Bachelorarbeit, 2018
80 Seiten, Note: 2,0
1 Einleitung
1.1 Problemstellung und Zielsetzung
1.2 Gang der Untersuchung
2 Rechtliche Grundlagen
2.1 Begriff des Vereins
2.2 Notwendige Vereinsorgane
2.2.1 Die Mitgliederversammlung
2.2.2 Der Vorstand
2.3 Satzung und Haftung
3 Gemeinnützigkeit bei Sportvereinen
3.1 Förderung des Sports
3.2 Vorteile und Nachteile der Gemeinnützigkeit
3.3 Selbstlosigkeit, Ausschließlichkeit und Unmittelbarkeit
3.4 Steuerlich unschädliche Betätigungen
3.5 Gebot der zeitnahen Mittelverwendung
3.6 Bildung von Rücklagen
4 Tätigkeitsbereiche der Sportvereine
4.1 Ideeller Bereich
4.2 Vermögensverwaltung
4.3 Zweckbetrieb
4.3.1 Begriffsbestimmung
4.3.2 Steuerbegünstigungen
4.4 Wirtschaftlicher Geschäftsbetrieb
4.4.1 Abgrenzung zu den anderen Tätigkeitsbereichen
4.4.2 Steuerliche Aspekte
4.4.3 Verluste im wirtschaftlichen Geschäftsbetrieb
4.4.4 Besonderheiten bei sportlichen Veranstaltungen
5 Ausgewählte Abgrenzungsprobleme und daraus entwickelte Gestaltungsmöglichkeiten
5.1 Gemischt veranlasste Aufwendungen
5.2 Spielertrainer
5.3 Ablösezahlungen
5.3.1 Anwendung des § 67a Abs. 1 AO
5.3.2 Anwendung des § 67a Abs. 3 AO
6 Fazit
Die Arbeit untersucht die Besteuerung von Sportvereinen mit dem Ziel, Abgrenzungsprobleme zwischen ideeller Tätigkeit, Vermögensverwaltung, Zweckbetrieb und wirtschaftlichem Geschäftsbetrieb zu identifizieren und daraus steuerliche Gestaltungsmöglichkeiten für die Praxis abzuleiten.
5.1 Gemischt veranlasste Aufwendungen
Wie in Kap. 4 ausgeführt, werden Erträge und Aufwendungen dem Tätigkeitsbereich zugeordnet, durch den sie veranlasst wurden. Probleme bei der Zuordnung ergeben sich für Sportvereine aber bei gemischt veranlassten Aufwendungen.
Bis zum Jahr 2015 leitete der BFH ein „Aufteilungsverbot“ für gemischt veranlasste Aufwendungen von Sportvereinen ab (z. B. für notwendige Gemeinkosten, wenn diese sowohl dem Sportbereich als auch dem wirtschaftlichen Geschäftsbetrieb dienten). Waren bspw. Ausgaben vorrangig durch den ideellen Bereich veranlasst, mussten sie grundsätzlich diesem Bereich in vollem Umfang zugeordnet werden. Dieses Prinzip war ebenfalls für den wirtschaftlichen Geschäftsbetrieb anzuwenden. Konnte aus der Gewichtung kein eindeutiges Ergebnis erzielt werden, so waren die Aufwendungen dem ideellen Bereich zuzuordnen.
Mit dem BFH-Urteil vom 15.01.2015 können vorrangig durch den ideellen Bereich veranlasste Aufwendungen, anteilig dem gewerblichen Bereich zugeordnet werden. Voraussetzung dafür ist eine gewerbliche Mitveranlassung. Diese ist nur berücksichtigungsfähig, wenn objektivierbare zeitliche oder quantitative Kriterien für die Abgrenzung der Veranlassungszusammenhänge vorhanden sind. Bei einer untrennbaren Verknüpfung der ideellen und gewerblichen Beweggründe, ist jedoch nur der primäre Veranlassungszusammenhang zu berücksichtigen.
1 Einleitung: Hinführung zur Problematik der Vereinsbesteuerung und Darstellung der Zielsetzung der Bachelorarbeit.
2 Rechtliche Grundlagen: Erläuterung der zivilrechtlichen Basis für Vereine, einschließlich Vereinsbegriff, Organe und Haftungsfragen.
3 Gemeinnützigkeit bei Sportvereinen: Analyse der Voraussetzungen, Vorteile und Pflichten, die mit dem Status der Gemeinnützigkeit verbunden sind.
4 Tätigkeitsbereiche der Sportvereine: Systematische Untersuchung der verschiedenen Einnahme- und Ausgabenbereiche sowie deren steuerlicher Behandlung.
5 Ausgewählte Abgrenzungsprobleme und daraus entwickelte Gestaltungsmöglichkeiten: Fallbezogene Analyse und Lösungsstrategien für spezifische steuerliche Abgrenzungsprobleme.
6 Fazit: Zusammenfassende Reflexion der Ergebnisse und Bedeutung der steuerlichen Gestaltungsmöglichkeiten in der Praxis.
Sportvereine, Gemeinnützigkeit, Abgabenordnung, Zweckbetrieb, Wirtschaftlicher Geschäftsbetrieb, Vermögensverwaltung, Besteuerung, Steuerbegünstigung, Vorsteuer, Spielertrainer, Ablösezahlungen, Gemischt veranlasste Aufwendungen, Körperschaftsteuer, Gewerbesteuer, Umsatzsteuer.
Die Arbeit beschäftigt sich mit den steuerlichen Herausforderungen für Sportvereine, insbesondere der Abgrenzung zwischen gemeinnützigen und wirtschaftlichen Tätigkeitsbereichen.
Zentral sind die Abgrenzung von Tätigkeitsbereichen (Ideeller Bereich, Vermögensverwaltung, Zweckbetrieb, Geschäftsbetrieb) sowie die Auswirkungen auf Ertrag- und Umsatzsteuern.
Ziel ist es, Abgrenzungsprobleme bei Geschäftsvorgängen zu identifizieren und steuerliche Gestaltungsmöglichkeiten aufzuzeigen, um die Steuerlast zu minimieren, ohne die Gemeinnützigkeit zu gefährden.
Es handelt sich um eine rechtsdogmatische Analyse auf Basis aktueller Gesetze, Finanzrechtsprechung (insbesondere BFH) und Kommentarliteratur.
Der Hauptteil gliedert sich in die Darstellung der gesetzlichen Grundlagen der Gemeinnützigkeit, die Analyse der Tätigkeitsbereiche und die detaillierte Untersuchung von Abgrenzungsproblemen.
Die Arbeit ist geprägt durch Begriffe wie Gemeinnützigkeit, Abgabenordnung, steuerpflichtiger wirtschaftlicher Geschäftsbetrieb und steuerliche Gestaltungsmöglichkeiten.
Nach aktueller Rechtsprechung können Aufwendungen, die sowohl dem ideellen als auch dem wirtschaftlichen Bereich dienen, unter bestimmten Kriterien anteilig dem gewerblichen Bereich zugeordnet werden.
Durch eine Aufteilung der Vergütung in Trainer- und Spieleranteil kann unter Umständen der Status als Zweckbetrieb für sportliche Veranstaltungen gewahrt werden, sofern der Spieleranteil die Aufwandspauschale nicht unzulässig übersteigt.
Ablösezahlungen können je nach Einordnung der sportlichen Veranstaltung entweder dem Zweckbetrieb oder dem wirtschaftlichen Geschäftsbetrieb zugeordnet werden, was maßgeblich von der Einhaltung der Zweckbetriebsgrenzen und dem Status des Sportlers abhängt.
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