Diplomarbeit, 2004
55 Seiten, Note: 2,0
1. Einleitung
2. Balanced Scorecard im Gesamtzusammenhang der Steuerungsinstrumente
2.1 Begriffsdefinition
2.2 Historische Entstehung und Entwicklung der Balanced Scorecard
2.3 Kernelemente der Balanced Scorecard
2.3.1 Aufbau bzw. Inhalt einer Balanced Scorecard
2.3.2. Darstellung der vier Perspektiven
2.3.2.1 Finanzperspektive
2.3.2.2 Kundenperspektive
2.3.2.3 Interne Prozessperspektive
2.3.2.4 Lern – und Entwicklungsperspektive
2.4 Stärken- / Schwächenanalyse
2.4.1 Stärken der Balanced Scorecard
2.4.2 Schwächen der Balanced Scorecard
3. Balanced Scorecard als Managementsystem
3.1 Ableitungsmöglichkeiten der Balanced Scorecard
3.2 Vorgehensweise bei der Konzeptionierung einer Balanced Scorecard
3.3 Allgemeiner Implementierungsprozess der Balanced Scorecard
3.4 Problematik bei der Einführung bzw. der Anwendung einer Balanced Scorecard
4. Implementierung einer Balanced Scorecard in ein Versicherungsunternehmen
4.1 Allgemeine Bedeutung der Balanced Scorecard in der Versicherungswirtschaft
4.2 Durchdringungsgrad der Balanced Scorecard – Einführung
4.3 Notwendige Vorbereitungen bei der Einführung.einer Balanced Scorecard
4.4 Verschiedene Implementierungsmöglichkeiten
4.4.1 Anwendung im operativen Geschäft
4.4.2 IT – gestützte Implementierung
4.5 Chancen bzw. Risiken der Balanced Scorecard
5. Zusammenfassung
Die vorliegende Diplomarbeit analysiert den Implementierungsprozess der Balanced Scorecard (BSC) in der Versicherungswirtschaft. Ziel ist es, den Aufbau und die Phasen einer erfolgreichen Einführung zu untersuchen, Motive für die Anwendung zu beleuchten und potenzielle Risiken sowie kritische Erfolgsfaktoren für Versicherungsunternehmen aufzuzeigen.
2.3 Kernelemente der Balanced Scorecard
Eine BSC soll nicht als Schablone, sondern lediglich als Ergänzung zur traditionellen, finanziellen Betrachtungsweise von Unternehmensprozessen dienen. Sie stellt eine Instrumententafel dar, die oft mit dem Cockpit eines Flugzeuges verglichen wird. Sie unterstützt die Geschäftsführung dabei Unternehmensziele zu entwickeln und die zur Erreichung dieser Ziele benötigten Kennzahlen zu interpretieren. Aus dieser Tatsache heraus läßt sich schlußfolgern, dass eine BSC für jedes Unternehmen individuell aufgebaut und eingeführt werden muß – sie muß immer genau auf die individuellen Unternehmensbedürfnisse zugeschnitten werden. Die BSC soll helfen den Mitarbeitern Mechanismen und Methoden nahezubringen, die sie dabei unterstützen, die Strategie des Unternehmens in ihrer täglichen Arbeit umzusetzen.
Laut Friedag benötigt jedes Unternehmen eine Mission, eine Vision und eine Strategie. Um die Notwendigkeit einer BSC besser darstellen zu können und Unklarheiten zu vermeiden, müssen diese drei grundlegenden Begriffe stets fest definiert sein.
Unter einer Mission versteht man im allgemeinen Sprachgebrauch einen Auftrag oder eine Bestimmung. Im betriebswirtschaftlichen Sinne steht die Mission an übergeordneter Stelle und ist der Ausgangspunkt eines jeden Unternehmens. Sie beschreibt, warum ein Unternehmen existiert. Für den Kunden hat die Mission eine gewisse Identifikationsfunktion.
1. Einleitung: Beschreibt die Entstehung der Balanced Scorecard durch Kaplan und Norton sowie die Zielsetzung und Vorgehensweise der vorliegenden Arbeit.
2. Balanced Scorecard im Gesamtzusammenhang der Steuerungsinstrumente: Erläutert die Begriffsdefinition, die historischen Ursprünge im Controlling sowie die vier zentralen Perspektiven und eine Stärken-Schwächen-Analyse.
3. Balanced Scorecard als Managementsystem: Analysiert verschiedene Ableitungsmöglichkeiten, die Konzeptionierung in Teilphasen und den allgemeinen Implementierungsprozess sowie typische Anwendungsprobleme.
4. Implementierung einer Balanced Scorecard in ein Versicherungsunternehmen: Untersucht die spezifische Bedeutung der BSC für Versicherer nach der Marktderegulierung, diskutiert Implementierungsgrade sowie IT-gestützte Ansätze und Chancen bzw. Risiken.
5. Zusammenfassung: Fasst die Kernerkenntnisse zusammen und bewertet die Rolle der BSC als zukunftsorientiertes strategisches Führungssystem.
Balanced Scorecard, BSC, Versicherungswirtschaft, Controlling, Unternehmensstrategie, Kennzahlen, Implementierung, Finanzperspektive, Kundenperspektive, Prozessperspektive, Lern- und Entwicklungsperspektive, Wertetreiber, Deregulierung, Managementinstrument, Zielvereinbarung.
Die Arbeit behandelt die Implementierung der Balanced Scorecard als Instrument zur ganzheitlichen Unternehmenssteuerung, speziell angepasst auf die Anforderungen von Versicherungsunternehmen.
Die Arbeit fokussiert sich auf die theoretischen Grundlagen der BSC, deren Konzeptionierung als Managementsystem sowie die spezifischen Herausforderungen und Chancen bei der Einführung in der Assekuranz.
Ziel ist es, den Implementierungsprozess der BSC zu analysieren, auftretende Unklarheiten zu beseitigen und den Nutzen für Versicherer in einem zunehmend kompetitiven Umfeld aufzuzeigen.
Es handelt sich um eine theoretische Literaturanalyse, die auf den Standardwerken von Kaplan und Norton sowie ergänzender Fachliteratur zur Unternehmenssteuerung und Versicherungswirtschaft basiert.
Der Hauptteil analysiert die Ableitung strategischer Ziele, die methodische Vorgehensweise bei der Konzeption, den konkreten Implementierungsprozess sowie die IT-gestützte Umsetzung.
Wichtige Begriffe sind Balanced Scorecard (BSC), Strategieumsetzung, Kennzahlen, Versicherungswirtschaft und Wertetreiber.
Versicherungen sind informationsintensive Unternehmen. Die BSC hilft hier, durch die Verknüpfung von Früh- und Spätindikatoren, zukunftsorientierte Steuerung zu ermöglichen, was nach der Deregulierung des Marktes essenziell wurde.
Zu den Risiken zählen eine zu hohe Komplexität, die Nutzung von fehlerhaften oder unvollständigen Daten, ein übermäßiger Fokus auf rein finanzielle Kennzahlen und die mangelnde Akzeptanz durch Führungskräfte und Mitarbeiter.
IT-Systeme und Intranet-Lösungen können den Prozess durch eine effiziente Informationsverbreitung und ein strukturiertes Kennzahlen-Reporting maßgeblich erleichtern und beschleunigen.
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