Bachelorarbeit, 2019
139 Seiten, Note: 1,3
1 Einleitung
1.1 Problemstellung und Motivation
1.2 Zielsetzung
2 Theoretischer Hintergrund
2.1 Wasserknappheit
2.1.1 Begriffsdefinition
2.1.2 Wasserverwendung und Folgen von Wasserknappheit
2.1.3 Quantifizierung von Wasserverbrauch
2.1.3.1 Volumetrischer Wasserfußabdruck
2.1.3.2 Wirkungsorientierter Wasserfußabdruck
2.1.4 Methoden zur Wirkungsabschätzung von Wasserverbrauch und Wasserknappheit auf die menschliche Gesundheit
2.2 Nahrungsmittelsicherheit
2.2.1 Begriffsdefinition und Dimensionen
2.2.2 Methoden zur Messung
2.2.3 Mangelernährung bei Kindern
2.2.3.1 Ursachen und Folgen von Nahrungsmittelunsicherheit und Mangelernährung
2.3 Überblick über die Punjab Provinz
2.3.1 Demographie und Geographie
2.3.2 Landwirtschaftliche Wasserknappheit in Punjab
2.3.2.1 Interne Ursachen für landwirtschaftliche Wasserknappheit
2.3.2.2 Externe Ursachen für landwirtschaftliche Wasserknappheit
2.3.3 Landwirtschaftliche Erzeugnisse
2.3.3.1 „Cash Crops“: Baumwolle
2.3.3.2 „Food Crops“: Weizen, Reis und Mais
2.3.4 Sozioökonomischer Entwicklungsstand und Ernährungssituation
2.3.4.1 Armut und Nahrungsmittelunsicherheit in Pakistan und Punjab
2.3.4.2 Ernährungszustand der Bevölkerung in Pakistan und Punjab
3 Methodisches Vorgehen
3.1 Analyse der Wirkungskette von Wasserknappheit zu Mangelernährung
3.2 Meta-Studie: Selektionskriterien, Vorgehen und Studienauswahl
3.3 Methodenvariation zur Quantifizierung des humanitären Gesundheitsschadens durch Wasserknappheit in Punjab
4 Ergebnisse
4.1 Resultate der Meta-Studie
4.2 Vorstellung der Methodenvariation und des Mangelernährungsindex
4.2.1 Ergebnisse der Fallstudie
5 Diskussion
5.1 Meta-Studie: Vorgehensweise und Resultate
5.1.1 Kritische Reflexion der Vorgehensweise
5.1.2 Interpretation der für die Methodenvariation relevanten Faktoren
5.2 Reflexion der Methodenvariation
5.2.1 Ergebnisinterpretation und Vergleich mit der Originalmethode
5.2.2 Kritische Betrachtung der Methodenvariation
5.2.2.1 Mögliche Modifikation der Methodenvariation
6 Fazit und Ausblick
Die Arbeit analysiert die Auswirkungen des landwirtschaftlichen Wasserverbrauchs auf den Ernährungszustand von Kindern in der Punjab Provinz Pakistans. Ziel ist es, durch die Entwicklung und Anwendung einer angepassten Methode zur Quantifizierung des humanitären Gesundheitsschadens die komplexen Zusammenhänge zwischen Wasserknappheit, landwirtschaftlicher Produktion und Mangelernährung zu untersuchen.
2.3.2.1 Interne Ursachen für landwirtschaftliche Wasserknappheit
Wasserknappheit in Punjab, besonders im landwirtschaftlichen Kontext, kann auf eine Vielzahl von Ursachen zurückgeführt werden, die sowohl interner als auch externer Natur sind. Im folgenden Unterkapitel sollen einige ersterer Kategorie vorgestellt werden. Da diese eng mit den verbreiteten künstlichen Bewässerungssystemen zusammenhängen, gilt es, auch jene kurz zu erläutern.
Da die geringen Niederschlagsmengen in vielen Landesteilen, wie auch in Punjab, zur alleinigen Wasserversorgung der Landwirtschaft nicht ausreichen, muss ein Großteil der Felder künstlich bewässert werden. Der Anteil bewässerter Gebiete an der gesamten landwirtschaftlich genutzten Fläche Pakistans, die im Jahr 2008 19.990.000 ha betrug, hat sich innerhalb des letzten Jahrzehnts um jährlich 1,70% gesteigert (FAO, 2012b). Etwa 80,00% der nationalen Agrarfläche und 75,00% der Felder in Punjab werden durch das künstlich errichtete Kanalsystem IBIS mit Wasser versorgt; die Provinz verfügt über ein Netz von insgesamt 28.901 Kanalmeilen (rund 46.512km) (Bureau of Statistics Punjab, 2018 Encyclopaedia Britannica, 2010; Rahut et al., 2015). Pakistan gilt somit als das Land mit der wasserintensivsten Wirtschaftsleistung weltweit (The Senate Forum for Policy Research, 2018). Jährlich werden durchschnittlich 122 Mrd. m³ Frischwasser in Pakistans Bewässerungskanäle eingeleitet. Ein Großteil davon wird während der Sommermonate generiert; besonders von Juni bis August, wenn die Monsunniederschläge mit einer hohen Gletscherschmelze im Himalayagebirge zusammenkommen (Rahut et al., 2015; Young et al., 2019).
