Examensarbeit, 2014
59 Seiten, Note: 1,0
1. Einleitung – Das Phänomen Suizid in der Gesellschaft
2. Grundlagen und wissenschaftliche Erkenntnisse über Suizid
2.1 Begriffsbestimmung
2.1.1 Suizidologie und Suizid in Abgrenzung wortverwandter Begriffe
2.1.2 Besondere Erscheinungsformen des Suizids
2.2 Suizid aus historischer und kultureller Perspektive
2.3 Verfassungs- und strafrechtliche Betrachtung des Suizids
2.4 Demographische Verteilung und Methoden suizidalen Handelns
2.5 Ätiologie des Suizides
2.5.1 Biologische Theorien
2.5.2 Soziologische Theorien
2.5.3 Psychologische Theorien
2.6 Suizidprävention und Therapie
2.6.1 Suizidprävention
2.6.2 Therapiemöglichkeiten bei Suizidalität
2.7 Zusammenfassende Darstellung über Suizidalität
3. Suizid unter Betrachtung polizeilicher Aspekte
3.1 Suizid innerhalb der Polizei
3.2 Suizid im Polizeieinsatz
3.2.1 Vorgehensweise bei Verhandlungen mit Suizidenten
3.2.2 Be- und Verarbeitung des vollendeten Suizids aus polizeilicher Sicht
3.2.3 Erschießen durch Polizeibeamte: „Suicide-by-Cop“
4. Fazit – Suizid ein gesellschaftliches Phänomen und dessen Auswirkung auf die Gesellschaft am Beispiel des Polizeibeamten
Die Arbeit untersucht das vielschichtige Phänomen Suizid in der heutigen Leistungsgesellschaft mit einem spezifischen Fokus auf die Herausforderungen und Anforderungen an Polizeibeamte in entsprechenden Einsatzsituationen. Ziel ist es, ein Verständnis für die Ursachen und Erscheinungsformen des Suizids zu schaffen sowie aufzuzeigen, wie wissenschaftliche Erkenntnisse die polizeiliche Arbeit unterstützen können, um suizidale Personen professionell zu begleiten und Gefahren für alle Beteiligten zu minimieren.
3.2.1 Vorgehensweise bei Verhandlungen mit Suizidenten
Im folgenden Teil der Arbeit geht es um verschiedene Vorgehensweisen und dem damit benötigtem Wissen im Umgang mit Suizidenten. Ebenfalls wird auf eine Reihe von zu beachtenden Aspekten innerhalb eines Suizideinsatzes eingegangen. Hierbei bieten sowohl Literatur, als auch Interviews mit erfahrenen Polizeibeamten aus dem Wach- und Wechseldienst (Streifenbeamter), als auch mit geschulten Polizeibeamten der Verhandlungsgruppe (VG) eine Grundlage zu Bearbeitung dieser Thematik.
Zunächst ist jedoch zu erläutern, wobei es sich bei der polizeilichen Verhandlungsgruppe handelt. „Die Verhandlungsgruppe (VG) ist eine Spezialeinheit der Polizei. In Deutschland verfügen die Polizeien aller Bundesländer sowie der Bund (Bundeskriminalamt) über eine oder mehrere Verhandlungsgruppen. […]Sie führen Verhandlungen mit dem Täter, um diesen zur Aufgabe zu bewegen, oder unterstützt andere Kräfte bei der Lagelösung. Die Mitglieder einer Verhandlungsgruppe sind in der Gesprächsführung und Psychologie speziell ausgebildete und intensiv trainierte Polizeivollzugsbeamte. Für sie ist es unabdingbar, sich in die möglichen Handlungsweisen des Gegenübers hineinversetzen zu können. Diese Einschätzung dient dem Einsatzleiter als Grundlage für Entscheidungen. […] Das Einsatzgebiet der Verhandlungsgruppen umfasst heute folgende Einsatzlagen: Bedrohungslagen, Verbarrikadierung, Suizidversuch, Entführung, Geiselnahmen sowie Erpressungen.“70 Die VG kommt immer dann zum Einsatz, wenn polizeiliche Ziele primär nur mit kommunikativen Maßnahmen durchgesetzt werden können, da nach erster Einschätzung ein Handeln in der Durchführung zu risikoreich wäre. Somit gehört auch die Verhandlung in Suizidsituationen zu den Hauptaufgaben der VG.71
Im weiteren Verlauf werden nun verschiedene Aspekte und Stationen in Bezug auf einen Suizideinsatz thematisiert. Diese sind jedoch nicht abschließend und sollen lediglich einen Einblick in die Polizeiarbeit geben. Dazu werden sowohl theoretische Literaturvorgaben, als auch exemplarisch praktische Erfahrungen, hinzugezogen.
