Diplomarbeit, 2003
71 Seiten, Note: Sehr gut
Vorwort
1 Einleitung
2 Fragebogen
3 Computer-Einsatz im Mathematikunterricht der Sonderschule
3.1 Mathematik in der Sonderschule
3.2 Lehrplan
3.3 Formen des Computereinsatzes
3.4 Einsatzmöglichkeiten des Computers im sonderpädagogischen Bereich
3.5 Didaktik des Computereinsatzes
3.5.1 Unterrichtsspezifische Einsatzbereiche
3.5.2 Organisationsformen
4 Edutainment und Sonderpädagogik
4.1 Lernsoftware
4.1.1 Lernsoftwaretypen
4.1.2 Edutainment - Pro und Contra
4.2 Lernsoftware im Unterricht
4.2.1 Mathematik-Lernsoftware im Test
4.2.2 Software im sonderpädagogischen Einsatz
4.3 Bewährt sich diese Lernsoftware?
4.3.1 Mathe LÜK 1x1
4.3.2 Lernpaket Alfons Mathematik Schulstufe 3
4.3.3 Mathe-Clic bis 100, mit 1x1
4.3.4 Software und Unterrichtsbeispiele
4.3.5 KON-ZEN: Bericht von Mag. Linda Deisenhammer
4.4 Unterrichtsvorschläge unter Einbeziehung von Lernsoftware
5 Nutzung des Internets im Mathematikunterricht
5.1 Grundlagen
5.1.1 Vor- und Nachteile der Internetnutzung im Unterricht
5.1.2 Internetnutzung und Vorerfahrungen
5.1.3 Step-by-Step ins Internet
5.1.4 Einsatz im Unterricht
5.2 Unterrichtsvorschläge unter Einbeziehung des Internets
5.2.1 Mathematik-Themen im Internet
5.2.2 Bewertungskriterien
5.2.3 Untersuchung von mathematischen Internetseiten und Online-Spielen
6 Von der Erarbeitung des Themas bis zur Computernutzung am Beispiel des 1x1
6.1 Vorbereitungsphase
6.2 Erarbeitungsphase
6.3 Übungsphase
7 Sammlung interessanter Links
8 Zusammenfassung und Ausblick
Die Diplomarbeit untersucht die Möglichkeiten und den pädagogischen Nutzen des Einsatzes von Computern, Lernsoftware und Internet im Mathematikunterricht der Sonderschule. Ziel ist es, prinzipielle methodisch-didaktische Hinweise zu erarbeiten und den Weg von der Erarbeitung mathematischer Themen bis zur praktischen Anwendung am Computer aufzuzeigen.
3.1 Mathematik in der Sonderschule
Immer mehr Schüler kommen mit Computer-Vorerfahrungen in die Schule. Viele probieren am Computer zu Hause Spiele aus und sind daher schon richtige „Experten“. Das Spektrum der Vorerfahrungen reicht von „keinen Kenntnissen“ bis „Dauerinternetsurfer“. Der Schulcomputer dient im Gegensatz dazu als Hilfs- und Arbeitsmittel, der gleichzusetzen ist mit anderen Unterrichtsmitteln. Die Schüler führen in unterschiedlichen Programmen Rechnungen durch. Der Computer als ein elektronisches Werkzeug bietet vielfältige Möglichkeiten. Er kann keineswegs die Erarbeitung eines Themas ersetzen, sondern wird hauptsächlich zum Üben und Trainieren des bereits gelernten kognitiven Bereiches eingesetzt. Anregende und vor allem altersgemäße Lernsoftware vermittelt grundlegende Kenntnisse zu allen Lehrplanbereichen der Mathematik.
Die Schüler üben mit den Lernprogrammen und erhalten Rückmeldungen über ihre Leistungen. Lernschwache Kinder, welche vorwiegend im allgemeinen Sonderschulbereich zu finden sind, entwickeln Interesse am Rechnen, können ihre Kenntnisse weiterentwickeln, während gleichzeitig der Erwerb von Computerfertigkeiten veranlasst wird. Nebenher werden Entscheidungsfreude, Zielstrebigkeit, Durchhaltevermögen, Kooperationsfähigkeit und Verantwortungsbewusstsein für das Rechnen am Computer gefördert (vgl. Blatt 1999, S. 93ff). Die Schüler gehen die Arbeit am Computer hoch motiviert an, meistens arbeiten sie im Team, ein gemeinsames Gespräch, sozusagen eine Reflexion, schließt gleich an. Das soziale Voneinanderlernen kann als wichtiges Ziel angesehen werden. Es bleibt die Aufgabe des Lehrers, ein entsprechendes individuell abgestimmtes Lernangebot zu finden und bereitzustellen.
