Examensarbeit, 2006
60 Seiten, Note: 1,5
1 Einleitung
2 Terminologie
2.1 Fest und Feier
2.2 Schulleben
2.3 Fest und Feier als Teil des Schullebens
2.4 Welche Aktivitäten umfasst der Begriff „Schulleben”?
3 Begründung eines pädagogisch gestalteten Schullebens
3.1 Begründungen durch Veränderungen in der Gesellschaft
3.2 Begründung durch die Aussagen des bayerischen Lehrplans für die
Grundschulen 2000
3.3 Pädagogische Begründung
4 Vorüberlegungen zum Thema
4.1 Entwicklungspsychologische Voraussetzungen
4.2 Klassenspezifische Situationen
4.3 Ziele und Aufgaben
5 Durchführung
5.1 Planung und Vorbereitung
5.1.1 Bewusstmachen des Anlasses
5.1.2 Welche Möglichkeiten haben wir für unsere Aufführung?
5.2 Erstellen des Rahmenprogramms für das Schulfest
5.3 Gemeinsames, schülerorientiertes Vorbereiten der Aufführung
5.3.1 Ernstnehmen der eigenen Ideen der Kinder bei der Erstellung eines
Konzepts für unsere Aufführung
5.3.2 Verteilen der Rollen
5.3.3 Fächerübergreifendes Arbeiten bei der Erstellung des
Bühnenbildes und der Requisiten
5.4 Proben für die Aufführung
5.4.1 Einbeziehung der Kollegen
5.4.2 Ablauf der Proben
5.5 Aufführung am Schulfest
6 Reflexion
Das Hauptziel der Arbeit besteht darin, anhand der gemeinsamen Gestaltung einer „Oscarverleihung“ als Beitrag zum Schulfest zu untersuchen, wie durch solche Projekte pädagogisch auf die Schüler der 3. Jahrgangsstufe eingewirkt werden kann und welche positiven Effekte dies auf das Schulleben sowie auf die sozialen Beziehungen der Schüler untereinander hat.
5.1.2 Welche Möglichkeiten haben wir für unsere Aufführung?
Die Hauptfrage für alle Beteiligten war am Anfang natürlich: Welche Art von Auftritt machen wir?
Gewiss hätte ich als Lehrkraft den Schülern einfach ein Thema für die Aufführung vorgeben können, für das sie sich dann mehr oder weniger begeistern lassen. Mir war es jedoch wichtig, dass die Kinder selbst einen echten Bezug zum Thema herstellen, auch gekoppelt mit einer gewissen Emotionalität. Meines Erachtens entsteht eine emotionale Bindung zur Darbietung und damit verbunden eine notwendige Identifikation nur dann, wenn die Kinder selbst entscheidend an der Themenfindung beteiligt werden.
Um eine erste grobe Vorstellung zu bekommen wurden daher zunächst in Form eines Brainstormings in den einzelnen Klassen verschiedene mögliche Themen für eine Aufführung von den Schülern vorgeschlagen, ungeordnet an der Tafel schriftlich fixiert und auf ihre Durchführbarkeit hin in der Klasse diskutiert. Die Schüler jeder Klasse brachten Vorschläge aus den unterschiedlichsten Bereichen. Anregungen wie eine Zirkusaufführung, verschiedene Lieder singen, Tänze aufführen, berühmte Stars nachahmen, eine Mini-Playback-Show veranstalten, Sketche spielen und ähnliches wurden genannt. Jede Klasse wählte ihre drei Favoriten, die dann in der gesamten Jahrgangsstufe zur Wahl standen. In einer großen Versammlung im Musiksaal sollte nun nach der getroffenen Vorauswahl ein gemeinsames Thema bestimmt werden.
