Magisterarbeit, 2007
284 Seiten, Note: 1,0
1. EINLEITUNG
2. BEGRIFFSABGRENZUNGEN
3. HISTORISCHE ENTWICKLUNG DES JUSTIZVOLLZUGS
4. GRUNDLAGEN DES JUSTIZVOLLZUGS
4.1 Gesetzliche Grundlagen
4.2 Organisatorische Grundlagen
4.3 Statistische Grundlagen
4.4 Zusammenfassung
5. PÄDAGOGIK IM JUSTIZVOLLZUG
5.1 Bildungsangebote für Strafgefangene
5.2 Aufgaben der Lehrenden
5.3 Anforderungen an die Lehrenden
5.4 Zusammenfassung
6. AUSLÄNDISCHE INHAFTIERTE IM STRAFVOLLZUG
6.1 Ausländeranteile im Strafvollzug der Bundrepublik Deutschland
6.2 Anteile ausländischer Inhaftierter in Untersuchungshaft und Jugendstrafvollzug
6.3 Problematische Aspekte der Inhaftierung
6.4 Haftbedingungen ausländischer Inhaftierter
6.5 Die Stellung der Ausländer nach dem Zuwanderungsgesetz
6.6 Die Förderung der Integration im Bundesgebiet lebender Ausländer
6.6.1 Anwendung der Integrationskurse auf Strafgefangene
7. EMPIRISCHE GRUNDLAGE – ERGEBNISSE DER EVALUATION
7.1 Hypothesen und Forschungsfragen
7.2 Auswahl der Methode
7.3 Umfang und Ziele der Datenerhebung
7.3.1 Beschreibung der Vorgehensweise
7.3.2 Gestaltung des Fragebogens
7.4 Auswertung und Interpretation der Ergebnisse
7.4.1 Ermittlung der DaF/DaZ-Kurse
7.4.2 Zuständigkeiten und Durchführung
7.4.3 Qualifikation der Lehrkräfte
7.4.4 Dauer der DaF/DaZ-Kurse
7.4.5 Größe der Unterrichtsgruppen
7.4.6 Nationalitäten
7.4.7 Zertifizierung
7.4.8 Konzeptionierung
7.4.9 Unterrichtsmaterial
7.4.10 Qualitäts- und Erfolgskontrollen
7.4.11 Anteile Inhaftierter mit nichtdeutscher Muttersprache
7.5 Zusammenfassung
7.5.1 Ableitung der Ergebnisse für die Referenzkursgestaltung
8. DEUTSCH ALS FREMD- UND ZWEITSPRACHE
8.1 Entwicklung der Methoden
8.2 Modell Didaktische Analyse zur Unterrichtsvorbereitung
8.3 Unterrichtsphasen
8.4 Beispielhafte Unterrichtseinheit
9. GESTALTUNG DES REFERENZKURSES
9.1 Impulse innovativer Konzeptionen
9.1.1 JVA Cottbus-Dissenchen (Brandenburg)
9.1.2 JVA Freiburg (Baden-Württemberg)
9.1.3 JVA Ottweiler (Saarland)
9.1.4 Prison Translator (Schweiz)
9.2 Lernziele und Anforderungen an den Referenzkurs
9.2.1 Sprachliche Kenntnisse und Fertigkeiten
9.2.2 Metasprachliches Wissen
9.2.3 Schlussfolgerungen
9.3 Vorüberlegungen und Rahmenfestlegung
9.3.1 Dauer – Unbefristete vs. Befristete Bildungsmaßnahmen
9.3.2 Umfang des Referenzkurses
9.3.3 Struktureller Aufbau – Module vs. Kapitel
9.3.4 Lehrwerke im Strafvollzug
9.4 Beschreibung der Zielgruppe
9.4.1 Allgemeinbildung/Vorbildung
9.4.2 Lernerfahrung
9.4.3 Vorkenntnisse
9.4.4 Motivation
9.4.5 Kognitive Leistungsfähigkeit/Konzentrationsfähigkeit
9.4.6 Muttersprache
9.4.7 Kriminalität/Gewaltpotential
9.4.8 Schlussfolgerungen
9.4.8.1 Verwendbare Sozialformen
9.4.8.2 Hilfsmittel/Medien
9.4.8.3 Spiele
9.5 Didaktisch-methodische Grundlagen
9.5.1 Progression
9.5.2 Wortschatz
9.5.3 Grammatik
9.5.4 Rezeptive und produktive Fertigkeiten
9.5.4.1 Die rezeptiven Fertigkeiten
9.5.4.2 Die produktiven Fertigkeiten
9.5.5 Landeskunde
9.6 Zusammenfassung
10. DER REFERENZKURS
10.1 Kursinhalte
10.2 Inhaltsbeschreibung
10.2.1 MODUL Alphabetisierung
10.2.2 MODUL I
10.2.3 MODUL II
10.2.4 MODUL III
10.2.5 MODUL IV
10.2.6 MODUL V
10.2.7 MODUL VI
10.2.8 MODUL VII
11. FORSCHUNGSTAGEBUCH
12. FAZIT
Ziel der Arbeit ist es, den Status Quo des Deutsch-als-Fremd- und Zweitsprachen-Unterrichts (DaF/DaZ) im deutschen Strafvollzug wissenschaftlich zu untersuchen und darauf basierend eine praxisnahe Handreichung sowie einen modularen Referenzkurs zu entwickeln, der Inhaftierte bei der sprachlichen Alltagsbewältigung und Integration unterstützt.
