Bachelorarbeit, 2019
56 Seiten, Note: 1,7
1 Einleitung
1.1 Ausgangslage und Problemstellung
1.2 Zielsetzung und Vorgehensweise
2 Standortplanung als betriebliche Planungsaufgabe
2.1 Aufgaben und Ziele
2.2 Ebenen der Standortplanung
2.3 Regionale Standortplanung und -entwicklung
2.3.1 Charakteristika regionale Standortplanung
2.3.2 Relevanz der regionale Standortentwicklung
2.4 Modelle der Standortplanung
3 Multikriterielle Entscheidungsunterstützung
3.1 Grundlagen der Entscheidungstheorie
3.2 Multi-Criteria Decision Making
3.2.1 Multi-Attribute Decision Making
3.2.2 Multi-Objective Decision Making
3.3 Vergleich und Bewertung
4 Verfahren und Modelle des Multi-Objective Decision Making
4.1 Verfahren mit a posteriori Information
4.2 Verfahren mit a priori Information
4.2.1 Nutzen-Modelle
4.2.2 Verfahren mit Anspruchsniveau
4.2.3 Zielprogrammierung
4.2.4 Maximierung des minimalen Zielerreichungsgrades
4.3 Verfahren mit progressiver Information
4.3.1 Verfahren von Geoffrion, Dyer und Feinberg
4.3.2 Verfahren von Zionts-Wallenius
4.3.3 STEM-Verfahren
4.3.4 Ansatz von Korhonen
4.3.5 Methode von Steuer
5 Evaluierung eines geeigneten Multi-Objective Decision Making Ansatz
5.1 Identifikation eines geeigneten Verfahrens
5.2 Methodenbeschreibung - gewichtete Zielprogrammierung
5.3 Die gewichtete Zielprogrammierung als konzeptionelles Modell
5.4 Grenzen, Potentiale und Handlungsempfehlungen
5.4.1 Potentiale
5.4.2 Grenzen und Handlungsempfehlungen
6 Zusammenfassung und Ausblick
6.1 Zusammenfassung
6.2 Ausblick
Ziel dieser Arbeit ist es, die Standortplanung in den betrieblichen Planungskontext einzuordnen und Ansätze des Multi-Objective Decision Making (MODM) für die regionale Standortplanung zu evaluieren. Dabei wird untersucht, wie durch mathematische Modellierung und die Berücksichtigung quantitativer sowie qualitativer Faktoren eine optimale Kompromisslösung für regionale Standortentscheidungen gefunden werden kann.
5.2 Methodenbeschreibung - gewichtete Zielprogrammierung
Die gewichtete Zielprogrammierung wird zur Lösung von Vektormaximierungsproblemen verwendet. Präferenzen des Entscheidungsträgers sind a priori (vor der Durchführung des Verfahrens) anzugeben. Es werden funktional-effiziente Lösungen berechnet. Diese Lösungen werden dem Entscheidungsträger als Alternativen angeboten. Das Standardmodell der Zielprogrammierung löst das Vektormaximierungsmodell der Form:
max(x) | x \in X
s.d. Ax \leq b, x \geq 0, X konvex
Konvex bedeutet in diesem Kontext, dass für je zwei beliebige Punkte (Alternativen) in der Menge X auch deren Verbindungsstrecke in der Menge liegt. (Vgl. Kapitel 3.2.2 und 4.2.3)
Mithilfe der Zielprogrammierung wird versucht, einen Kompromiss zwischen den individuellen Optimalwerten und den tatsächlichen Zielfunktionswerten zu finden. Hierzu wird eine Abstandsfunktion d eingeführt, welche die Summe der Abweichungen zwischen optimalen und tatsächlichen Zielfunktionswerten misst.
1 Einleitung: Die Einleitung erläutert die Relevanz der regionalen Standortplanung vor dem Hintergrund aktueller Megatrends und skizziert die methodische Vorgehensweise der Arbeit.
2 Standortplanung als betriebliche Planungsaufgabe: Dieses Kapitel ordnet die Standortplanung in die strategische Unternehmensplanung ein und differenziert zwischen globalen und regionalen Planungsansätzen.
3 Multikriterielle Entscheidungsunterstützung: Es werden die theoretischen Grundlagen der Entscheidungstheorie dargelegt sowie MCDM-Ansätze (MADM und MODM) definiert und klassifiziert.
4 Verfahren und Modelle des Multi-Objective Decision Making: Dieses Kapitel gibt einen detaillierten Überblick über verschiedene MODM-Verfahren, unterteilt in a posteriori, a priori und progressive Informationen.
5 Evaluierung eines geeigneten Multi-Objective Decision Making Ansatz: Im Hauptteil wird die gewichtete Zielprogrammierung als geeignetes Modell identifiziert, anhand eines Fallbeispiels implementiert und hinsichtlich ihrer Potentiale und Grenzen kritisch evaluiert.
6 Zusammenfassung und Ausblick: Das abschließende Kapitel fasst die wesentlichen Erkenntnisse zusammen und identifiziert weiteren Forschungsbedarf im Bereich der regionalen Standortplanung.
Standortplanung, Regionalentwicklung, Multi-Objective Decision Making, MODM, MADM, Zielprogrammierung, Entscheidungsunterstützung, Operations Research, Pareto-Optimum, Standortfaktoren, Betriebliche Planung, Investitionskosten, Nutzwertanalyse, Zielkonflikt, mathematische Modellierung.
Die Arbeit befasst sich mit der Anwendung mathematischer Entscheidungsmodelle, speziell dem Multi-Objective Decision Making, um die komplexe Auswahl und Entwicklung von Unternehmensstandorten im regionalen Raum zu unterstützen.
Die zentralen Themen sind betriebliche Standortplanung, multikriterielle Entscheidungsunterstützung, der Vergleich von MODM-Methoden sowie die praktische Anwendung der gewichteten Zielprogrammierung.
Das primäre Ziel ist die Identifikation und Evaluation eines geeigneten mathematischen Verfahrens, das es ermöglicht, verschiedene, oft widersprüchliche Standortfaktoren für regionale Standorte simultan zu bewerten.
Die Arbeit nutzt Literaturanalysen zur theoretischen Einordnung und als Kernmethode die gewichtete Zielprogrammierung, die anhand eines fiktiven Fallbeispiels modelliert und evaluiert wird.
Im Hauptteil werden verschiedene Entscheidungsmodelle klassifiziert, die Eignung des MODM-Ansatzes für regionale Kontexte begründet und ein konkretes Zielprogrammierungsmodell mit Nebenbedingungen und Zielfunktionen konstruiert.
Zu den prägenden Begriffen gehören Standortplanung, Regionalentwicklung, Multi-Objective Decision Making, Zielprogrammierung und Entscheidungsunterstützung.
Da bei der regionalen Standortplanung die Menge der Alternativen oft nicht im Voraus bekannt ist und Nebenbedingungen mathematisch präzise abgebildet werden müssen, bieten MODM-Ansätze eine größere Flexibilität als MADM-Verfahren.
Das Fallbeispiel dient dazu, die theoretisch hergeleitete gewichtete Zielprogrammierung praktisch auf eine konkrete Probleminstanz anzuwenden, um die Durchführbarkeit, die Modellgrenzen und die Handlungsrelevanz zu demonstrieren.
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