Bachelorarbeit, 2019
78 Seiten, Note: 1,7
1 Aktiv gemanagte Aktienfonds – ein Auslaufmodell?
1.1 Problemstellung
1.2 Zielsetzung
1.3 Struktur und Aufbau
2 Theorien des Fondsmanagements
2.1 Portfoliotheorie
2.1.1 Risiko
2.1.2 Diversifikation
2.2 Effizienzmarkthypothese
2.3 Capital Asset Pricing – Modell
2.4 Behavioral Finance
2.5 Wertpapieranalyse
2.5.1 Fundamentale Analyse
2.5.2 Technische Analyse
2.5.3 Random Walk
3 Aktienfonds
3.1 Begriffserklärung Aktienfonds
4 Aktiv gemanagte „Aktienfonds“
4.1 Definition aktiv gemanagte Aktienfonds
4.2 Funktion & Zielsetzung
4.3 Kosten
4.4 Vorbilder des aktiven Investierens
4.4.1 Warren Buffett
4.4.2 Peter Lynch
4.4.3 Charlie Munger
5 Passiv gemanagte Aktienfonds
5.1 Begriffserklärung Indexfonds
5.2 Funktion & Zielsetzung
5.3 Replikationsmethoden
5.3.1 Physische Replikation
5.3.2 Optimiertes Sampling
5.3.3 Synthetische Replikation
5.4 Kosten
6 Robo Advisor
6.1 Begriffserklärung Robo Advisor
6.2 Funktion & Zielsetzung
6.3 Entwicklung
6.4 Erkenntnisse
6.5 Kosten
7 Aktive vs. Passiv gemanagte Aktienfonds
7.1 Kostenvergleich
7.2 Wachstumsvergleich
7.3 Performance-Vergleich
7.3.1 DAX
7.3.2 MSCI World
8 Evaluierung und Erkenntnisse
8.1 Vor-/ Nachteile aktiv gemanagter Aktienfonds
8.2 Zusammenfassende Beurteilung und Ausblick
Ziel dieser Arbeit ist es zu untersuchen, ob aktiv gemanagte Aktienfonds angesichts steigender Kritik und zunehmender Konkurrenz durch kostengünstige Alternativen als Auslaufmodell zu betrachten sind. Dabei wird analysiert, ob das aktive Fondsmanagement einen messbaren Mehrwert für Anleger generiert oder ob die Kostenstruktur die Rendite unverhältnismäßig mindert.
2.1 Portfoliotheorie
Die Portfoliotheorie hat ihren Ursprung im Jahr 1952, deren Annahmen auf Harry M. Markowitz zurückzuführen sind. Dieser erhielt 1990 den Nobelpreis im Bereich der Wirtschaft für seine aufgestellte Theorie.
Harry Markowitz entdeckte die Wichtigkeit der Streuung von Aktien innerhalb eines Wertpapierdepots. Aktien können so kombiniert werden, dass das Aktienportfolio als Ganzes ein geringeres Risiko trägt als eine einzelne Aktie, die sich im Portfolio befindet. Als riskant gelten Aktien, die von externen Faktoren stärker als der Markt betroffen sind. Ein passendes Beispiel dafür ist ein Unternehmen, welches ausschließlich Winterbekleidung herstellt. Fällt der Winter aufgrund erhöhter Temperaturen kürzer aus als erwartet, sinkt der Umsatz des Winterbekleidungsunternehmens. Als geeignetes Risikogegenstück im Portfolio wäre laut Markowitz nun ein Unternehmen, welches Sommerbekleidung produziert. Plötzlich erhöhte Temperaturen führen zu einer steigenden Nachfrage nach Sommerbekleidung. Somit steigt der Gewinn des Sommerbekleidungsunternehmens annähernd proportional zu den Verlusten des Winterbekleidungsunternehmens an. Besitzt also ein Anleger diese beiden Wertpapiere, so wird das Risiko vor Temperaturumschwüngen, welches beide Unternehmen betrifft, im Wertpapierportfolio deutlich reduziert.
1 Aktiv gemanagte Aktienfonds – ein Auslaufmodell?: Einleitung in die Problematik der Geldanlage und Vorstellung der zentralen Forschungsfrage.
2 Theorien des Fondsmanagements: Vermittlung der wissenschaftlichen Grundlagen wie Portfoliotheorie, Effizienzmarkthypothese und verschiedenen Analysemethoden.
3 Aktienfonds: Definition und Erläuterung der grundlegenden Funktionsweise von Aktienfonds als Anlageinstrument.
4 Aktiv gemanagte „Aktienfonds“: Detaillierte Betrachtung aktiver Strategien, Kostenstrukturen und bekannter Investorenvorbilder.
5 Passiv gemanagte Aktienfonds: Vorstellung der passiven Strategie, insbesondere Indexfonds und ETFs, inklusive ihrer Replikationsmethoden.
6 Robo Advisor: Analyse der digitalen Vermögensverwaltung als neue Alternative am Anlagemarkt.
7 Aktive vs. Passiv gemanagte Aktienfonds: Empirischer Vergleich der Kosten, Wachstumszahlen und Performance beider Fondstypen.
8 Evaluierung und Erkenntnisse: Zusammenführende Analyse der Ergebnisse und Ausblick auf die zukünftige Relevanz von Fondsmanagern.
Aktienfonds, Aktiv gemanagtes Fondsmanagement, Passives Investieren, ETF, Portfoliotheorie, Diversifikation, Rendite, Kostenvergleich, Performance, Effizienzmarkthypothese, Robo Advisor, Marktrisiko, Wertpapieranalyse, Anlagestrategie, Kapitalmarkt.
Die Arbeit untersucht die Relevanz und Zukunftsfähigkeit von aktiv gemanagten Aktienfonds im Vergleich zu passiven Anlagemöglichkeiten.
Die Arbeit deckt Anlagetheorien, Kostenunterschiede zwischen aktiven und passiven Fonds, historische Performancevergleiche sowie die Rolle digitaler Anlageberatung (Robo-Advisor) ab.
Das Ziel ist die Beantwortung der Frage, ob das aktive Management von Aktienfonds aufgrund mangelnder Effizienz und hoher Kosten als ein Auslaufmodell angesehen werden muss.
Die Arbeit stützt sich auf einen Vergleich verschiedener fachlicher Literaturquellen, die Analyse historischer Performance-Daten sowie die Einbeziehung einschlägiger wissenschaftlicher Studien.
Der Hauptteil gliedert sich in theoretische Grundlagen, eine detaillierte Gegenüberstellung von aktiven und passiven Fonds, die Rolle von Robo-Advisors sowie praktische Vergleiche von spezifischen Anlageprodukten.
Wichtige Begriffe sind insbesondere Aktiv vs. Passiv gemanagte Fonds, TER (Kosten), Diversifikation und Markteffizienz.
Der Autor führt dies vor allem auf die hohen Gebührenstrukturen und die Schwierigkeit zurück, durch aktives Handeln (Stock Picking/Timing) den Markt nachhaltig und kostendeckend zu übertreffen.
Robo-Advisors bieten eine automatisierte, kostengünstige digitale Vermögensverwaltung, die menschliche Emotionen bei Anlageentscheidungen ausschließt und als Ergänzung zu bestehenden Bankdienstleistungen fungiert.
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