1. Einleitung – Das Phänomen Suizid in der Gesellschaft: Einführung in das Thema Suizid als gesellschaftliches Phänomen und Darlegung der Relevanz für polizeiliche Akteure.
2. Grundlagen und wissenschaftliche Erkenntnisse über Suizid: Erläuterung der Begrifflichkeiten, historischen Perspektiven, gesetzlichen Rahmenbedingungen sowie Ätiologie und Präventionsmöglichkeiten des Suizids.
3. Suizid unter Betrachtung polizeilicher Aspekte: Analyse der spezifischen polizeilichen Herausforderungen, einschließlich Kommunikationstechniken, Eigensicherung und Nachsorge bei suizidalen Einsätzen.
4. Fazit – Suizid ein gesellschaftliches Phänomen und dessen Auswirkung auf die Gesellschaft am Beispiel des Polizeibeamten: Zusammenfassende Betrachtung der Komplexität des Phänomens und Reflexion der Rolle des Polizeibeamten bei der Bewältigung suizidaler Lagen.
Suizid, Suizidalität, Polizei, Krisenintervention, Verhandlungsgruppe, Eigensicherung, Suizidprävention, Suicide-by-Cop, Kommunikationstechnik, Psychologie, Suizidversuch, Polizeibeamte, Einsatzmanagement, psychische Belastung, Traumaambulanz
Die Arbeit behandelt das Phänomen Suizid unter wissenschaftlichen Aspekten sowie dessen spezifische Auswirkungen und Anforderungen innerhalb des polizeilichen Alltags.
Die Themen umfassen die Ätiologie von Suizidalität, präventive Maßnahmen, polizeiliche Einsatzstrategien bei Suizidversuchen und die psychische Nachsorge für Einsatzkräfte.
Ziel ist es, Handlungsansätze für Polizeibeamte aufzuzeigen, um Suizidversuche deeskalierend zu begleiten und die professionelle Eigensicherung sowie Nachsorge zu verbessern.
Die Arbeit basiert auf einer Literaturanalyse sowie auf Experteninterviews mit Polizeibeamten aus dem Wachdienst und der spezialisierten Verhandlungsgruppe.
Der Hauptteil gliedert sich in wissenschaftliche Grundlagen (biologische, soziologische, psychologische Theorien) und den praktischen polizeilichen Bezug (Einsatzführung, Kommunikation, Suicide-by-Cop).
Zu den Kernbegriffen zählen Suizidalität, polizeiliche Krisenintervention, Eigensicherung, Kommunikationstechniken und die psychologische Aufarbeitung nach Einsätzen.
Durch die direkte Einbindung von Erfahrungsberichten und Interviews mit Polizeibeamten bietet die Arbeit einen praxisorientierten Einblick in die operative Polizeiarbeit bei Suizidgefahr.
Die Eigensicherung hat oberste Priorität, da Suizidenten in Ausnahmesituationen unvorhersehbar und aggressiv reagieren können, was eine hohe Sicherheitsdistanz und taktisches Vorgehen erforderlich macht.
Neben professionellen Hilfsangeboten wie Kriseninterventionsteams spielen die persönliche Reflexion, der Austausch mit Kollegen und in einigen Fällen psychotherapeutische Methoden wie EMDR eine wichtige Rolle.
Es handelt sich um eine Form des Suizids, bei der eine Person durch bewusst bedrohliches Verhalten gegenüber der Polizei einen Schusswaffengebrauch der Beamten provoziert, um sich töten zu lassen.
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