Fachbuch, 2019
124 Seiten
1 Einleitung
1.1 Literatur und Forschungsstand
1.2 Methodisches Vorgehen
2 Problemdarstellung
2.1 Demografische Entwicklung
2.2 Fachkräftehäftemangel
3 Entlastungspotenzial durch ausländische Fachkräfte
3.1 Der Beitrag von Ausländern zum deutschen Staatshaushalt
3.2 Alternativen zur Rekrutierung von ausländischen Fachkräften
4 Ziele im Zusammenhang mit dem Zuzug von qualifizierten Fachkräften
5 Zuwanderung von Fachkräften in Vergleichsstaaten
5.1 Kanada
5.2 Australien
5.3 Dänemark
5.4 Deutschland
5.5 Zusammenfassung des Ländervergleichs
5.6 Fachkräftezuwanderung im Vergleich
6 Handlungsfelder
6.1 Politisches Statement: Zentrale Einwanderungsbehörde
6.2 Steigerung der Attraktivität als Einwanderungsland
6.3 Wettbewerbssicherheit durch aktives Rekrutierungsmanagement
7 Fazit
Die vorliegende Arbeit untersucht die Handlungsfelder von Politik, Gesellschaft und öffentlicher Verwaltung bei der Steuerung des Zuzugs qualifizierter Fachkräfte nach Deutschland, um Strategien für eine zukunftsfähige und wettbewerbsfähige Zuwanderungspolitik abzuleiten.
3.1 Der Beitrag von Ausländern zum deutschen Staatshaushalt
Bonin zeichnet ein Szenario der Zuwanderung 200.000 Hochqualifizierter nach Deutschland und berechnet, dass sich dadurch eine fiskalische Entlastung in Höhe von 1.062 Euro pro Kopf erzielen ließe (s. Abbildung 6). Dieses Szenario stellt allenfalls ein „best-case“-Szenario dar, erscheint jedoch angesichts des derzeitigen „Brain Drains“ in Deutschland unrealistisch. Unter einem Brain Drain ist in Abgrenzung zum „Brain Gain“ ein Nettoverlust an qualifizierten und hochqualifizierten Arbeitskräften durch Zuwanderung zu verstehen.
Die Qualifikationsstruktur der Neuzuwanderer hat sich jedoch positiv entwickelt. Der Anteil der Hochschulabsolventen unter den Neuzuwanderern war im Jahr 2013 deutlich höher als in der Bevölkerung ohne Migrationshintergrund. Auf Grund der nicht steuerbaren Zuwanderung in Folge von Fluchtursachen wurde der Trend zu einer höheren Qualifikation unterbrochen. Es ist aber nach Brücker davon auszugehen, dass die Qualifikation der Neuzuwanderer weiter ansteigen wird, wenn die Nettozuwanderung auf ein durchschnittliches Niveau von etwa 200.000 Personen sinkt.
Jedenfalls als bewiesen gilt, dass Migration positive Arbeitsmarkteffekte bewirkt. Unter diesem Gesichtspunkt hat eine humankapital- und arbeitsmarktorientierte Zuwanderungspolitik das Potenzial, eine fiskalische Entlastung zu bewirken. Dabei kommt es auf die Zuwanderungs- und Qualifikationsstruktur an.
1 Einleitung: Einführung in die Thematik der Erwerbszuwanderung nach Deutschland und Darlegung des methodischen Vorgehens der Arbeit.
2 Problemdarstellung: Analyse der demografischen Entwicklung und des Fachkräftemangels als zentrale Herausforderungen für Deutschland.
3 Entlastungspotenzial durch ausländische Fachkräfte: Untersuchung des fiskalischen Beitrags von Zuwanderern sowie alternativer Maßnahmen zur Fachkräftesicherung.
4 Ziele im Zusammenhang mit dem Zuzug von qualifizierten Fachkräften: Darstellung der zentralen Ziele, darunter die Besetzung offener Stellen und die Stärkung von Wirtschaft und Haushalt.
5 Zuwanderung von Fachkräften in Vergleichsstaaten: Vergleichende Analyse der Zuwanderungssteuerung in Kanada, Australien, Dänemark und Deutschland.
6 Handlungsfelder: Herleitung konkreter politischer und administrativer Handlungsfelder zur effizienten Steuerung der Zuwanderung.
7 Fazit: Zusammenfassende Bewertung und Ausblick auf die notwendige strategische Neuausrichtung der Zuwanderungspolitik.
Erwerbszuwanderung, Fachkräftemangel, demografischer Wandel, Zuwanderungssteuerung, Punktesystem, Arbeitsmarktintegration, Humankapital, Einwanderungsland, Qualifikationsstruktur, Rekrutierungsmanagement, E-Government, Migrationspolitik, Verwaltungsmodernisierung, Fachkräftesicherung.
Die Arbeit befasst sich mit der Steuerung der Zuwanderung qualifizierter Fachkräfte nach Deutschland und analysiert, welche Handlungsfelder für Politik, Gesellschaft und Verwaltung bestehen, um dem Fachkräftemangel effektiv zu begegnen.
Zentrale Themen sind die demografische Entwicklung, der Fachkräftemangel, die Fiskalwirkungen von Zuwanderung, internationale Vergleichsmodelle sowie Strategien für eine erfolgreiche Zuwanderungssteuerung und -marketing.
Das Ziel ist die Beantwortung der Forschungsfrage, wie die Zuwanderungssteuerung in Vergleichsstaaten ausgestaltet ist, ob diese Ansätze auf Deutschland übertragbar sind und welche konkreten Maßnahmen für die deutsche Politik und Verwaltung daraus abgeleitet werden können.
Die Arbeit basiert auf einer fundierten Literatur- und Dokumentenanalyse, ergänzt durch einen internationalen Vergleich von Einwanderungssystemen, um Handlungsfelder interdisziplinär zu begründen.
Im Hauptteil werden zunächst die Problemlage (Demografie, Mangelberufe), dann das Potenzial ausländischer Fachkräfte sowie internationale Best-Practice-Beispiele (Kanada, Australien, Dänemark) detailliert analysiert und schließlich Handlungsempfehlungen formuliert.
Zu den prägenden Begriffen zählen Fachkräftesicherung, demografischer Wandel, Erwerbszuwanderung, Punktesysteme und die Notwendigkeit einer zentralen Einwanderungsbehörde.
Kanada dient aufgrund seines langjährigen, erfolgreichen und punktebasierten Auswahlverfahrens als Modell für eine systematische, angebotsorientierte Zuwanderungssteuerung.
Das E-Government wird als ein wesentliches Instrument für die Verwaltungsmodernisierung und Verfahrensoptimierung identifiziert, um die Attraktivität Deutschlands für ausländische Fachkräfte durch Transparenz und Effizienz zu steigern.
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