Bachelorarbeit, 2018
49 Seiten, Note: 3,0
1 EINLEITUNG
2 ERWERBSARMUT
2.1 Begriffsannäherung
2.1.1 Armut
2.1.2 Erwerbsarmut
2.2 Erwerbsarmut in Deutschland
3 URSACHEN VON ERWERBSARMUT
3.1 Atypische Beschäftigungen
3.2 Niedriglohnarbeit
3.3 geringe Arbeitsintensität
3.4 Haushaltsebene
4 RISIKOGRUPPEN VON ERWERBSARMUT
4.1 weibliche Erwerbstätige
4.2 Personen mit Migrationshintergrund
4.3 niedrig Qualifizierte
4.4 Junge Erwachsene
5 AUSWIRKUNGEN AUF DIE LEBENSLAGEN
5.1 prekäre Lebensverhältnisse
5.2 Deprivation
5.2.1 materielle Deprivation
5.2.2 soziale Deprivation
5.2.3 relative Deprivation
6 PROBLEME DER GEGENWÄRTIGEN SOZIALLEISTUNGEN
7 DAS BEDINGUNGSLOSE GRUNDEINKOMMEN
7.1 Entwicklung des BGE
7.2 Definition und Ansätze
7.3 Höhe und Ziele eines BGE
8 CHANCEN UND RISIKEN EINES BGE
8.1 Die Chance auf freie Lebensgestaltung und Entfaltung
8.2 Existenzsicherung und soziale Teilhabe
8.3 Familien stärken
8.4 Chancen für Risikogruppen
8.5 Arbeit ist mehr als bezahlte Erwerbsarbeit.
9 FAZIT
Die vorliegende Arbeit untersucht das Problem der zunehmenden Erwerbsarmut in Deutschland trotz einer positiv bewerteten Arbeitsmarktentwicklung. Sie analysiert die Auswirkungen prekärer Lebenslagen auf die Betroffenen und diskutiert, inwieweit das Konzept eines bedingungslosen Grundeinkommens (BGE) als mögliche Reformoption zur Verbesserung dieser Situation und als Antwort auf die Unzulänglichkeiten der gegenwärtigen Sozialleistungen dienen kann.
3.1 Atypische Beschäftigungen
Um zu klären was unter “atypischen Beschäftigungen” zu verstehen ist, ist es sinnvoll zunächst das Normalarbeitsverhältnis in Betracht zu ziehen. Die meisten Arbeitnehmer streben nach einer Normalbeschäftigung, die sich durch einen staatlich gesicherten Schutz auszeichnet, der ihnen garantiert, dass sie bei sozialen Risiken wie Krankheit, plötzliche Arbeitslosigkeit, Erwerbsunfähigkeit und im Alter sozial versichert sind. Die Tätigkeit ist in der Regel unbefristet und mit ausreichendem Einkommen, Weiterbildungsmöglichkeiten, Aufstiegschancen und Urlaubsregelungen gekennzeichnet (vgl. Sopp/Wagner 2015, o.S.). Personen, die einer atypischen Beschäftigung nachgehen wird dieser Schutz überwiegend nicht gewährleistet. Bei atypischen Beschäftigungen handelt es sich „um eine heterogene Gruppe mit höheren Prekaritätsrisiken als beim Normalarbeitsverhältnis“ (vgl. Brehmer/Seifert 2008, S. 516). Zu dieser Gruppe zählen unter anderem befristete und geringfügige Beschäftigungen, Teilzeitstellen und Berufe im Niedriglohnsektor (vgl. Sopp/Wagner 2015, o.S.).
Dabei unterscheidet sie sich durch bestimmte Merkmale von einem Normalarbeitsverhältnis: Die befristete Beschäftigung zeichnet sich durch eine begrenzte Laufzeit des Arbeitsvertrages aus, somit ohne Schutz vor Arbeitsplatzverlust und geringfügig Beschäftigte sind nicht sozialversichert. Teilzeitstellen7 werden atypisch durch zu geringe Arbeitsintensität. Berufe im Niedriglohnsektor sind häufig nicht existenzsichernd.
1 EINLEITUNG: Die Einleitung beleuchtet den Widerspruch zwischen der offiziellen Vollbeschäftigungspolitik und dem Anstieg der Erwerbsarmut, was das bedingungslose Grundeinkommen als Reformalternative in den Fokus rückt.