Die letzte Verteilungsstufe des Kanalsystems wird auch als warabandi bezeichnet, was sich als „festgelegte Reihenfolge“ übersetzen lässt (Civil Engineering Terms, 2013). Es folgt der Idee, dass den Farmen je nach zu bewässernder Feldgröße ein bestimmtes Volumen an Wasser zu einem fixen Zeitpunkt und vereinbarter Regelmäßigkeit (normalerweise alle sieben bis zehn Tage) gegen Entgelt zur Verfügung gestellt wird (Abb.10). Diese Methode soll eine gleichmäßige, gerechte Verteilung der knappen Ressource gewährleisten, die von zentraler Stelle aus organisiert oder innerhalb der Bauerngemeinschaften geregelt wird.
1 Einleitung: Einführung in die Problematik der Wasserknappheit im Kontext der Landwirtschaft und der Kinderernährung in Punjab sowie Definition der Zielsetzung der Arbeit.
2 Theoretischer Hintergrund: Theoretische Auseinandersetzung mit den Konzepten Wasserknappheit, Nahrungsmittelsicherheit und Mangelernährung sowie deren Wirkungszusammenhänge.
3 Methodisches Vorgehen: Detaillierte Darstellung der Vorgehensweise, inklusive der Konstruktion einer Wirkungskette, der Durchführung einer Meta-Studie und der Entwicklung einer Methodenvariation.
4 Ergebnisse: Präsentation der Resultate der Meta-Studie, der Methodenvariation und der angewandten Fallstudie in den Distrikten.
5 Diskussion: Kritische Reflexion und Interpretation der gewonnenen Ergebnisse sowie Analyse der Güte der Methodenvariation im Vergleich zur Originalmethode.
6 Fazit und Ausblick: Zusammenfassende Beantwortung der Forschungsfragen und Ausblick auf zukünftigen Forschungsbedarf.
Wasserknappheit, landwirtschaftlicher Wasserverbrauch, Punjab, Mangelernährung, Kinder, Nahrungsmittelsicherheit, Baumwollanbau, Methodenvariation, humanitärer Gesundheitsschaden, Meta-Studie, Armut, Bewässerungssysteme, DALY, Wirkungskette, sozioökonomischer Entwicklungsstand.
Die Arbeit untersucht die Auswirkungen des landwirtschaftlichen Wasserverbrauchs auf den Ernährungszustand von Kindern in der Provinz Punjab in Pakistan unter Berücksichtigung von Wasserknappheit.
Zentrale Themen sind die Quantifizierung des Wasserverbrauchs, die Nahrungsmittelsicherheit auf Distriktebene sowie Faktoren, die Mangelernährung bei Kindern beeinflussen.
Die Arbeit strebt an zu identifizieren, welche Faktoren global und regional (Punjab) die Mangelernährung beeinflussen und in welchen Distrikten der landwirtschaftliche Wasserverbrauch die größten negativen Auswirkungen auf Kinder hat.
Es wird eine Wirkungskette konstruiert, eine Meta-Studie durchgeführt und eine bestehende Methode von Pfister et al. (2009) zur Quantifizierung humanitärer Gesundheitsschäden variiert und angewendet.
Der Hauptteil umfasst die theoretische Einbettung, die methodische Herleitung der Modellvariation (MV), die Durchführung der Meta-Studie zur Identifikation von Risikofaktoren und die Anwendung der MV auf zehn Distrikte in einer Fallstudie.
Die Arbeit wird durch Begriffe wie Wasserknappheit, Mangelernährung, Punjab, humanitärer Gesundheitsschaden, Baumwollanbau und Nahrungsmittelsicherheit charakterisiert.
Baumwolle dient als Beispiel für eine "Cash Crop", deren wasserverbrauchsintensiver Anbau in Punjab signifikante Auswirkungen auf die lokalen Wasserressourcen und damit potenziell auf die Ernährungssituation hat.
Bahawalpur weist aufgrund des intensiven Baumwollanbaus den höchsten Wasserverbrauch auf, was in den Modellen zu einem besonders hohen errechneten Gesundheitsschaden führt, obwohl die tatsächlichen Mangelernährungsraten dort nicht die höchsten sind.
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