Masterarbeit, 2019
104 Seiten, Note: 2,1
1 EINLEITUNG UND PROBLEMSTELLUNG
2 ZIELSETZUNG
3 GEGENWÄRTIGER KENNTNISSTAND
3.1 Einordung der Begriffe Gesundheit, BGM, BGF und Arbeitsschutz
3.1.1 Gesundheit
3.1.2 Betriebliches Gesundheitsmanagement (BGM)
3.1.3 Betriebliche Gesundheitsförderung (BGF)
3.1.4 Arbeitsschutz
3.2 Einordnung der Begriffe „Psychische Belastung“ und „Stress“
3.3 Aktueller Forschungsstand
3.3.1 Psychische Belastungen und Erkrankungen im Allgemeinen
3.3.2 Psychische Belastungen und Erkrankungen im Arbeitsbezug
3.4 Work Ability Index (WAI)
3.5 Beschreibung aktueller Screeningverfahren zu psych. Belastungen am Arbeitsplatz
3.5.1 Beobachtende Verfahren
3.5.2 Interview
3.5.3 Fragebogen
4 METHODIK
4.1 Beschreibung / Vorstellung des Unternehmens (anonymisiert)
4.2 Forschungsfragen / Hypothesen
4.3 Beschreibung der Stichprobe
4.4 Forschungsdesign
4.5 Datenerhebung
4.6 Datenauswertung
5 ERGEBNISSE
5.1 Deskriptive Auswertung
5.2 Inferenzstatistik
5.2.1 Hypothesenprüfungen der Unterschiedshypothesen (F1-H1 und F2-H3)
5.2.2 Hypothesenprüfung der Zusammenhangshypothese (F3-H6)
5.2.3 Sonstige Hypothesenprüfungen (F2-H2, F3-H4 und F3-H5)
5.2.4 Beantwortung der Forschungsfragen
6 DISKUSSION
7 ZUSAMMENFASSUNG
Die Arbeit analysiert im Rahmen einer retrospektiven Sekundärdatenanalyse die psychischen Belastungen und Beanspruchungen von Mitarbeitern eines Industrieunternehmens. Ziel ist es, durch die Auswertung einer bestehenden Mitarbeiterbefragung auf Basis von Fragebögen wie dem WAI und dem FAGS-BGF Erkenntnisse über die Belastungssituation, die vorhandenen Ressourcen zur Bewältigung sowie Auswirkungen auf die Arbeitsfähigkeit zu gewinnen.
3.1.1 Gesundheit
Die Weltgesundheitsorganisation (WHO) definierte Gesundheit bereits 1948 wie folgt: „Health is a state of complete physical, mental and social well-being and not merely the absence of disease or infirmity“. Laut dieser Definition würde ein Mensch ausschließlich bei vollständigem körperlichen, geistigen und sozialen Wohlbefinden sowie gleichzeitiger Abstinenz von jeglichem Unwohlsein als gesund gelten. Bamberg hält diese Kriterien für zu streng und beschreibt daher das Erreichen dieses Zustandes als Utopie (1998, S. 43).
Eine etwas gelockerte Auffassung vertritt Antonovsky mit seinem Salutogenese-Modell. Dieses besagt „solange wir einen Atemzug Leben in uns haben, sind wir alle bis zu einem gewissen Grad gesund“ (Franke, 1997, S. 49 ff., nach Antonovsky, 1989). Laut diesem Verständnis ist ein Mensch nie vollständig gesund oder krank – befindet sich demnach in keinem Endstadium – sondern bewegt sich stets in einem dynamischen Zwischenzustand. Antonovksy legt lediglich Wert auf eine Ausgeglichenheit zwischen Körper, Geist und Sozialleben. Ist diese gegeben, ist ein Mensch tendenziell gesund – auch dann, wenn in einem einzelnen Bereich des Individuums kein vollkommenes Wohlbefinden herrscht (BZgA, 2001, S. 32, nach Antonovsky, 1979).
Eine ähnliche Ansicht vertritt der Philosoph und Philologe Friedrich Nietzsche, indem er einmal sagte, dass „Gesundheit dasjenige Maß an Krankheit ist, das es mir noch erlaubt, meinen wesentlichen Beschäftigungen nachzugehen“ (o.J.). Hier wird die Gesundheit einer Person über den Einschränkungsgrad definiert. Ist ein Mensch in der Lage einen Großteil seiner gewünschten Aktivitäten durchzuführen, ist dieser eher gesund als krank.
