Bachelorarbeit, 2019
98 Seiten, Note: 1,3
1. Einleitung
1.1. Problemstellung der Arbeit
1.2. Zielsetzung und methodischer Aufbau der Arbeit
2. Bilanzierung von Rückstellungen nach IFRS
2.1. Definition von Rückstellungen
2.2. Ansatzkriterien von Rückstellungen
2.2.1. Gegenwärtige Verpflichtung
2.2.2. Wahrscheinlichkeit Ressourcenabfluss
2.2.3. Verlässliche Schätzung
2.3. Bewertung von Rückstellungen
2.3.1. Bestmögliche Schätzung
2.3.2. Barwertmethode
2.3.3. Weitere Bewertungsgrundsätze
2.4. Ausweis und Angabepflichten nach IFRS
2.5. Folgebewertungen von sonstigen Rückstellungen
2.5.1. Zuführung von sonstigen Rückstellungen
2.5.2. Auflösung von sonstigen Rückstellungen
2.5.3. Inanspruchnahme von sonstigen Rückstellungen
2.6. Theoretische Grundlagen zu ausgewählten sonstigen Rückstellungen
2.6.1. Gewährleistungs- und Produkthaftungsrückstellungen
2.6.2. Prozess- und Rechtsrisiken
3. Analyse ausgewählter sonstiger Rückstellungen des Volkswagen Konzerns
3.1. Vorstellung des Volkswagen Konzerns
3.2. Der Abgasskandal im Volkswagen Konzern
3.3. Konzernabschlussdaten des Volkswagen Konzerns
3.3.1. Bilanzdaten des Konzerns
3.3.2. GuV Daten des Konzerns
3.3.3. Daten der Kapitalflussrechnung des Konzerns
3.4. Ansatz sonstiger Rückstellungen im Volkswagen Konzern
3.4.1. Ansatz von Rückstellungen für Verpflichtungen aus dem Absatzgeschäft
3.4.2. Ansatz von Rückstellungen für Prozess- und Rechtsrisiken
3.5. Bewertung sonstiger Rückstellungen im Volkswagen Konzern
3.5.1. Bewertung von Rückstellungen für Verpflichtungen aus dem Absatzgeschäft
3.5.2. Bewertung von Rückstellungen für Prozess- und Rechtsrisiken
3.6. Ausweis sonstiger Rückstellungen im Volkswagen Konzern
3.6.1. Ausweis von Rückstellungen für Verpflichtungen aus dem Absatzgeschäft
3.6.2. Ausweis von Rückstellungen für Prozess- und Rechtsrisiken
3.7. Bilanzielle Auswirkungen der sonstigen Rückstellungen im Volkswagen Konzern
4. Fazit
Die vorliegende Bachelorarbeit analysiert die Bilanzierung von Rückstellungen im Volkswagen Konzern unter besonderer Berücksichtigung des Abgasskandals. Ziel ist es, zu untersuchen, ob die Ansatz-, Bewertungs- und Ausweiskriterien gemäß den International Financial Reporting Standards (IFRS) korrekt angewendet wurden und welche finanziellen Auswirkungen die gebildeten Rückstellungen auf den Konzern hatten.
2.2. Ansatzkriterien von Rückstellungen
Die Ansatzkriterien für die Bildung einer Rückstellung sind im IAS 37.14 klar definiert. Drei Bedingungen müssen kumulativ erfüllt sein, damit die Bildung einer Rückstellung gemäß IFRS für den Jahresabschluss zulässig ist.
Rückstellungen sind gemäß IAS 37.14 dann anzusetzen, wenn:
a) „einem Unternehmen aus einem Ereignis der Vergangenheit eine gegenwärtige Verpflichtung (rechtlich oder faktisch) entstanden ist;
b) der Abfluss von Ressourcen mit wirtschaftlichem Nutzen zur Erfüllung dieser Verpflichtungen wahrscheinlich ist.
c) eine verlässliche Schätzung der Höhe der Verpflichtung möglich ist.“
Das folgende Schaubild verdeutlicht schematisch die Ansatzkriterien und ihre Anwendung. Eine Rückstellung darf, wie bereits oben erwähnt, nur angesetzt werden, wenn alle drei Bedingungen gleichzeitig erfüllt sind.
1. Einleitung: Vorstellung der Problemstellung, Zielsetzung und des methodischen Aufbaus der Arbeit im Kontext der internationalen Rechnungslegung.
2. Bilanzierung von Rückstellungen nach IFRS: Erläuterung der theoretischen Grundlagen für Rückstellungen, deren Ansatzkriterien, Bewertung und Ausweispflichten nach IAS 37.
3. Analyse ausgewählter sonstiger Rückstellungen des Volkswagen Konzerns: Praktische Untersuchung der Rückstellungspraxis von Volkswagen im Zeitraum 2013-2018 und die Auswirkungen des Abgasskandals.
4. Fazit: Zusammenfassung der wesentlichen Erkenntnisse zur korrekten Anwendung der IFRS-Richtlinien und der bilanziellen Auswirkung beim Volkswagen Konzern.
Volkswagen Konzern, Rückstellungen, IFRS, IAS 37, Abgasskandal, Bilanzierung, Bewertung, Rückstellungsspiegel, Prozessrisiken, Gewährleistungsrückstellungen, Jahresabschluss, Bilanzpolitik, Ermessensspielräume, Konzernanhang, Unternehmensfinanzen.
Die Arbeit behandelt die Bilanzierung von Rückstellungen bei börsennotierten Unternehmen unter IFRS am Beispiel des Volkswagen Konzerns.
Die Themen umfassen die IFRS-Rechnungslegungsvorschriften für Rückstellungen, die Auswirkungen des Abgasskandals auf die Finanzkennzahlen und die kritische Analyse von Ermessensspielräumen.
Das Ziel ist die Prüfung, ob Volkswagen die Rückstellungen im Zusammenhang mit dem Abgasskandal gemäß den IFRS-Richtlinien korrekt angesetzt, bewertet und ausgewiesen hat.
Die Arbeit verknüpft theoretische Ansätze mit einer empirischen Untersuchung der Konzernabschlüsse von Volkswagen aus den Jahren 2013 bis 2018.
Im Hauptteil werden neben den theoretischen Grundlagen der Volkswagen Konzern vorgestellt, die Bilanz- und GuV-Daten analysiert und die Ansätze für Rückstellungen im Absatzgeschäft sowie bei Rechtsrisiken detailliert geprüft.
Wesentliche Begriffe sind Rückstellungen, Volkswagen Konzern, IFRS, Abgasskandal, Bilanzierung und finanzielle Auswirkungen.
Der Abgasskandal belastete das EBIT signifikant durch hohe Aufwendungen für Rückstellungsbildungen, was insbesondere im Jahr 2015 zu einem Fehlbetrag führte.
Die Arbeit kommt zu dem Ergebnis, dass trotz der Ermessensspielräume keine Anzeichen für eine gezielte Bildung stiller Reserven vorliegen, da die Auflösungshöhen eher auf eine vorsichtige Schätzung hindeuten.
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