Trotz lebhafter Diskussionen wollten sich die Kinder nicht auf eines der Themen festlegen. Es ist natürlich auch sehr schwierig, die Interessen von so vielen Kindern in einem Thema aufzugreifen. Sehr viele Schüler waren begeistert von einer Art Mini-Playback-Show. Doch kurz vor der offiziellen Abstimmung hatte Jonathan aus der Klasse 3c schließlich doch noch einen zündenden Vorschlag. Er meinte, dass wir doch auch eine Oskarverleihung machen könnten, weil das viele verschiedene Ideen vereinbaren würde. Er hätte das am Wochenende im Fernsehen gesehen und das wäre „so toll“ gewesen, wenn die Schauspieler und Sänger aufträten. Auf diesen Gedanken sprangen sofort mehrere Kinder an und begannen untereinander gleich wie wild zu planen.
1 Einleitung: Die Einleitung stellt das Thema der Hausarbeit vor, definiert das Ziel der Untersuchung anhand der „Oscarverleihung“ und skizziert den Aufbau der Arbeit.
2 Terminologie: Dieses Kapitel definiert und grenzt die zentralen Begriffe „Fest und Feier“ sowie „Schulleben“ voneinander ab und verdeutlicht deren pädagogische Bedeutung.
3 Begründung eines pädagogisch gestalteten Schullebens: Hier werden die Notwendigkeit und der Nutzen eines gestalteten Schullebens aus gesellschaftlicher und lehrplanbezogener Sicht theoretisch begründet.
4 Vorüberlegungen zum Thema: Dieses Kapitel beleuchtet die entwicklungspsychologischen Voraussetzungen der Drittklässler, beschreibt die spezifische Ausgangslage der Klassen und definiert die Ziele der Arbeit.
5 Durchführung: Der Hauptteil dokumentiert detailliert den gesamten Prozess von der Planung, der schülerorientierten Themenfindung und Rollenverteilung bis hin zu den Proben und der finalen Aufführung.
6 Reflexion: Das Fazit wertet die Ergebnisse hinsichtlich der sozialen Auswirkungen auf die Schüler aus und reflektiert die Lernchancen des Projekts.
Schulleben, Grundschule, Pädagogik, Projektarbeit, Oscarverleihung, Soziogramm, Klassengemeinschaft, Schülerorientierung, soziale Kompetenzen, Schulfest, Partizipation, Identifikation, Erziehungsauftrag, Entwicklungspsychologie, Sozialverhalten.
Die Arbeit untersucht, wie durch die gemeinsame Gestaltung einer „Oscarverleihung“ als schulisches Projekt pädagogisch auf Schüler der 3. Klasse eingewirkt werden kann.
Im Zentrum stehen die Gestaltung des Schullebens, die Förderung sozialer Bindungen innerhalb der Klassengemeinschaft und die Möglichkeiten, durch projektorientierte Arbeit positiv auf das Sozialverhalten einzuwirken.
Das Ziel ist es aufzuzeigen, wie ein unter pädagogischen Aspekten organisiertes Schulfest den Schülern hilft, sich in der Schule wohlzufühlen, soziale Beziehungen zu festigen und durch eine gemeinsame Aufführung das Selbstwertgefühl zu steigern.
Die Arbeit nutzt die Analyse von fachspezifischer Literatur zur Begründung sowie die empirische Erhebung der sozialen Beziehungen der Schüler mittels Soziogrammen vor und nach der Durchführung des Projekts.
Der Hauptteil dokumentiert den gesamten praktischen Prozess: von der Planung und Vorbereitung im Kollegium, über die schülerorientierte Themenfindung und Rollenverteilung bis hin zu den Proben und der Aufführung am Schulfest.
Schlüsselaspekte sind Schulleben, Projektarbeit, Schülerorientierung, soziale Kompetenzen, Partizipation und die Förderung einer positiven Klassengemeinschaft.
Die Autorin führte vor und nach dem Projekt Soziogramme durch, um die sozialen Beziehungen und den Status einzelner Schüler innerhalb ihrer Klassen zu erheben und zu vergleichen.
Das Thema entstand im Zuge eines Brainstormings durch den Vorschlag eines Schülers; es wurde gewählt, da es die Integration zahlreicher unterschiedlicher Ideen (Tanz, Musik, Schauspiel) erlaubte und die Schüler sich stark mit den Filmstars identifizieren konnten.
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