Bachelorarbeit, 2015
31 Seiten, Note: Sehr Gut
1 EINLEITUNG
1.1 Problemstellung
1.2 Methodische Vorgangsweise und Aufbau der Arbeit
2 THEORETISCHE ERÖRTERUNG
2.1 Was ist Pfadabhängigkeit und wie entsteht sie?
2.2 Die Pfadabhängigkeit
2.2.1 Organisationale Pfadabhängigkeit versus Technologische Pfadabhängigkeit
2.2.2 Das Handeln der Akteure
2.3 Der Pfadabhängigkeitsprozess
2.3.1 Der Lock-IN
2.3.2 Pfadabhängigkeit ist nicht gleich ineffizient
2.3.3 Der permanente Pfadabhängigkeitsprozess
2.4 Pfadbruch
2.4.1 Interventionen und Voraussetzung für Pfadbruch
2.4.2 Von Pfadbruch zur Pfadkreation
3 VON FISCHER ZU FACC!
3.1 Geschichtliche Entwicklung von Fischer 1957-1986
3.2 Theoretische Erörterung Fischer
3.2.1 Ein Weg zum Pfadbruch!
3.3 Ein erfolgreicher Pfadbruch - Ergebnisse!
3.4 Fazit
4 FACC - DAS UNTERNEHMEN
4.1 FACC - Indizien einer Pfadabhängigkeit!
4.2 Ergebnisse - FACC
5 ZUSAMMENFASSUNG
6 LITERATURVERZEICHNIS
Die Arbeit untersucht, wie Unternehmen erfolgreich aus Pfadabhängigkeiten ausbrechen und neue Pfade kreieren können. Dabei wird analysiert, welche Faktoren – insbesondere das Zusammenspiel von Umweltbedingungen, organisationalen Ressourcen und individuellen Akteuren – den Pfadbruch ermöglichen. Zentral ist der Vergleich der Unternehmen Fischer und FACC, um Herausforderungen und Ähnlichkeiten bei der Bewältigung von Veränderungsresistenzen aufzuzeigen.
Innovative Technologien und Dynamic Capabilities erleichtern den Pfadbruch!
Die permanente Weiterentwicklung der angewandten Verbundtechnologie öffnete für Fa. Fischer zusätzliche Anwendungsgebiete am Markt. Es können hier zwei zentrale organisationale Eigenschaften identifiziert werden die zu zusätzlichen Handlungsoptionen führen bzw. einen totalen Lock-In Status verhindern können. Zum einen kann hier die organisationale Kompetenz erkannt werden, bestehendes Wissen kontinuierlich weiter zu entwickeln. Und zum Zweiten, die Befähigung die erneuerte Wissensbasis, in diesem Falle neuartige Technologien, in ökonomisch sinnvolle organisationale Handlungen zu transformieren (Dynamic Capabilities). Also Chancen und neue Anwendungsmöglichkeiten in einer dynamischen Umwelt zu erkennen und auch wahrzunehmen (vgl. Iansiti, M./Clark, K.B. (1994), S 563).
"Dynamic Capability is the capacity of an organization to consistently nurture, adapt, and regenerate its knowledge base, and to develop and retain the organizational capabilities that translate that knowledge base into useful actions." (Iansiti, M./Clark, K.B. (1994), S 563).
Aufgrund der erfolgreichen Umsetzung der Verbundtechnologie auf andere Produktarten (Tennisschläger, Langlauf) kann folglich von einer hohen "Dynamic Capability" ausgegangen werden.
1 EINLEITUNG: Definiert die Problemstellung zwischen organisationaler Stabilität und Flexibilität sowie die Forschungsfragen zur Pfadabhängigkeit am Beispiel von Fischer und FACC.
2 THEORETISCHE ERÖRTERUNG: Bietet einen Überblick über die Pfadabhängigkeitstheorie, Phasenmodelle und die Möglichkeiten des Pfadbruchs sowie der Pfadkreation.
3 VON FISCHER ZU FACC!: Analysiert die historische Entwicklung der Firma Fischer und die Faktoren, die einen erfolgreichen Pfadbruch und die Entstehung der FACC ermöglichten.
4 FACC - DAS UNTERNEHMEN: Untersucht das Tochterunternehmen FACC auf Indizien für Pfadabhängigkeit und vergleicht dessen Entwicklung mit der des Mutterkonzerns.
5 ZUSAMMENFASSUNG: Führt die zentralen Erkenntnisse über das Zusammenspiel von Umwelt, Organisation und individuellen Akteuren für einen erfolgreichen Pfadbruch zusammen.
Pfadabhängigkeit, Pfadbruch, Pfadkreation, Lock-In, Dynamic Capabilities, Organisation, Veränderungsresistenz, Fischer, FACC, Luftfahrtindustrie, Innovationsmanagement, Wettbewerbsfähigkeit, Strategie, Unternehmensentwicklung, Exogene Schocks
Die Arbeit befasst sich mit der Theorie der Pfadabhängigkeit in Organisationen und analysiert, wie Firmen durch Pfadbruch und Pfadkreation ihre Wettbewerbsfähigkeit sichern können.
Zu den zentralen Themen gehören die theoretischen Grundlagen der Pfadabhängigkeit, die Rolle von Akteuren im Wandel, der Einfluss externer Umweltfaktoren und die Bedeutung struktureller Anpassungen.
Das Ziel ist es, Faktoren zu identifizieren, die bei den Unternehmen Fischer und FACC ein erfolgreiches Aufbrechen von Pfaden ermöglicht haben, und diese Herausforderungen wissenschaftlich zu durchleuchten.
Die Bachelorarbeit basiert auf einer umfassenden Literaturrecherche sowie einer historischen Analyse und dem Vergleich der Unternehmensgeschichten von Fischer und FACC.
Der Hauptteil gliedert sich in eine theoretische Aufarbeitung des Pfadabhängigkeitsprozesses und eine praktische Anwendung auf die Firmengeschichte von Fischer sowie das Tochterunternehmen FACC.
Wichtige Begriffe sind Pfadabhängigkeit, Pfadbruch, Lock-In, Dynamic Capabilities sowie die spezifischen Bedingungen der Luftfahrt- und Sportartikelbranche.
KODAK dient als Fallbeispiel für eine Organisation, die in einem technologischen Pfadabhängigkeitsprozess gefangen blieb, da sie trotz technologischer Marktveränderungen an alten Routinen festhielt.
Während Fischer durch einen visionären Akteur und externes Krisenmanagement den Pfad wechseln konnte, ist FACC mit höheren Produktionskosten und einer starken Abhängigkeit von Auftraggebern konfrontiert, was den Pfadbruch schwieriger gestaltet.
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