Bachelorarbeit, 2017
36 Seiten, Note: 2,3
Einleitung
Hauptteil
I. Einführung
1. Historischer Kontext
2. Zur Trajans Expansionspolitik
3. Allgemeines zu Hadrian
3.1. Kinder- und Jugendzeit / Familie
3.2. Senatorische Laufbahn
4. Zur Verwirklichung der Konsolidierungspolitik
II. Hadrians Konsolidierungspolitik – Eine fakultative Entscheidung
1. Hadrians Persönlichkeit und Interessen
2. Hadrians Münzprägungen
3. Komplikationen mit dem Senat
4. Hadrian und das Heer
5. Hadrian und die Provinzen
6. Augustus als Vorbild?
Schlussbetrachtung
Die vorliegende Bachelorarbeit untersucht die Konsolidierungspolitik unter Kaiser Hadrian (117-138 n. Chr.) und geht der zentralen Forschungsfrage nach, ob dieser politische Richtungswechsel von der trajanischen Expansion hin zu einer defensiven Bestandssicherung eine bewusste, fakultative Entscheidung Hadrians darstellte oder ob der Kurs durch zeitgenössische Rahmenbedingungen und externe Faktoren erzwungen wurde.
1. Historischer Kontext
Das Prinzipat - auch als Römische Kaiserzeit bezeichnet - bildet einen Epochenabschnitt der klassischen Antike, in dem Hadrian als einer von zahlreichen Kaisern herrschte. Sie wurde 27 v. Chr. gegründet und endete mit dem Regierungsbeginn von Kaiser Diokletian im Jahre 284.
Nach den Erschütterungen der späten Republik war es die Leistung des Reorganisators Augustus, die politischen, wirtschaftlichen und gesellschaftlichen Strukturen des Römischen Reiches zu einer neuen Einheit zu verbinden und führte somit einen politischen Systemwechsel von der Republik zur Monarchie herbei. Nach der Beseitigung anfänglicher Probleme der neuen Ordnung, der Stärkung der Beziehung zu den Pathern, markierte Augustus für die Öffentlichkeit eine weitgehende Konsolidierung durch Sekularspielen im Jahre 17. „Die innenpolitischen Rahmenbedingungen stimmten, außenpolitisch gab es keine gravierenden Probleme und auch die Nachfolge schien durch die beiden Adoptivsöhne gesichert.“
Augustus beeinflusste die innere Entwicklung vielfältig und tiefgreifend – sowohl mit innovativen als auch restaurativen Maßnahmen. Innovativ waren die „Verwaltungsmaßnahmen, mit denen er versuchte, die fast unregierbare Stadt Rom in den Griff zu bekommen und die schlimmsten Probleme anzugehen, die man in der Republik zwar erkannt hatte, aber nicht hatte lösen können“.
Einleitung: Einführung in die Person Hadrians und Skizzierung der Forschungsfrage zur Konsolidierungspolitik als fakultative oder notgedrungene Entscheidung.
Hauptteil: Einleitung in die historische Epoche des Prinzipats und die Entwicklung des Reiches von der Republik zur Monarchie.
I. Einführung: Analyse der politischen Ausgangslage unter Trajan und biografische Einordnung von Hadrians senatorischer Laufbahn.
II. Hadrians Konsolidierungspolitik – Eine fakultative Entscheidung: Zentrale Untersuchung von Hadrians Handeln, seiner Außendarstellung via Münzen und den Spannungsverhältnissen zu Senat, Heer und Provinzen.
Schlussbetrachtung: Synthese der Ergebnisse, die Hadrian eine bewusste und freie Entscheidung zur Defensivpolitik attestieren.
Hadrian, Römische Kaiserzeit, Konsolidierungspolitik, Expansion, Trajan, Augustus, Prinzipat, Provinzialisierung, Militärreform, Senat, Friedenspolitik, Numismatik, Außenpolitik, Defensivpolitik, Weltreich.
Die Arbeit behandelt die außenpolitische Wende unter Kaiser Hadrian, der die expansive Eroberungspolitik seines Vorgängers Trajan beendete und das Römische Reich auf Konsolidierung und Grenzsicherung ausrichtete.
Die zentralen Felder sind die historische Einordnung des Prinzipats, die Rolle der kaiserlichen Propaganda (insbesondere Münzen), die Beziehung des Kaisers zum Senat, die Reformen des Militärs sowie die Einbindung der Provinzen.
Das primäre Ziel ist die Beantwortung der Frage, ob Hadrians Politik der Konsolidierung eine bewusste, „fakultative“ Entscheidung war oder ob er aufgrund der politischen Lage keine andere Wahl hatte.
Es handelt sich um eine historische Analyse, die zeitgenössische literarische Quellen (z.B. Historia Augusta, Cassius Dio) mit numismatischen Belegen sowie moderner Forschungsliteratur abgleicht.
Der Hauptteil gliedert sich in die historische Einführung sowie die detaillierte Analyse der einzelnen Handlungsfelder Hadrians, wie sein Auftreten gegenüber dem Heer und dem Senat, sowie seine Reisen.
Schlüsselbegriffe sind vor allem Konsolidierung, Expansion, Hadrian, Augustus, Prinzipat, Grenzverteidigung und Außenpolitik.
Hadrian sah sich explizit als Erneuerer und stellte sich in die Tradition des Augustus, um seine defensive Ausrichtung politisch zu legitimieren und als „Goldenes Zeitalter“ zu inszenieren.
Der Senat war in der Tradition der Weltherrschaft verhaftet und betrachtete nur einen expandierenden Kaiser als einen „guten“ Kaiser; Hadrians Verkleinerung des Reiches wurde daher vielfach missverstanden.
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