Diplomarbeit, 2004
94 Seiten, Note: 2,3
1 Motivation, Zielsetzung und Aufbau der Arbeit
1.1 Motivation der Arbeit
1.2 Zielsetzung und Aufbau der Arbeit
2 Triebkräfte und Herausforderungen des Collaborative Business
2.1 Triebkräfte des Collaborative Business
2.2 Herausforderungen des Collaborative Business an Unternehmen
3 Definition von Collaborative Business
3.1 Methodik zur Collaborative Business-Definition
3.2 Abgrenzung und Einordnung betriebswirtschaftlicher Geschäftsmodelle
3.2.1 Customer Relationship Management
3.2.2 Supplier Relationship Management
3.2.3 Supply Chain Management
3.2.4 Electronic Commerce
3.2.5 Electronic Business
3.2.6 Collaborative Commerce
3.2.7 Definition des Collaborative Business
3.2.8 Überblick zur Einordnung der Geschäftsmodelle in die Taxonomie
3.3 Positionierung der Geschäftsmodelle im Umfeld der Wertschöpfungskette
4 Phasenmodelle mit Reifegraden
4.1 Vorgehensweise und Grundlegendes zu Phasenmodellen
4.2 Reifegradmodelle aus der Softwareentwicklung
4.2.1 Das Capability Maturity Model (CMM)
4.2.2 Die Bootstrap-Methode
4.2.3 Das Software Process Improvement and Capability Determination (SPICE)-Modell
4.3 Phasenmodelle zum Collaborative Business
4.3.1 Das mehrstufige Migrationsmodell nach Silberberger
4.3.2 Das Phasenmodell nach der GartnerGroup
4.3.3 Das Phasenmodell nach Mattes
4.4 Gemeinsamkeiten der Phasenmodelle
5 Vorgehensmodell für die Erreichung der Collaborative Business-Reife
5.1 Grundlegendes zum Vorgehensmodell
5.1.1 Allgemeine Vorgehensweise
5.1.2 Aufbau des Collaborative Business-Vorgehensmodells
5.2 Dimension der Unternehmenskultur
5.2.1 Die Bedeutung der Unternehmenskultur
5.2.2 Vertrauen als Grundstein für eine offene Unternehmenskultur
5.2.3 Change Management als Konzept für den unternehmenskulturellen Wandel
5.3 Strategische Dimension
5.3.1 Vorüberlegungen
5.3.2 Vorgehensweise zur Strategieentwicklung
5.3.2.1 Strategiefindung
5.3.2.2 Strategieformulierung
5.3.3 Erweiternde Aktivitäten für die partnerschaftliche Strategieentwicklung
5.4 Prozessuale Dimension
5.4.1 Intention und Vorgehen
5.4.2 Grundlagen zu Geschäftsprozessen
5.4.3 Eigenschaften von Geschäftsprozessen
5.4.4 Konzepte und Maßnahmen zur innerbetrieblichen Prozessgestaltung
5.4.4.1 Business Process Reengineering als Konzept der innerbetrieblichen Prozessorientierung
5.4.4.2 Prozessmodellierung von innerbetrieblichen Prozessen
5.4.5 Konzepte und Maßnahmen für die überbetriebliche Prozessgestaltung
5.4.5.1 C-Business-Szenario-Diagramme als methodischer Rahmen für die überbetriebliche Prozessgestaltung
5.4.5.2 Das Schnittstellenmanagement
5.4.6 Kennzahlen zur Bewertung der Geschäftsprozessoptimierung
5.5 Informationstechnologische Dimension
5.5.1 Inhaltliche Zielsetzung
5.5.2 Vorgehensweisen für die inner- und überbetriebliche Anwendungsintegration
5.5.3 Web-Services als Ansatz für die B2B-Integration
5.5.4 Bewertung von Web-Services
5.6 Das Vorgehensmodell in grafischer Darstellung
6 Schlussbetrachtung
6.1 Reflexion zum Vorgehensmodell
6.2 Status quo der C-Business-Umsetzung
Die Arbeit hat zum Ziel, ein umfassendes und grundlagenorientiertes Vorgehensmodell zu entwickeln, das Unternehmen bei der Erreichung der sogenannten Collaborative Business-Reife unterstützt. Es dient als Leitfaden, um die notwendigen strategischen, organisatorischen und technologischen Voraussetzungen für eine erfolgreiche unternehmensübergreifende Kooperation zu schaffen.
Die Bedeutung der Unternehmenskultur
Die Bedeutung der Unternehmenskultur bei der Umsetzung des Collaborative Business-Geschäftsmodells drückt Pat Phelan von der GartnerGroup durch folgende Feststellung aus: „Cultural resistance, habit and the latency implied in maintaining established processes all conspire to slow – or even kill – collaborative initiatives.“ Deshalb wird im Vorgehensmodell zur Erreichung der Collaborative Business-Reife der unternehmenskulturellen Dimension die entscheidende Bedeutung zugewiesen. Demzufolge wird davon ausgegangen, dass Unternehmenskultur, Strategie, Prozesse und Informationstechnologie nur in gegenseitiger Abstimmung die wirtschaftlichen Potenziale des Collaborative Business erschließen können.
