Bachelorarbeit, 2015
65 Seiten, Note: 1,0
1. Einleitung
2. Entwicklungsgeschichte der Jugendsprache als Forschungsgegenstand
2.1 Die Jugend und ihre Sprache
2.2 Jugendsprache und die Neuen Medien
3. Die Kommunikation in den Neuen Medien
3.1 Kommunikationsmedien/-formen; Textsorten und kommunikative Gattungen
4. Mündlichkeit vs. Schriftlichkeit
4.1 Mündlichkeit und Schriftlichkeit in den digitalen Medien
5. Verschriftlichung der Kommunikationsformen in den Neuen Medien
5.1 Kommunikation über SMS
5.1.1 Merkmale der SMS
5.1.2 Sprache der SMS
5.1.2.1 Interpunktion, Groß- und Kleinschreibung und Akzentuierung
5.1.2.2 Sparschreibungen und Reduktionen
5.1.2.3 Sprachspielereien
5.1.2.4 Emoticons
5.1.2.5. Zwischenfazit SMS
5.2 Kommunikation über E-Mail
5.2.1 Merkmale der E-Mail
5.2.2 Textsorten
5.2.3 Sprachliche Besonderheiten der E-Mail
5.3 Kommunikation im Chat
5.3.1 Merkmale des Chats
5.3.2 Chatsprache
5.4 Resümee zur Mündlichkeit und Schriftlichkeit in den Neuen Medien
6. Fazit
Die vorliegende Arbeit untersucht die Verschriftlichung der Sprache in den Neuen Medien und analysiert, wie sich die Kommunikation in SMS, Chats und E-Mails im Vergleich zur gesprochenen Sprache manifestiert. Das primäre Ziel ist es, die sprachlichen Besonderheiten dieser digitalen Kommunikationsformen aufzuzeigen und einzuordnen, inwieweit sie das traditionelle Kontinuum zwischen Mündlichkeit und Schriftlichkeit verschieben.
5.1.2.1 Interpunktion, Groß- und Kleinschreibung und Akzentuierung
Heutzutage besitzt so gut wie jeder ein Mobiltelefon und beherrscht somit auch die Kommunikation über SMS. Dabei ist auffällig, dass die Rechtschreibung in Kurznachrichten häufig vernachlässigt wird. Besonders die Interpunktion (vgl. Beispiel 1), sowie die Groß- und Kleinschreibung (vgl. Bsp. 2) werden kaum beachtet. Im Spanischen fällt zudem, die sonst übliche Akzentuierung (vgl. Beispiel 3) einiger Vokale beinahe gänzlich weg. Wie sich das im Einzelnen gestaltet, zeigt der folgende Abschnitt.
(1) Hallo liebe Besucher dies ist ein Test zur Veranschaulichung der Spracherkennung (a)
(2) sp. TE ESTOY DICIENDO QUE SI TIENES PERMISO (b) ‚Ich sage dir doch, dass du die Erlaubnis hast‘
(3) sp. Dimelo chula estas ready [...] (c) ‚Sag es mir du coole, bist du bereit?‘
Die Reduzierung der Interpunktion spart nicht nur Platz, sondern ermöglicht auch ein leichteres Eintippen der SMS. Dürscheid weist darauf hin, dass vor allem bei älteren Modellen für bestimmte Satzzeichen eine einzige Handytaste bis zu 15 Mal gedrückt werden muss (vgl. 2002a, 104). Um die ‚lästige Tastendrückerei‘ zu umgehen lässt der Verfasser demnach das eine oder andere Satzzeichen wegfallen. Wie Beispielsatz 1 zeigt, sind alle Satzzeichen in der Textnachricht getilgt worden. Zudem fehlen die öffnenden Frage- und Ausrufezeichen am Satzanfang komplett und die Exklamation bzw. Frage wird nur noch am Ende des Satzes durch das entsprechende Satzzeichen markiert (Galán Rodríguez 2007, 67). Dies zeigt sich gut in diesem Beispiel:
(4) sp. Ola!Q tl? (d) ‚Hallo! Wie geht’s?‘
Der Satz in Beispiel ist ausschließlich in Großbuchstaben geschrieben ist. Ältere Handymodelle, sind in ihrer Grundeinstellung auf eine durchgehende Groß- oder Kleinschreibung eingestellt (vgl. ebd., 67). Wenn der Sender demnach nicht gezielt Mühe aufwendet auf die Groß- und Kleinschreibung zu achten, er durchgehend die Kleinschreibung, oder aber, wie in Beispiel 2, ausschließlich Großbuchstaben verwendet.
