Bachelorarbeit, 2018
52 Seiten, Note: 1,0
1. Einleitung
1.1. Zielsetzung
1.2. Vorgehensweise
2. Grundlagen und Definition
2.1. Definition von Bargeld als gesetzliches Zahlungsmittel
2.2. Funktionen des Bargeldes
2.3. Unterschied zwischen Bargeld und Buchgeld
3. Zahlungsverhalten der Deutschen
3.1. Auswirkungen auf das Zahlverhalten der Deutschen
3.2. Bargeldlose Zahlungsverfahren im europäischen Raum
4. Perspektiven einer bargeldlosen Gesellschaft in Deutschland
4.1. Chancen
4.1.1. Reduzierung des Risikos eines Bankensturms
4.1.2. Kosten des Bargeldes
4.1.3. Bargeld und Kriminalität
4.1.4. Weitere Chancen
5. Risiken
6. Empirische Erhebung
6.1. Methodik
6.2. Durchführung
6.3. Auswertung
6.3.1. Standpunkt und allgemeine Einschätzung
6.3.2. Chancen und Risiken von Bargeldabschaffung in Deutschland
6.3.3. Gegenwärtige und zukünftige Relevanz
7. Schlussbetrachtung
7.1. Zusammenfassung
7.2. Ausblick
Die vorliegende Arbeit analysiert kritisch die Chancen und Risiken einer dauerhaften Bargeldabschaffung in Deutschland aus gesellschaftlicher Perspektive und geht der Forschungsfrage nach, inwiefern eine solche Umstellung für den Staat und die Bürger sinnvoll ist.
4.1.1. Reduzierung des Risikos eines Bankensturms
Geschäftsbanken halten die Zentralbank auf der Aktivseite ihrer Bilanzen, um zahlungsfähig zu sein. Jedoch ist das Geld von der Zentralbank für die Kreditinstitute weniger profitabel als im Vergleich zu alternativen Anlagen. Dies ist der Grund, weshalb Geschäftsbanken nur für den Anteil an Kundeneinlagen Zentralbankguthaben haben. Dieser fließt im üblichen Geschäftsverlauf durch Barabhebungen oder Überweisungen vom Kunden ab. Dazu kommt noch die von der Zentralbank festgesetzte Mindestreserve. Daher ist das Giralgeld bei den Geschäftsbanken nur teilweise durch das Zentralbankgeld gedeckt und demzufolge können Kreditinstitute zahlungsunfähig werden (Deutsche Bank Research 2017, S.5).
Aufgrund dessen sind Bankeinlagen dem Risiko der Zahlungsunfähigkeit der kontoführenden Bank ausgesetzt. Wenn die Kreditinstitute in die Lage geraten, Kundeneinlagen nicht zurückzahlen zu können, verlieren die Anleger ihr Geld (Deutsche Bank Research 2017, S.5f.).
Bargeld stellt für die privaten Haushalte die einzige Möglichkeit dar, Zentralbankgeld zu halten und damit einem Ausfallrisiko auszuweichen. Gesetzt den Fall, dass eine Bank insolvent geht, würde der Besitzer durch die Bargeldabschaffung den Schutz vor dem Verlust der eigenen Einlagen verlieren. Jedoch trägt hierbei der Besitzer die Kosten und Risiken selbst. Er geht das Risiko eines Diebstahls oder des physischen Verlusts ein und verzichtet auf Zinserträge. Wenn die Kunden einer Bank das Recht in Anspruch nehmen, ihre Einlagen in Bargeld umzutauschen, um die Ersparnisse vor dem Zahlungsausfall einer Bank zu schützen, beschleunigt dies den Konkurs des Kreditinstitutes. Sollten Anleger ihre Einlagen in Gefahr sehen, könnten sie in einer Art Wettlauf gegen die Zeit starten, um ihr Geld in großen Mengen bar abzuheben. Dies würde einen sogenannten Bankensturm verursachen.
1. Einleitung: Diese Einleitung führt in die zunehmende Digitalisierung des Zahlungsverkehrs ein und stellt das Ziel sowie die Vorgehensweise der Arbeit vor.
2. Grundlagen und Definition: Hier werden die terminologischen Grundlagen wie der Ursprung von Geld, die Funktionen von Bargeld sowie der Unterschied zwischen Bargeld und Buchgeld erläutert.
3. Zahlungsverhalten der Deutschen: Das Kapitel beleuchtet das aktuelle Zahlungsverhalten der Bevölkerung und die Entwicklungen sowie die Akzeptanz bargeldloser Verfahren im europäischen Raum.
4. Perspektiven einer bargeldlosen Gesellschaft in Deutschland: Dieser Abschnitt analysiert die verschiedenen Chancen und Perspektiven, die eine bargeldlose Gesellschaft in Deutschland bieten könnte.
5. Risiken: Hier werden die spezifischen Gefahren und Risiken einer Bargeldabschaffung, insbesondere hinsichtlich Datenschutz und gesellschaftlicher Teilhabe, diskutiert.
6. Empirische Erhebung: In diesem Kapitel wird die Methodik der Experteninterviews beschrieben und die Ergebnisse zur Einschätzung der Bargeldabschaffung ausgewertet.
7. Schlussbetrachtung: Die Arbeit schließt mit einer zusammenfassenden Bewertung und einem Ausblick auf die zukünftige Entwicklung des Zahlungsverkehrs.
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Die Arbeit befasst sich mit der kritischen Analyse einer möglichen Abschaffung von Bargeld in Deutschland und untersucht dabei die Chancen und Risiken für die Gesellschaft.
Zentrale Themen sind das Zahlungsverhalten, die technologische Entwicklung im Finanzsektor, die Rolle der Geldpolitik sowie die Auswirkungen auf Datenschutz und soziale Teilhabe.
Das Ziel ist es, eine fundierte Analyse der Vor- und Nachteile einer bargeldlosen Gesellschaft zu liefern, um daraus Erkenntnisse für die zukünftige Entwicklung und Handlungsnotwendigkeiten abzuleiten.
Neben einer theoretischen Aufarbeitung der Thematik wurde eine qualitative empirische Studie in Form von Experteninterviews durchgeführt.
Im Hauptteil werden neben den theoretischen Grundlagen das aktuelle Zahlungsverhalten sowie die Perspektiven einer bargeldlosen Gesellschaft und deren Risiken (z.B. Datenschutz, Cyberkriminalität) detailliert erörtert.
Die Arbeit wird maßgeblich durch Begriffe wie Bargeldabschaffung, Digitalisierung, Privatsphäre, Schattenwirtschaft und Zahlungsinnovationen geprägt.
Die Experten betrachten die Problematik im Kontext der Zentralbankfunktionen und diskutieren, wie eine Bargeldabschaffung das Risiko für das Finanzsystem sowohl beeinflussen als auch verändern könnte.
Die Experten sehen keine direkte, massive Kausalität zwischen Bargeldnutzung und der Bekämpfung großer Kriminalität, da moderne kriminelle Machenschaften oft unbar und über internationale Finanzstrukturen abgewickelt werden.
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