Wegen seiner besonderen Bedeutung soll im Folgenden der Begriff Unternehmenskultur definiert werden: „Unter der Bezeichnung Unternehmenskultur werden allgemein das kognitive Wissen und die Fähigkeiten einer Unternehmung sowie die affektiv geprägten Einstellungen seiner Mitarbeiter zur Aufgabe, zum Produkt, zu den Kollegen, zur Führung und zu Unternehmen in ihrer Formung von Perzeptionen (Wahrnehmungen) und Präferenzen (Vorlieben) gegenüber Ereignissen und Entwicklungen verstanden.“ Mit dieser Definition wird verdeutlicht, dass der Mensch gegenüber seiner Arbeitsumwelt und seinem Aufgabenspektrum als Träger der Unternehmenskultur gilt. Im Hinblick auf die Erreichung der Collaborative Business-Reife ergeben sich zwei zentrale Fragestellungen:
1. Wie erhält man die notwendige kulturelle Offenheit und Bereitschaft des Unternehmens, um partnerschaftliche Beziehungen im Sinne des Kollaborationsgedankens einzugehen?
2. Wie kann man den stetigen Wandel des wirtschaftlichen Umfelds als natürliche und notwendige Entwicklung für das Unternehmen in die Unternehmenskultur implementieren?
Eine Antwort auf die erste Fragestellung ist das Vertrauen. Die Antwort auf die zweite Frage ist das Konzept des Change Management. Beide Lösungen erfahren nachfolgend eine genauere Untersuchung.
1 Motivation, Zielsetzung und Aufbau der Arbeit: Einführung in die Relevanz des Collaborative Business durch technologische Entwicklungen und wirtschaftlichen Wandel sowie Erläuterung der Zielsetzung dieser Arbeit.
2 Triebkräfte und Herausforderungen des Collaborative Business: Analyse der Treiber (Internet, Vernetzung) und der resultierenden Herausforderungen für Unternehmen, insbesondere in Bezug auf Innovationsdruck und Kooperationsbedarf.
3 Definition von Collaborative Business: Systematische Kategorisierung von Geschäftsmodellen zur Definition und Abgrenzung von Collaborative Business als neue Stufe unternehmensübergreifender Kooperation.
4 Phasenmodelle mit Reifegraden: Untersuchung existierender Reifegrad- und Phasenmodelle aus der Softwareentwicklung und dem C-Business zur Ableitung allgemeiner Entwicklungscharakteristika.
5 Vorgehensmodell für die Erreichung der Collaborative Business-Reife: Herzstück der Arbeit, welches ein konkretes Vorgehensmodell mit vier Wirkungsdimensionen (Kultur, Strategie, Prozesse, IT) und Handlungsempfehlungen präsentiert.
6 Schlussbetrachtung: Reflexion der entwickelten Ergebnisse und Einordnung des aktuellen Status quo der Umsetzung von C-Business in der Wirtschaft.
Collaborative Business, Collaborative Commerce, C-Business-Reife, Vorgehensmodell, Wertschöpfungskette, Change Management, Unternehmenskultur, Geschäftsprozessoptimierung, Web-Services, E-Business, E-Commerce, Prozessintegration, Supply Chain Management, Vertrauen, Strategieentwicklung.
Die Diplomarbeit beschäftigt sich mit der Entwicklung eines strukturierten Vorgehensmodells, das Unternehmen dabei unterstützt, die Stufe der "Collaborative Business-Reife" zu erreichen, um in global vernetzten Märkten wettbewerbsfähig zu bleiben.
Die zentralen Themen umfassen die Definition des Collaborative Business, die Analyse von Phasenmodellen, die Bedeutung kultureller Veränderungen durch Change Management, die strategische Ausrichtung von Kooperationen sowie die technologische Integration durch Prozessoptimierung und Web-Services.
Das Ziel ist die Bereitstellung eines umfassenden Leitfadens, der Instrumente, Methoden und Konzepte liefert, mit denen Unternehmen ihre Reife für kollaborative Geschäftsmodelle schrittweise steigern können.
Die Arbeit basiert auf einer fundierten Literaturanalyse bestehender Managementkonzepte und Phasenmodelle (u.a. aus der Softwareentwicklung), die in einem neuen, eigenen Vorgehensmodell für C-Business-Reife synthetisiert werden.
Der Hauptteil erarbeitet nach einer theoretischen Einordnung (Kapitel 2 und 3) das Vorgehensmodell (Kapitel 5). Dabei werden vier Dimensionen unterschieden: Unternehmenskultur (Vertrauen, Change Management), Strategie, Prozesse und Informationstechnologie.
Zu den wichtigsten Begriffen zählen Collaborative Business, C-Business-Reife, Geschäftsprozessoptimierung, Change Management, Web-Services und Prozessintegration.
Die Arbeit argumentiert, dass kulturelle Widerstände oft das größte Hindernis für Kooperationsprojekte darstellen. Ohne eine offene Kultur und gegenseitiges Vertrauen zwischen Partnern können technologische Synergien nicht ausgeschöpft werden.
Web-Services dienen als technische Brücke für eine flexible und kostengünstige überbetriebliche Integration. Sie ermöglichen es, unterschiedliche IT-Systeme von Geschäftspartnern miteinander zu verknüpfen, ohne an starre, proprietäre Schnittstellen gebunden zu sein.
Während E-Business primär die Integration betrieblicher Funktionen durch digitale Medien umfasst, geht Collaborative Business darüber hinaus, indem es Geschäftssysteme ganzer Partnerunternehmen synchronisiert und "End-to-End"-Prozesse über Unternehmensgrenzen hinweg realisiert.
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