Bachelorarbeit, 2016
90 Seiten, Note: 1,3
1. Einleitung
2. Einführung in das Lean Management
2.1. Lean Thinking
2.2. Lean Product Development
2.3. Kaizen, kontinuierlicher Verbesserungsprozess und Plan-Do-Check-Act-Zyklus
2.4. Kritische Betrachtung des Lean Managements
3. Einführung in Six Sigma
3.1. Das statistische Qualitätsziel von Six Sigma
3.2. Projektablauf unter Six Sigma
3.2.1. Verbesserungsprojekte unter Six Sigma
3.2.2. Neuentwicklungsprojekte unter Design for Six Sigma
3.3. Kritische Betrachtung von Six Sigma
4. Lean Six Sigma
4.1. Synergien zwischen Lean Management und Six Sigma
4.2. Ausbildungsgrade und Organisationsstrukturen unter Lean Six Sigma
4.3. Instrumente von Lean Six Sigma
4.4. Kritische Betrachtung von Lean Six Sigma
5. Lean Six Sigma Projekte
5.1. Einsatzgebiete der verschiedenen Projektzyklen von Lean Six Sigma
5.2. Diskussion über die Integration von Lean Management und Six Sigma im Projektablauf
5.3. Projektablauf für die Prozessverbesserung unter Lean Six Sigma
5.3.1. Der DMAIC-Zyklus (Define, Measure, Analyse, Improve, Control) unter Lean Six Sigma
5.3.2. Der Blitz-DMAIC-Zyklus (Define, Measure, Analyse, Improve, Control) unter Lean Six Sigma
5.4. Projektablauf für die Produktentwicklung unter Design for Lean Six Sigma nach dem DMADV-Zyklus (Define, Measure, Analyze, Design, Verify)
5.5. Diskussion über die Uneinigkeiten in der Methodenanwendung am Beispiel des Quality Function Deployment in der Produktentwicklung
5.6. Kritische Betrachtung der Projektabläufe unter Lean Six Sigma
6. Vorstellung ausgewählter Instrumente von Lean Six Sigma
6.1. SIPOC- und Wertstromdiagramm (Supplier, Input, Process, Output, Customer)
6.2. 5S-Methode (seiri, seiton, seiso, seiketsu, shitsuke)
6.3. Kanban-System
6.4. Prozessfähigkeitsanalyse, Qualitätsregelkarten und statistische Prozessregelung
7. Fazit
Die vorliegende Arbeit verfolgt das Ziel, eine kritische Aufarbeitung der Ziele, Konzepte und Instrumente von Lean Six Sigma (LSS) durchzuführen, um zu prüfen, inwieweit ein Zusammenschluss der Methoden sinnvoll ist und ob diese das in der Praxis häufig angepriesene „Allheilmittel“ für Unternehmen darstellen.
2.1. Lean Thinking
Das Lean Thinking (LT) bildet den Ausgangspunkt von allen Lean Aktivitäten im Unternehmen, wobei dem japanischen Wort Muda, welches in das Deutsche mit ‚Verschwendung‘ übersetz werden kann, eine große Bedeutung zukommt. Muda bezieht sich vor allem auf Aktivitäten im Unternehmen die Ressourcen verbrauchen, aber keinen zusätzlichen Wert für den Kunden generieren. Nach dem Toyota-Produktionssystem (TPS), welches den Ursprung des Lean Managements darstellt, wird in sieben verschiedene Verschwendungskategorien unterschieden:
1. Überproduktion, welche zum gegenwertigen Zeitpunkt und für die nächsten Prozessschritte noch nicht benötigt wird. Diese Art der Verschwendung wird als die schwerwiegendste in der Lean Philosophie betrachtet, da Verbesserungsmöglichkeiten verdeckt und andere Verschwendungen generiert werden (z.B. zusätzliche Bestände, Raum- und Personalbedarf).
2. Durch Wartezeiten auf Personal, Material, Maschinen, Informationen oder Messungen entsteht Leerlauf, welcher unnötige Kosten verursacht.
3. Transportzeiten, in Form von unnötigen Materialbewegungen, werden zumeist verursacht, durch eine ineffiziente Anordnung von Maschinen und Produktionsstätten (häufig bei Werkstattfertigung), ineffektive Zwischenlagerung von Materialien sowie doppelte Handhabungen.