2 ERWERBSARMUT: Dieses Kapitel definiert die Begriffe Armut und Erwerbsarmut und zeigt auf, dass der Reichtum in Deutschland ungleich verteilt ist, obwohl die Erwerbstätigkeit kontinuierlich steigt.
3 URSACHEN VON ERWERBSARMUT: Hier werden atypische Beschäftigungen, Niedriglohnarbeit, geringe Arbeitsintensität sowie der Haushaltskontext als zentrale Einflussfaktoren für das Abrutschen in die Erwerbsarmut identifiziert.
4 RISIKOGRUPPEN VON ERWERBSARMUT: Das Kapitel beleuchtet spezifische Gruppen mit erhöhtem Armutsrisiko, darunter weibliche Erwerbstätige, Migranten, niedrig Qualifizierte und junge Erwachsene.
5 AUSWIRKUNGEN AUF DIE LEBENSLAGEN: Hier wird analysiert, wie Prekarität und verschiedene Formen der Deprivation (materiell, sozial, relativ) die Lebensrealität und Gesundheit der Betroffenen negativ beeinflussen.
6 PROBLEME DER GEGENWÄRTIGEN SOZIALLEISTUNGEN: Das Kapitel kritisiert die bestehende Grundsicherung (ALG II) aufgrund ihres Arbeitszwangs, ihrer Unzulänglichkeit bei der Existenzsicherung und der Stigmatisierung der Leistungsbezieher.
7 DAS BEDINGUNGSLOSE GRUNDEINKOMMEN: Es erfolgt eine Einführung in die Idee, die Entwicklung und die verschiedenen Ansätze sowie Definitionen eines BGE, inklusive der Kriterien des Netzwerks Grundeinkommen.
8 CHANCEN UND RISIKEN EINES BGE: Dieser Hauptteil diskutiert die Potenziale zur freien Lebensgestaltung, Existenzsicherung und Aufwertung ehrenamtlicher Arbeit gegenüber den Risiken wie Trägheitsargumenten oder dem Gießkannenprinzip.
9 FAZIT: Das Fazit fasst zusammen, dass eine Vollbeschäftigung keinen Schutz vor Armut bietet und das BGE zwar keine Allheilmittel-Lösung darstellt, aber wichtige Chancen für eine gesellschaftliche Transformation und individuelle Entfaltung bietet.
Erwerbsarmut, Bedingungsloses Grundeinkommen, BGE, Prekäre Beschäftigung, Atypische Beschäftigung, Niedriglohnsektor, Sozialstaat, Deprivation, Armutsrisiko, Soziale Teilhabe, Existenzsicherung, Sozialleistungen, Aktivierungspolitik, Prekarität, Arbeitsmarktpolitik.
Die Arbeit befasst sich mit der Zunahme von Erwerbsarmut in Deutschland und untersucht das bedingungslose Grundeinkommen als mögliche Lösung für die damit verbundenen sozialen Probleme.
Zentrale Themen sind die Ursachen für den Anstieg der Erwerbsarmut, die prekäre Lebenssituation der Betroffenen, die Kritik am aktuellen Sozialstaat sowie die Chancen und Risiken eines BGE.
Das Ziel ist es, zu analysieren, ob ein BGE Auswirkungen auf die prekären Lebenslagen von Erwerbsarmen hätte und ob eine Einführung in der heutigen Gesellschaft theoretisch vorstellbar wäre.
Es handelt sich um eine theoretische Auseinandersetzung, die auf der Analyse bestehender Studien, Berichte und sozialwissenschaftlicher Literatur basiert.
Der Hauptteil gliedert sich in eine Ursachenanalyse der Erwerbsarmut, die Auswirkungen auf die Lebenslagen, eine Kritik der gegenwärtigen Sicherungssysteme sowie die ausführliche Chancen- und Risikodiskussion des BGE.
Die Arbeit wird maßgeblich durch Begriffe wie Erwerbsarmut, Bedingungsloses Grundeinkommen, atypische Beschäftigung, Prekarität und soziale Teilhabe charakterisiert.
Da die Armutsgefährdungsquote über den Haushalt berechnet wird, werden individuelle Einkommensverhältnisse und spezifische Abhängigkeiten innerhalb des Haushalts verschleiert.
Die Kritiker argumentieren, dass es nicht bedarfsgerecht ist, wenn wohlhabende Bürger denselben Geldbetrag erhalten wie Menschen in echter Armut oder mit besonderen gesundheitlichen Bedürfnissen.
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