Bachelorarbeit, 2017
38 Seiten, Note: 1.9
1. Vorwort
2. Sanktionen
2.1 Begriffsbestimmung und Typologie
2.1.1 Entstehung und Verbreitung von Sanktionen
2.1.2 Positive und negative Sanktionen
2.2.3 Das klassische Modell (Makro-Modell)
2.2.4 Das interessenpluralistische Modell (Mikro-Modell)
2.2 Zum Stand der Forschung
2.3 Hypothesenbildung
3. Iran und der Atomwaffensperrvertrag
3.1 Auf dem Weg zu einer atombombenfreien Welt
3.1.1 Von der Bombe zum Nichtverbreitungsvertrag
3.1.2 Kritik am Vertrag und dessen Umsetzung
3.2 Chronologie des Irankonflikts
3.3 Internationale Sanktionen
3.4 Die Effektivität von Sanktionen
4. Fallanalyse und Hypothesenbildung
4.1. Geschlossenheit in der Sanktionsallianz und deren Umsetzung
4.2. Verwundbarkeit des Ziellandes und ökonomische Kosten der sanktionierenden Staaten
4.3 Von der Eingrenzung des Handlungsspielraums zum Regimewechsel
4.4 Leader turnover
4.5 Auswertung der Analyse
5. Fazit
Die Arbeit untersucht die Effektivität von internationalen Sanktionen am Fallbeispiel des Irans und dessen Atomprogramm. Ziel ist es, die Kausalität zwischen Sanktionsmaßnahmen, politischem Verhalten des Ziellandes und einer möglichen Verhaltensänderung durch interne politische Wechsel zu bewerten.
3.1.1 Von der Bombe zum Nichtverbreitungsvertrag
Auf der ganzen Welt gibt es keine andere Waffe, die eine größere Zerstörungskraft besitzt als die Atombombe. Im Gegensatz zu konventionellen Waffen werden drei Wirkungen erzeugt, gegen die der Mensch machtlos ist. Die erste Wirkung einer Atomexplosion ist ein intensiver Lichtblitz. Die Temperaturen erreichen unbeschreibliche Höhen und in einem bestimmten Umkreis wird alles verdampft. Die direkte Hitze entfacht Brände an Gebäuden, Wäldern und schwere Verbrennungen am Menschen. Die zweite Wirkung ist die Druckwelle, die zu 50 Prozent aus der Energie der Atomexplosion freigesetzt wird. Die Schäden werden sowohl durch den Luftüberdruck an der Vorderseite der Druckwelle als auch durch die extrem starken Stürme verursacht. Die so entstandenen Brände dehnen sich mit überhöhter Geschwindigkeit aus und vervielfachen sich. Der Atmosphäre wird Sauerstoff entzogen und die Luft wird mit Rauch, Asche und Verbrennungsgasen kontaminiert. Die dritte Wirkung der Atomexplosion ist die radioaktive Strahlung. Diese kann sowohl unmittelbare wie auch langfristige Folgen verursachen. Die Kurzzeiteffekte bestehen unter anderem in der Fehlfunktion des zentralen Nervensystems, Brechreiz, Übelkeit und Durchfall durch Verletzungen des Magen-Darm-Traktes, lebensbedrohliche Infektionen und unkontrollierte Blutungen durch Fehler in der Produktion neuer Blutzellen. Die Langzeiteffekte manifestieren sich als Fehlbildungen bei neugeborenen Kindern von Müttern, die radioaktiver Strahlung ausgesetzt waren, verschiedenen Arten von Krebs und auch Traumata, verbunden mit psychischer Instabilität und posttraumatischen Stresssyndromen (Atomwaffen A-Z 2013).
1. Vorwort: Das Vorwort führt in die Thematik der Sanktionen ein, erläutert die Relevanz der Untersuchung am Beispiel des Iran und definiert die zentralen Forschungsfragen.
2. Sanktionen: Dieses Kapitel liefert eine theoretische Fundierung über Definitionen, Typologien sowie verschiedene wissenschaftliche Modelle zur Wirksamkeit von Sanktionen.
3. Iran und der Atomwaffensperrvertrag: Das Kapitel bietet eine historische Einordnung des Atomwaffensperrvertrags und eine detaillierte Chronologie des Irankonflikts samt der verhängten internationalen Sanktionen.
4. Fallanalyse und Hypothesenbildung: In diesem Hauptteil werden die zuvor aufgestellten Hypothesen anhand der empirischen Daten zum Iran-Fall systematisch überprüft.
5. Fazit: Das Fazit fasst die Ergebnisse zusammen, bewertet die Effektivität des eingesetzten Instrumentariums und wirft einen Blick auf zukünftige Implikationen.
Iran, Sanktionen, Atomwaffensperrvertrag, Internationale Politik, Atomprogramm, Ölembargo, Nichtverbreitung, Wirtschaftssanktionen, Smart Sanctions, Internationale Sicherheit, Regime, Leader Turnover, IAEO, Verhandlungen, Effektivität
Die Arbeit befasst sich mit der Frage, wie effektiv internationale Sanktionen als außenpolitisches Instrument zur Durchsetzung von Normen sind, am konkreten Beispiel des Irans.
Die zentralen Felder sind die Sanktionstheorie, der Atomwaffensperrvertrag, der chronologische Verlauf des Irankonflikts und die Analyse von Sanktionserfolgen anhand verschiedener Hypothesen.
Das Ziel ist die Abschätzung der Effektivität von Sanktionsinterventionen im Falle des Iran und die Untersuchung der Kausalität zwischen Sanktionen und dem Einlenken des Regimes.
Es wird eine fallstudienbasierte Analyse durchgeführt, in der theoretisch abgeleitete Hypothesen zur Sanktionswirksamkeit empirisch am Beispiel des Irans getestet werden.
Der Hauptteil analysiert die Geschlossenheit der Sanktionsallianz, die Verwundbarkeit des Irans durch wirtschaftliche Maßnahmen, die Eingrenzung des Handlungsspielraums und die Bedeutung von Regierungswechseln.
Die Arbeit zeichnet sich durch Begriffe wie Iran, Sanktionen, Atomwaffensperrvertrag, Ölembargo und Leader Turnover aus.
Das Ölembargo traf die wichtigste Einnahmequelle des Regimes und wirkte sich massiv auf die iranische Wirtschaftskraft aus, was den Druck auf die Regierung in Teheran deutlich erhöhte.
Der Wechsel von einem harten Kurs unter Ahmadinedschad zu einem moderaten Kurs unter Hassan Rohani schuf die notwendigen Bedingungen für neue Verhandlungen, die letztlich zur Aufhebung der Sanktionen führten.
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