4. Erhöhter Bestand entsteht, durch die Lagerung von Fertig-, Zwischenerzeugnissen und Materialien, welche über die erforderliche Menge aus Kundensicht hinausgeht.
1. Einleitung: Diese Einleitung führt in die Problemstellung der globalisierten Märkte ein und definiert die Leitfragen zur kritischen Untersuchung der Methodenkombination Lean Six Sigma.
2. Einführung in das Lean Management: Es werden die theoretischen Grundlagen des Lean Managements, insbesondere Lean Thinking und Lean Product Development, dargelegt sowie die Verschwendungskategorien erläutert.
3. Einführung in Six Sigma: Dieses Kapitel beschreibt das statistische Qualitätsziel von Six Sigma sowie die auf Projekten basierende Vorgehensweise unter Verwendung des DMAIC- und DMADV-Zyklus.
4. Lean Six Sigma: Hier wird die Synergie beider Ansätze, die organisatorische Struktur der verschiedenen Belt-Level sowie die methodische Einordnung in das Gesamtkonzept LSS analysiert.
5. Lean Six Sigma Projekte: Dieses Kapitel detailliert die verschiedenen Projektabläufe unter LSS und diskutiert die Herausforderungen bei der Integration von Lean-Methoden in Six-Sigma-Zyklen.
6. Vorstellung ausgewählter Instrumente von Lean Six Sigma: Es erfolgt eine praxisorientierte Darstellung von Werkzeugen wie dem SIPOC-Diagramm, 5S, Kanban und der Prozessfähigkeitsanalyse als statistische Grundlage.
7. Fazit: Das Fazit wertet die gewonnenen Erkenntnisse aus und beantwortet die initialen Leitfragen zur Eignung und Sinnhaftigkeit des LSS-Ansatzes.
Lean Six Sigma, Lean Management, Six Sigma, DMAIC, DMADV, Prozessoptimierung, Qualitätsmanagement, Verschwendung, Wertstrom, Prozessfähigkeit, 5S, Kanban, Projektmanagement, Produktentwicklung, statistische Prozessregelung
Die Arbeit befasst sich mit der kritischen Analyse der Kombination von Lean Management und Six Sigma zu dem Konzept Lean Six Sigma (LSS) unter Berücksichtigung von Zielen, Konzepten und Instrumenten.
Zentrale Themen sind die theoretischen Grundlagen von Lean und Six Sigma, die Synergien beider Konzepte, die Projektabläufe (DMAIC/DMADV), das Belt-System zur Organisation sowie spezifische Werkzeuge wie 5S, Kanban und statistische Prozesskontrolle.
Das primäre Ziel ist die kritische Hinterfragung, ob der Zusammenschluss von Lean Management und Six Sigma sinnvoll ist und ob LSS das in der Beratung oft angepriesene „Allheilmittel“ für Unternehmen darstellt.
Es handelt sich um eine literaturgestützte, kritische Aufarbeitung und Analyse von Managementkonzepten, ergänzt um Vergleiche und Diskussionen der praktischen Anwendbarkeit in verschiedenen Unternehmenskontexten.
Der Hauptteil gliedert sich in die isolierte Betrachtung von Lean und Six Sigma, die Analyse ihrer Kombination (LSS), die detaillierte Untersuchung der Projektabläufe für Verbesserung und Entwicklung sowie die Vorstellung und kritische Bewertung spezifischer Instrumente.
Die Arbeit lässt sich durch Begriffe wie Lean Six Sigma, Prozessoptimierung, DMAIC-Zyklus, Wertstromanalyse, Qualitätsmanagement und statistische Prozesskontrolle charakterisieren.
Der Blitz-DMAIC-Zyklus ist relevant, da er durch das bewusste Auslassen komplexer statistischer Analysen den Projektaufwand reduziert, jedoch im Gegenzug das Risiko birgt, dass tiefere Prozessverbesserungen oder Ursachen unerkannt bleiben.
Belts wie Green, Black und Master Black Belt dienen der klaren Zuweisung von Verantwortlichkeiten und der Sicherstellung der notwendigen Expertise für die systematische Durchführung von Six-Sigma-Projekten.
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