1. Einleitung: Diese Einleitung führt in die Thematik der Verschriftlichung der Sprache in Neuen Medien ein und definiert die zentrale Forschungsfrage der Untersuchung.
2. Entwicklungsgeschichte der Jugendsprache als Forschungsgegenstand: Das Kapitel beleuchtet die historische Entwicklung der Jugendsprachforschung und die Rolle von Jugendkulturen und ihrem Sprachgebrauch.
3. Die Kommunikation in den Neuen Medien: Hier werden grundlegende Definitionen zur Kommunikation in digitalen Räumen sowie der Begriff der Mediensprache theoretisch erschlossen.
4. Mündlichkeit vs. Schriftlichkeit: Dieses Kapitel stellt das wissenschaftliche Modell von Koch und Oesterreicher vor, um das Verhältnis von gesprochener und geschriebener Sprache zu analysieren.
5. Verschriftlichung der Kommunikationsformen in den Neuen Medien: Das Hauptkapitel analysiert detailliert die spezifischen sprachlichen Ausprägungen von SMS, E-Mail und Chat.
6. Fazit: Das Fazit fasst die Ergebnisse der Arbeit zusammen und bewertet die Auswirkungen der digitalen Kommunikation auf den Sprachwandel.
Jugendsprache, Neue Medien, SMS, E-Mail, Chat, Mündlichkeit, Schriftlichkeit, Sprachwandel, Nähe-Distanz-Modell, Mediensprache, Kommunikation, digitale Kommunikation, Interpunktion, Reduktion, Emoticons
Die Arbeit untersucht, wie sich die Sprache durch die Nutzung moderner Kommunikationsmedien wie SMS, E-Mail und Chat verändert und inwieweit diese digitalen Formen als konzeptionell mündlich oder schriftlich einzuordnen sind.
Die zentralen Themen umfassen die Jugendsprachforschung, die linguistische Differenzierung zwischen Mündlichkeit und Schriftlichkeit sowie eine detaillierte Analyse der sprachlichen Merkmale in digitalen Textsorten.
Ziel ist es, einen Überblick über die Verschriftlichungsprozesse in den Neuen Medien zu geben und zu klären, wie sich diese Kommunikation von traditionellen Sprachformen abhebt.
Die Arbeit basiert auf einer linguistischen Analyse unter Verwendung des Nähe-Distanz-Modells von Koch und Oesterreicher, ergänzt durch einen Vergleich zwischen dem Spanischen und dem Deutschen.
Der Hauptteil gliedert sich in die Untersuchung von drei spezifischen Kommunikationsmedien: SMS, E-Mail und Chat, wobei jeweils deren mediale Merkmale und sprachliche Besonderheiten analysiert werden.
Wichtige Begriffe sind Mediensprache, digitale Kommunikation, Jugendsprache, Mündlichkeit, Schriftlichkeit und Sprachwandel.
Die SMS ist eines der gängigsten Medien, das durch Platz- und Zeichenbeschränkungen zu spezifischen Sparschreibungen, Reduktionen und dem kreativen Einsatz von Interpunktion geführt hat.
Im Gegensatz zu E-Mails zeichnet sich die Chatsprache durch eine hohe Dynamik, eine chaotische aber kreative Struktur und den Einsatz spezieller "Inflektive" zur Simulation von Handlungen und Emotionen aus.
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