1 EINLEITUNG UND PROBLEMSTELLUNG: Die Einleitung beleuchtet die steigende Relevanz des Betrieblichen Gesundheitsmanagements zur Sicherung der Arbeitsfähigkeit angesichts des demografischen Wandels und psychischer Erkrankungen.
2 ZIELSETZUNG: Hier wird das Ziel definiert, psychische Belastungen und Bewältigungsressourcen in einem anonymisierten Industrieunternehmen mittels einer Datenanalyse auszuwerten.
3 GEGENWÄRTIGER KENNTNISSTAND: Dieses Kapitel liefert die theoretischen Grundlagen zu BGM, BGF, Arbeitsschutz, Stressmodellen sowie einen Überblick über etablierte Screening-Instrumente.
4 METHODIK: Der Autor beschreibt das Vorgehen der Sekundäranalyse, die Stichprobe von 1585 Teilnehmern sowie die eingesetzten statistischen Testverfahren zur Hypothesenprüfung.
5 ERGEBNISSE: Detaillierte Darstellung der deskriptiven Daten und inferenzstatistischen Ergebnisse zur Belastungssituation und Arbeitsfähigkeit in Verwaltung und Produktion.
6 DISKUSSION: Kritische Auseinandersetzung mit den Ergebnissen, den Grenzen der methodischen Vorgehensweise und den Einflussfaktoren wie Gehalt und Unternehmenskultur.
7 ZUSAMMENFASSUNG: Abschlussbetrachtung der wichtigsten Erkenntnisse und Bewertung des Nutzens der Erhebung für die Führungsebene des Unternehmens.
Betriebliches Gesundheitsmanagement, BGM, Psychische Belastung, Arbeitsfähigkeit, Work Ability Index, WAI, Stress, Gesundheitsförderung, Arbeitsschutz, Sekundäranalyse, Mitarbeiterbefragung, Beanspruchungsfolgen, Industrieunternehmen, Gesundheitskompetenz, Stressoren.
Die Masterarbeit befasst sich mit der Analyse eines Risiko-Screenings für psychische Belastungen und deren Auswirkungen bei Mitarbeitern eines Industrieunternehmens durch eine retrospektive Auswertung vorhandener Befragungsdaten.
Die Themenfelder umfassen die theoretische Einordnung von Gesundheit und BGM, die Rolle psychischer Belastungen im Arbeitskontext sowie die empirische Untersuchung von Arbeitsfähigkeit und Ressourcenverfügbarkeit.
Das Ziel ist die Beantwortung der Frage, inwieweit Mitarbeiter psychischen Belastungen ausgesetzt sind, welche Auswirkungen diese auf die Belegschaft haben und ob Ressourcen zur Bewältigung zur Verfügung stehen.
Es handelt sich um eine retrospektive Sekundärdatenanalyse. Zur statistischen Auswertung wurden unter anderem der U-Test nach Mann-Whitney und der Rangkorrelationskoeffizient nach Spearman eingesetzt.
Der Hauptteil gliedert sich in eine fundierte Literaturrecherche zum Forschungsstand, eine detaillierte methodische Beschreibung des Analyseinstruments und die umfassende Auswertung und Diskussion der empirischen Ergebnisse.
Die wichtigsten Begriffe sind Betriebliches Gesundheitsmanagement (BGM), psychische Belastung, Arbeitsfähigkeit (WAI), Stress sowie der Einsatz von Fragebögen im Arbeitsschutz.
Entgegen der ursprünglichen Vermutung des Autors konnten durch die statistische Auswertung keine signifikanten Unterschiede zwischen den beiden Tätigkeitsbereichen hinsichtlich der Art der psychischen Belastung oder der Belastungsfolgen festgestellt werden.
Der WAI dient als zentrales Instrument zur Beurteilung der individuellen Arbeitsfähigkeit und wurde genutzt, um Zusammenhänge zwischen Arbeitsbelastungen und persönlichen Ressourcen zu untersuchen.
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