Diplomarbeit, 2019
15 Seiten, Note: 1,0
Medien / Kommunikation - Multimedia, Internet, neue Technologien
1. Einleitung
2. Theoretische Grundlagen
2.1. Auswirkungen des Singens im Vorschulalter auf die kindliche Entwicklung
2.2. Auswirkungen der Nutzung digitaler Medien im Vorschulalter auf die kindliche Entwicklung
2.3. Auswirkungen elterlicher und institutioneller Art der digitalen Medien- und Musikerziehung auf die Entwicklung der Kindersingstimme
3. Wege der Musikalisierung von Vorschulkindern
3.1. Musikalisierung durch Singen und Musizieren
3.2. Musikalisierung durch Hören und Mitsingen im Rahmen digitaler Mediennutzung
3.3. Musikalisierung durch die Peergroup
4. Kinderstimme und digitale Medien
4.1. Herausforderungen
4.2. Chancen
5. Fazit
Diese Arbeit untersucht die bisher wissenschaftlich kaum beachteten Auswirkungen der Nutzung digitaler Medien auf die Entwicklung der Kindersingstimme im Vorschulalter. Das Ziel ist es, Zusammenhänge zwischen Medienkonsum und musikalischer Entwicklung zu analysieren, um herauszufinden, ob und wie digitale Angebote Teil einer altersgerechten Musikalisierung sein können.
3.3. Musikalisierung durch die Peergroup
Nach Haug-Schnabel/Bensel werden Freundschaften für Kinder ab drei Jahren zunehmend wichtiger und damit nimmt auch der Einfluss der Kinder aufeinander zu. Das betrifft auch die Bildung musikalischer Vorlieben und damit den Musikalisierungsprozess.
In diesem Alter spielen laut Stiftung Medienpädagogik Bayern Helden als Identifikationsfiguren für eigene Verhaltensweisen eine Rolle (vgl. 4.2.). Deshalb haben Titelmelodien von Serienhelden wie Feuerwehrmann Sam oder Paw Patrol unter den Kindern hohes Ansehen.
Folglich hängt die Art der Musikalisierung in Bezug auf die Besonderheiten der Kinderstimme von der Qualität dieser Musikinhalte ab (vgl. 2.1.). Das gilt in Konsequenz auch für z. B. Popmusik oder Fan-Melodien, die Kinder von zuhause in ihre Peergroup übertragen.
1. Einleitung: Die Arbeit thematisiert die Lücke in der wissenschaftlichen Forschung bezüglich des Einflusses digitaler Medien auf die Entwicklung der Kindersingstimme und definiert den Untersuchungsrahmen auf das Vorschulalter.
2. Theoretische Grundlagen: Dieses Kapitel erläutert die positiven Effekte des Singens auf die kindliche Entwicklung sowie die physiologischen Voraussetzungen der Kindersingstimme und analysiert die Rolle digitaler Medien in der Erziehung.
3. Wege der Musikalisierung von Vorschulkindern: Es werden verschiedene Einflussfaktoren auf die musikalische Entwicklung untersucht, insbesondere das eigene Singen, der mediale Konsum und der wachsende Einfluss der Peergroup.
4. Kinderstimme und digitale Medien: Die Autorin beleuchtet hier die Spannungsfelder zwischen den Herausforderungen durch inadäquate Medieninhalte und den Chancen, die eine begleitete, spielerische Mediennutzung bietet.
5. Fazit: Die Arbeit schließt mit der Erkenntnis, dass digitale Medien bei bewusster Begleitung durch Erwachsene als co-kreative Quelle zur Förderung der musikalischen Persönlichkeit von Kindern beitragen können.
Kindersingstimme, Vorschulalter, digitale Medien, Musikalisierung, Medienkompetenz, Kindesentwicklung, Musikerziehung, Medienerziehung, Identifikationsfiguren, Peergroup, Stimmbildung, Medienkonsum, frühkindliche Bildung.
Die Arbeit untersucht den Einfluss, den die Nutzung digitaler Medien auf die stimmliche Entwicklung von Kindern im Vorschulalter hat.
Zentrale Themen sind die vorschulische Musikerziehung, die physiologischen Besonderheiten der Kinderstimme und die Rolle digitaler Medien als moderne Lernumgebung.
Das Ziel ist es, aufzuzeigen, ob digitale Medien die kindliche Stimmbildung negativ beeinflussen oder bei bewusster Nutzung sinnvoll unterstützen können.
Es handelt sich um eine theoretische Abhandlung, die wissenschaftlich anerkannte Quellen, empirische Studien und medienpädagogische Erkenntnisse auswertet und in Relation setzt.
Der Hauptteil analysiert die theoretischen Grundlagen des Singens, verschiedene Wege der Musikalisierung sowie die Chancen und Herausforderungen der Mediennutzung im Familien- und Institutionskontext.
Die Arbeit lässt sich am besten mit Begriffen wie Kindersingstimme, Musikalisierung, digitale Medien, Medienkompetenz und frühkindliche Entwicklung beschreiben.
Laut der Bundeszentrale für gesundheitliche Aufklärung (BZgA) ist dies eine prägende Phase, in der Kinder beginnen, Bildschirmmedien zu nutzen und Realität von Fiktion zu unterscheiden.
Serienhelden dienen als Identifikationsfiguren; ihre Titelmelodien prägen die musikalischen Vorlieben der Kinder, was den Musikalisierungsprozess maßgeblich beeinflussen kann.
Es wird eine bewusste Medienerziehung gefordert, bei der Erwachsene als kompetente Mittler zwischen dem Kind und der digitalen Welt agieren.
Digitale Medien sollten nicht pauschal abgelehnt, sondern als co-kreative Werkzeuge unter pädagogischer Begleitung in den Alltag integriert werden.
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