Didaktik/Methodik
Eine Definition der Termini Didaktik und Methodik ist aufgrund der Anzahl fachlicher Ansichten und Definitionen schwierig. Daher soll die Definition hier nur kurz erfolgen. In einem grundlegenden Nachschlagewerk des Fachgebiets der Psychologie findet man diese Definition des Begriffes Didaktik:
„Wissenschaft des Lehrens bzw. Theorie der Steuerung von Lernprozessen; auch Theorie der Bildungsinhalte und –ziele; im engeren Sinne allgemeine Theorie des Unterrichts (erziehungswissenschaftliche Disziplin), unter Berücksichtigung der pädagogischen Absichten und Ziele, Mittel, Methoden sowie individuellen und soziokulturellen Bedeutung des Unterrichts; umfaßt vor allem Auswahl und Anordnung der Lehrinhalte, Bestimmung der angemessenen Unterrichtsverfahren sowie Entwicklung von Verfahren zur Lernzielkontrolle bzw. zur Evaluation des Unterrichts. Neuere Methoden der D. fußen auf informationstheoretischen und speziell lerntheoretischen Modellen.“
Der Didaktik-Begriff, der in dieser Definition genannt wird, bezeichnet allgemein die Theorie des Unterrichts als erziehungswissenschaftliche Disziplin, die damit zusammenhängende Aspekte näher beleuchtet. Mit anderen Worten: Didaktik ist die Wissenschaft des Lehrens und Lernens. Da die o. g. Aspekte wie Absichten, Ziele, Mittel, Methoden usw. in inhaltliche Aspekte und Aspekte zur Vorgehensweise aufgeteilt werden können, ergab sich die Bildung verschiedener Teilgebiete, die jedoch zwingend zusammengehören, um eine effiziente Lehre zu ermöglichen.
Mit einfachen Worten lässt sich sagen: Die Didaktik beschäftigt sich mit den Lehrinhalten (was gelehrt wird), während sich die Methodik mit den Lehrverfahren (wie gelehrt wird) befasst.
1. EINLEITUNG: Definiert das Thema Deutsch als Fremd- und Zweitsprache im Strafvollzug, identifiziert Defizite in der Unterrichtung und stellt das Ziel einer praxisnahen Handreichung für Lehrende und Betreuer vor.
2. BEGRIFFSABGRENZUNGEN: Klärt grundlegende Termini wie Justiz- und Strafvollzug, die Differenzierung zwischen Fremd- und Zweitsprache sowie die Unterscheidung von Didaktik und Methodik.
3. HISTORISCHE ENTWICKLUNG DES JUSTIZVOLLZUGS: Bietet einen geschichtlichen Abriss vom Mittelalter über Bridewell bis hin zur Etablierung des modernen Strafvollzugsgesetzes 1977.
4. GRUNDLAGEN DES JUSTIZVOLLZUGS: Erläutert die gesetzlichen und organisatorischen Rahmenbedingungen, wie das Strafvollzugsgesetz (StVollzG), sowie statistische Daten zur Gefangenenstruktur.
