball.
Aufgrund der Komplexität moderner Beraterverträge und der Notwendigkeit einer umfassenden Betreuung, die weit über reine Transfervermittlungen hinausgeht, ist eine ständige Verfügbarkeit erforderlich.
Die Deutsche Spieler-Vermittler Vereinigung (DFVV) bietet Ansätze zur Professionalisierung durch die Einführung eines „Code of Conduct“, verbindliche Fortbildungen und eine verbandsrechtliche Selbstkontrolle.
Das Urteil veränderte die Transferbestimmungen grundlegend, indem es ablösefreie Wechsel nach Vertragsende ermöglichte, was die Dynamik des Transfermarktes und somit die Rolle der Spielerberater maßgeblich beeinflusste.
Derzeit gibt es keine verpflichtende, standardisierte Ausbildung, da die FIFA das Lizenzierungssystem 2015 aufgehoben hat. Die notwendigen Kompetenzen werden oft durch Erfahrung oder ein fachfremdes Studium (z.B. Jura oder Sportmanagement) erworben.
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