Recherchen im Internet werden nach einer Einführung des Lehrers, sprich Anleitung, von den Schülern selbstständig durchgeführt. Der Lehrer als Moderator steht beim selbstorganisierten Lernen und Arbeiten am Computer im Hintergrund und hilft bei Problemen. Selbstverständlich ersetzt der Computer den Lehrer nicht, dieser kann als Hilfsmittel den Unterricht unterstützen. Die Arbeit mit dem Computer erweist sich als neuer Lernweg.
1 Einleitung: Diese Einleitung beleuchtet die zunehmende Relevanz der Computertechnologie im Lebensumfeld von Schülern und den Bedarf für die Schule, moderne Technologien pädagogisch sinnvoll zu integrieren.
2 Fragebogen: In diesem Kapitel werden die Ergebnisse einer Befragung an Wiener Sonderschulen ausgewertet, die Einblicke in den Ist-Zustand des Computereinsatzes und der Nutzung von Lernsoftware sowie Internet im Unterricht gewährt.
3 Computer-Einsatz im Mathematikunterricht der Sonderschule: Hier werden theoretische Grundlagen zur Einbindung des Computers, didaktische Ansätze sowie organisatorische Formen für den Mathematikunterricht in der Sonderschule behandelt.
4 Edutainment und Sonderpädagogik: Dieses Kapitel definiert Lernsoftware, stellt verschiedene Typen vor und bewertet exemplarisch eine Auswahl an Mathematik-Software nach spezifischen Kriterien auf ihre Eignung im sonderpädagogischen Bereich.
5 Nutzung des Internets im Mathematikunterricht: Fokus liegt auf den Vor- und Nachteilen des Interneteinsatzes, notwendigen Vorkenntnissen der Schüler sowie Kriterien zur Bewertung von Internetseiten und Online-Lernspielen.
6 Von der Erarbeitung des Themas bis zur Computernutzung am Beispiel des 1x1: Anhand des Beispiels Einmaleins wird praxisnah diskutiert, wie Computer und Internet in die verschiedenen Phasen (Vorbereitung, Erarbeitung, Übung) des Mathematikunterrichts eingebunden werden können.
7 Sammlung interessanter Links: Eine zusammenfassende Liste an Online-Ressourcen für Lehrer und Schüler, die als Einstiegshilfe für den schulischen Gebrauch dient.
8 Zusammenfassung und Ausblick: Der abschließende Teil reflektiert die Ergebnisse der Arbeit, betont die Notwendigkeit einer individuellen Förderung bei der Mediennutzung und blickt auf die zukünftige Rolle des Computers im pädagogischen Setting.
Sonderpädagogik, Mathematikunterricht, Lernsoftware, Internet, Edutainment, Grundrechnungsarten, Einmaleins, Computer-Einsatz, Integrationsklasse, Medienkompetenz, Unterrichtsmethoden, Lehrplan, Differenziertes Lernen, Diagnostik, Webportale
Die Arbeit befasst sich mit der Integration von Computern, Lernsoftware und dem Internet im Mathematikunterricht an Sonderschulen, um den Lernprozess zu unterstützen und moderne Medienkompetenz zu vermitteln.
Die zentralen Themen sind der methodisch-didaktische Computereinsatz, die Evaluierung von mathematischer Lernsoftware und die sinnvolle Nutzung des Internets zur Informationsbeschaffung und Übung.
Das primäre Ziel besteht darin, Lehrkräften Orientierungshilfe und methodische Anregungen zu geben, wie sie digitale Medien in den Mathematikunterricht integrieren können, um auf die speziellen Bedürfnisse von Schülern in der Sonderschule einzugehen.
Die Arbeit basiert primär auf einer Literaturanalyse sowie einer eigenen empirischen Erhebung in Form einer Befragung von Wiener Sonderschullehrern mittels Fragebogen.
Der Hauptteil gliedert sich in theoretische Aspekte zum Computereinsatz, die detaillierte Kriterien-Checkliste zur Bewertung von Lernsoftware sowie die methodische Aufarbeitung der Einmaleins-Erarbeitung am Beispiel digitaler Unterstützung.
Sonderpädagogik, Mathematikunterricht, Lernsoftware, Internetnutzung, Medienkompetenz, 1x1 und computerunterstütztes Lernen.
Die Autorin stellte fest, dass viele Produkte auf dem Markt stark Deutschland-orientiert oder qualitativ ungleichmäßig sind, weshalb eine sorgfältige Vorauswahl und Prüfung durch den Pädagogen unerlässlich ist.
Sie fungierte als Praxispartnerin, die die Software KON-ZEN mit einem schwerstbehinderten Integrationskind testete und den positiven Lernfortschritt in einem Bericht dokumentierte.
Die Autorin sieht den Computer als wertvolles Hilfsmittel und Ergänzung, lehnt die Vorstellung, dass der Lehrer in absehbarer Zeit vollständig durch Technik ersetzt werden könnte, jedoch ab und betont die Bedeutung des pädagogischen Beziehungsgefüges.
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