5. PÄDAGOGIK IM JUSTIZVOLLZUG: Analysiert das Bildungsangebot für Gefangene, die Rollen der Lehrenden und die daraus resultierenden didaktischen Anforderungen.
6. AUSLÄNDISCHE INHAFTIERTE IM STRAFVOLLZUG: Untersucht die Situation nichtdeutscher Inhaftierter unter Berücksichtigung von Sprachbarrieren, rechtlichen Aspekten (Zuwanderungsgesetz) und Integrationsbemühungen.
7. EMPIRISCHE GRUNDLAGE – ERGEBNISSE DER EVALUATION: Präsentiert die Ergebnisse der bundesweiten Befragung von Justizvollzugsanstalten zu Sprachkursen, Methoden und Qualifikationen der Lehrenden.
8. DEUTSCH ALS FREMD- UND ZWEITSPRACHE: Erörtert die methodische Entwicklung des DaF/DaZ-Unterrichts und stellt das Modell der Didaktischen Analyse zur Unterrichtsvorbereitung vor.
9. GESTALTUNG DES REFERENZKURSES: Führt die theoretischen und empirischen Erkenntnisse zusammen, um ein modulares Kurskonzept zu entwerfen, das auf die Bedürfnisse inhaftierter Lerner zugeschnitten ist.
10. DER REFERENZKURS: Detailliert die konkreten Kursinhalte, gegliedert in Module (Alphabetisierung bis Behördenkommunikation), die als Leitfaden für die Unterrichtspraxis dienen.
11. FORSCHUNGSTAGEBUCH: Dokumentiert den persönlichen Prozess und die Arbeitsweise der Autoren während der Erstellung der Arbeit.
12. FAZIT: Fasst die wesentlichen Ergebnisse zusammen und bietet einen Ausblick auf weiteren Forschungsbedarf.
Deutsch als Fremdsprache, DaF/DaZ, Strafvollzug, Inhaftierte, Resozialisierung, Integrationskurse, Sprachbarrieren, Unterrichtsplanung, Didaktik, Methodik, Qualifikation, Gefangene, Bildungsangebot, Zuwanderungsgesetz, Lernziele.
Die Magisterarbeit befasst sich mit der Situation und Gestaltung von Deutsch-als-Fremd- und Zweitsprach-Unterricht für nichtdeutsche Inhaftierte in deutschen Justizvollzugsanstalten.
Zentrale Felder sind die pädagogischen Grundlagen im Strafvollzug, die spezifische Situation ausländischer Inhaftierter, die didaktische Aufbereitung von Sprachunterricht sowie die praktische Modulgestaltung für einen Referenzkurs.
Das Ziel ist es, eine wissenschaftlich fundierte, aber praxisorientierte Handreichung zu erstellen, die Lehrkräften im Strafvollzug hilft, Sprachunterricht bedarfsgerecht und zielgruppenorientiert zu gestalten.
Die Arbeit basiert auf einer theoretischen Fundierung und einer empirischen Datenerhebung (Bestandsabfrage) mittels eines bundesweiten Fragebogens an Justizvollzugsanstalten.
Der Hauptteil umfasst sowohl die historischen und gesetzlichen Grundlagen des Vollzugs als auch eine detaillierte Auswertung der empirischen Daten sowie die Entwicklung eines modularen Referenzkurs-Konzepts.
Die wichtigsten Begriffe sind Strafvollzug, DaF/DaZ, Resozialisierung, Integration, Alphabetisierung und Didaktik.
Ein Modul des Referenzkurses ist explizit der Alphabetisierung gewidmet, da ein Teil der Zielgruppe über keine ausreichenden Schriftsprachkenntnisse verfügt, was eine Grundvoraussetzung für weiterführende Maßnahmen darstellt.
Die Autoren empfehlen ein modulares Konzept mit flacher Progression, das eine flexible Anpassung an unterschiedliche Lernniveaus und die Integration von Teilnehmern mit unterschiedlichen Muttersprachen ermöglicht.
Die Arbeit schlägt vor, Zeitformen nicht nur rein grammatisch zu vermitteln, sondern "Signalwörter" (wie "gestern", "gerade", "morgen") zur Identifizierung der Zeitform zu nutzen, um den Lernenden einen einfacheren Zugang zur Kommunikation zu ermöglichen.
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