Bachelorarbeit, 2018
49 Seiten, Note: 2,7
1 Einleitung
2 Migranten in Deutschland
3 Rechtslage von Geflüchteten aus Nicht-EU-Staaten
3.1 Asylrecht in Deutschland
3.1.1 Aufenthaltsstatus
3.2 Sozialleistungen für Migranten
3.3 Verteilung auf Bundesländer und Aufnahmeeinrichtungen
3.4 weitere relevante Gesetze
4 Wohnraumversorgung von Geflüchteten
4.1 Tatsächlich zur Verfügung stehender bezahlbarer Wohnraum
4.2 spezielle Problematiken von Geflüchteten
4.3 Lösungsansätze
4.3.1 Verteilung auf die Bundesländer
4.3.2 Möglichkeiten der Politik
4.3.3 Nutzung vorhandener Räume
4.3.4 Neubauten
5 Aufgaben und Möglichkeiten der Sozialen Arbeit
5.1 Interkulturelle Öffnung der Sozialen Arbeit
5.2 Förderung der Integration
5.3 Umzugsmanagement
5.4 Wohnungslosenhilfe
6 Resümée
Diese Bachelor-Thesis untersucht die Wohnraumsituation von Geflüchteten aus Nicht-EU-Staaten in Deutschland. Ziel ist es, den vermeintlichen Wohnungsmangel zu hinterfragen, mögliche Lösungsansätze für die Wohnraumversorgung aufzuzeigen und die spezifische Rolle sowie Unterstützungsmöglichkeiten der Sozialen Arbeit in diesem Prozess zu analysieren.
4.2 spezielle Problematiken von Geflüchteten
„Geflüchtete stehen einem für sie undurchschaubaren System von neuen Normen, Regelungen und Verhaltensgrundsätzen gegenüber, welches sie zunächst verunsichert und zu Orientierungslosigkeit führt.“ (Beetz, Heintze 2018, S. 195). Bereits die Wohnungssuche an sich kann sie daher überfordern, nicht zuletzt aufgrund mangelnder Sprachkenntnisse. Aus diesem Grund sind viele Geflüchtete auf Unterstützung bei der Wohnraumversorgung angewiesen (vgl. Kap. 5), auch, um die nachfolgend erläuterten Problematiken nichtig zu machen.
Die durchschnittliche Haushaltsgröße Geflüchteter liegt je nach Quelle zwischen zwei und sechs Personen, ist im Vergleich zu deutschen Haushalten aber auf jeden Fall überdurchschnittlich. (Braun, Baba 2016, S.2; Fuhrhop 2017, S.86; BAG W 2013, S. 5).
Auch wenn angenommen wird, dass Geflüchtete mit einer geringen Grundfläche des Wohnraums zufrieden wären (Braun, Baba 2016, S.2), benötigt Wohnraum nach deutschem Recht eine bestimmte Wohnfläche je Bewohner_in. Geregelt ist diese in den Wohnungsaufsichtsgesetzen (WAG) der einzelnen Bundesländer. In Nordrhein-Westfalen steht Mietern „eine Wohnfläche von mindestens 9 m², für jedes Kind bis sechs Jahren eine Wohnfläche von mindestens 6 m²“ (§9 WAG NRW) zu.
1 Einleitung: Diese Einleitung führt in die Problematik der Unterbringung Geflüchteter nach der Ankunft in Deutschland ein und formuliert das Ziel der Arbeit, die Rolle der Sozialen Arbeit bei der Wohnraumversorgung zu untersuchen.
2 Migranten in Deutschland: Das Kapitel definiert den Begriff Migrant und beleuchtet die historische Entwicklung sowie aktuelle Trends der Zuwanderung nach Deutschland.
3 Rechtslage von Geflüchteten aus Nicht-EU-Staaten: Hier werden die gesetzlichen Grundlagen des Asylrechts, der Aufenthaltsstatus, die Sozialleistungen sowie die Verteilung der Menschen auf die Bundesländer detailliert dargelegt.
4 Wohnraumversorgung von Geflüchteten: Dieses Kapitel analysiert die Verfügbarkeit von bezahlbarem Wohnraum, beschreibt die speziellen Probleme der Betroffenen bei der Wohnungssuche und stellt verschiedene Lösungsansätze wie politische Maßnahmen, Umnutzung von Räumen und Neubaukonzepte vor.
5 Aufgaben und Möglichkeiten der Sozialen Arbeit: Hier stehen die Handlungsfelder der Sozialen Arbeit im Fokus, insbesondere die interkulturelle Öffnung, die Integrationsförderung, das Umzugsmanagement und die Wohnungslosenhilfe.
6 Resümée: Das abschließende Kapitel fasst die Ergebnisse zusammen und betont die langfristige Bedeutung einer aktiven Gestaltung der Wohnraumversorgung durch die Soziale Arbeit trotz der komplexen politischen und ökonomischen Herausforderungen.
Wohnraumversorgung, Geflüchtete, Soziale Arbeit, Asylrecht, Integration, Wohnungslosigkeit, Umzugsmanagement, Sozialleistungen, Wohnungsmarkt, Unterbringung, Migrationspolitik, Rechtslage, NRW, Wohnungsaufsichtsgesetz, interkulturelle Öffnung
Die Arbeit befasst sich mit der Situation der Wohnraumversorgung von Geflüchteten aus Nicht-EU-Staaten in Deutschland und der damit verbundenen Rolle der Sozialen Arbeit.
Zentrale Themen sind die rechtlichen Rahmenbedingungen für Geflüchtete, die Herausforderungen auf dem angespannten deutschen Wohnungsmarkt sowie verschiedene Lösungsansätze für die Unterbringung.
Das Ziel ist es, den tatsächlichen Bedarf und die vermeintliche Wohnungsnot zu untersuchen sowie aufzuzeigen, wie die Soziale Arbeit konkret Unterstützung bei der Wohnraumversorgung leisten kann.
Die Arbeit basiert auf einer fundierten Literatur- und Gesetzesanalyse sowie der Auswertung aktueller Statistiken und Berichte zur Migrations- und Wohnungsmarktsituation.
Der Hauptteil gliedert sich in die Analyse der Rechtslage, die Darstellung der Wohnraumversorgungsproblematiken und die Erarbeitung von Lösungsstrategien sowie der sozialarbeiterischen Aufgabenfelder.
Wohnraumversorgung, Geflüchtete, Soziale Arbeit, Integration, Wohnungsmarkt und Umzugsmanagement sind die zentralen Schlagworte.
Die Wohnungslosenhilfe fungiert als Handlungsfeld, das insbesondere bei drohendem oder eingetretenem Wohnungsverlust präventive und intervenierende Unterstützung bietet, wobei sie für statuslose Geflüchtete oft die einzige niedrigschwellige Anlaufstelle ist.
Das Umzugsmanagement ist ein ganzheitliches Konzept, das Geflüchtete gezielt beim Übergang aus der Sammelunterkunft in den eigenen Wohnraum vorbereitet, unterstützt und auch in der ersten Zeit danach begleitet.
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