Diplomarbeit, 2001
87 Seiten, Note: 1,7
Diese Diplomarbeit untersucht den unterschiedlichen Umgang mit psychisch Kranken in Deutschland und Westafrika, wobei der Fokus auf die Vergleichbarkeit von gesellschaftlichen Normen, Krankheitsdefinitionen und therapeutischen Ansätzen liegt.
Die Einleitung führt in die Thematik des unterschiedlichen Umgangs mit psychisch Kranken in verschiedenen Kulturen ein und skizziert den Aufbau der Arbeit. Der allgemeine Teil widmet sich grundlegenden Begriffen wie Normen, Krankheit und Gesundheit, wobei der Fokus auf die Bedeutung gesellschaftlicher Einflüsse liegt. Kapitel 4 beschreibt die endogenen Psychosen, ihre Ursachen, Behandlungsmethoden und Therapiemöglichkeiten. Der erste Teil des Vergleichs analysiert die historische Entwicklung des Umgangs mit psychisch Kranken im deutschen Kulturraum von der Antike bis zur Gegenwart. Der zweite Teil der Arbeit befasst sich mit psychischen Erkrankungen in Westafrika, beleuchtet die Einflüsse der Kolonialzeit und des sozialen Lebens und stellt die Erscheinungsbilder der Psychosen mit ihren kulturspezifischen Besonderheiten in traditionellen Gesellschaften dar. Des Weiteren werden afrikanische Erklärungsmodelle und Therapieformen für psychische Erkrankungen erörtert.
Psychische Erkrankungen, Kulturvergleich, Deutschland, Westafrika, Normen, Stigma, endogene Psychosen, Schizophrenie, Manie, Depression, Psychiatrie, traditionelle Heilmethoden, Besessenheit.
Während in Deutschland ein stark institutionalisierter und medizinischer Ansatz dominiert, spielen in Westafrika oft traditionelle Heilmethoden und die Einbindung in die Gemeinschaft eine zentrale Rolle.
Oft werden psychische Erkrankungen auf übernatürliche Ursachen wie Besessenheit oder den Einfluss von Geistern (z.B. Rab-Kult) zurückgeführt.
Kritisiert werden die Stigmatisierung durch Etikettierung, die teilweise zwangsweise stationäre Unterbringung und die starke Fokussierung auf die Behandlung mit Neuroleptika.
Das Weglaufhaus ist ein alternatives Projekt in Deutschland, das Menschen eine Zuflucht vor der traditionellen Psychiatrie bietet und auf Selbstbestimmung setzt.
Die Kolonialmächte führten europäische psychiatrische Modelle ein, die oft im Widerspruch zu traditionellen Heilriten standen, heute aber teilweise miteinander verknüpft werden (z.B. in Dakar).
Ein Fachgebiet, das untersucht, wie kulturelle Hintergründe das Erscheinungsbild, die Diagnose und die Behandlung psychischer Störungen beeinflussen.
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