Fachbuch, 2019
60 Seiten
Didaktik für das Fach Deutsch - Pädagogik, Sprachwissenschaft
1 Einleitung
2 Forschungsstand
3 Poetry Slam – Herkunft und Definition
3.1 Poetry Slam - Die Regeln
3.2 Veranstaltungscharakteristika
3.3 Merkmale von Slam Poetry
4 Möglichkeiten von Poetry Slam im modernen Deutschunterricht: Optimale Kompetenzförderung am Beispiel der Bildungsstandards und des Lehrplans
4.1 Förderung des Kompetenzbereichs Sprechen und Zuhören
4.2 Förderung des Kompetenzbereichs Schreiben
4.3 Förderung des Kompetenzbereichs Lesen - mit Texten und Medien umgehen
4.4 Förderung des Kompetenzbereichs Sprache und Sprachgebrauch untersuchen
5 Poetry Slam als Mittel zur Motivation und Identitätsbildung
5.1 Der performative Charakter Poetry Slams
5.2 Aktualität, Authentizität und Offenheit
5.3 Identifikation und Selbsterfahrung
5.4 Vom Umgang mit Konflikten durch Schreibhandeln
5.5 Interkulturelle Kompetenz: Selbst- und Fremdverstehen
5.6 Poetry Slam - ein demokratisches Format
6 Mögliche Grenzen von Poetry Slam
7 Unterrichtsentwurf: Doppelstunde zum Thema „Poetry Slam – Was ist das und wie bewerte ich einen Slamtext?“
7.1 Überlegungen zu einer möglichen Folgestunde
7.2 Didaktische Überlegungen
8 Fazit
Die vorliegende Arbeit untersucht das didaktische Potenzial von Poetry Slam im modernen Deutschunterricht und analysiert, wie dieses Format zur Kompetenzförderung, Steigerung der intrinsischen Motivation sowie zur Identitätsbildung von Schülern beitragen kann, um dem wahrgenommenen Sprachverfall entgegenzuwirken.
3.3.1 Oralität und Klang
Das Hauptmerkmal einer jeden Slam Poetry ist die Oralität (vgl. Anders 2012, S. 25 f.), denn Slamtexte werden geschrieben, um mündlich vorgetragen zu werden (vgl. Willrich 2010, S. 31). Der Slammer hat so eine Doppelrolle als Autor und Vermittler inne (vgl. Hedayati-Aliabadi 2017, S. 30). So wird der „tote“ Autor, der nach Barthes beim Schreiben verloren geht (vgl. Gunia 2010, S. 115-118 und vgl. Barthes 1968) auf der Bühne quasi wiedergeboren (vgl. Hedayati-Aliabadi 2017, S. 30). Der Text darf zwar vom Blatt abgelesen werden, allerdings bleibt es nicht beim monotonen Vorlesen. Slammer gestalten ihren Vortrag mittels gezieltem Einsatz von non- sowie paraverbalen Mitteln auf kreative und vielfältige Weise aus. Beim Poetry Slam ist die Inszenierung des Textes vordergründig (vgl. Abraham/Anders 2008, S. 6 f.). Während der Darbietung bilden Stimme und Körper eine Einheit und interagieren auf einmalige und flüchtige Weise miteinander. Slam-Performances sind, wenn nicht medial rezipierbar, unwiederholbar, da sie situativ bedingt sind (vgl. Hedayati-Aliabadi 2017, S. 50). Westermayr spricht hier vom Phänomen der Extemporiertheit (vgl. ebd. und Westermayr 2010, S. 52). Besonders stilprägend ist der lautliche Aspekt des Vortrags. Als markant gilt der fließende Vortragsstil des Poetry Slams. Die bewusst gesteuerten Artikulationstechniken bringen eine dramaturgische Note mit sich (vgl. Anders 2012, S. 46).
1 Einleitung: Diese Einleitung führt in die Problematik des Sprachverfalls ein und stellt den Poetry Slam als dynamisches Instrument vor, um Motivation und Sprachkompetenz im Deutschunterricht zu fördern.
2 Forschungsstand: Hier wird die Entwicklung der Poetry-Slam-Forschung skizziert, von ihren Anfängen bis zur zunehmenden Integration in die moderne Deutschdidaktik.
3 Poetry Slam – Herkunft und Definition: Dieses Kapitel definiert Poetry Slam, beschreibt dessen Regeln und Veranstaltungscharakteristika sowie die spezifischen inhaltlichen und performerischen Merkmale.
4 Möglichkeiten von Poetry Slam im modernen Deutschunterricht: Optimale Kompetenzförderung am Beispiel der Bildungsstandards und des Lehrplans: Eine detaillierte Untersuchung, wie Poetry Slam die in Bildungsstandards verankerten Kompetenzbereiche Sprechen, Zuhören, Schreiben und Lesen bedient.
5 Poetry Slam als Mittel zur Motivation und Identitätsbildung: Die Analyse konzentriert sich darauf, wie der performative Charakter und die Themenoffenheit des Poetry Slams die Schüler motivieren und ihre Identitätsfindung unterstützen.
6 Mögliche Grenzen von Poetry Slam: Dieses Kapitel setzt sich kritisch mit Einwänden gegen Poetry Slam im Unterricht auseinander, wie etwa Befürchtungen bezüglich mangelnder literarischer Qualität oder Überforderung der Schüler.
7 Unterrichtsentwurf: Doppelstunde zum Thema „Poetry Slam – Was ist das und wie bewerte ich einen Slamtext?“: Ein konkreter Entwurf für eine Doppelstunde, der didaktische Überlegungen mit praktischen Übungen zur Analyse und Bewertung von Slamtexten verbindet.
8 Fazit: Das Fazit fasst die Ergebnisse zusammen und bestätigt den hohen pädagogischen Wert von Poetry Slam als ganzheitlich motivierenden Zugang zur Literatur.
Poetry Slam, Deutschunterricht, Schreibkompetenz, Performative Didaktik, Bildungsstandards, Identitätsbildung, Motivationsförderung, Oralität, Slam Poetry, Sprachhandeln, Medienkompetenz, Literaturdidaktik, Kreatives Schreiben, Unterrichtsentwurf, Interkulturelle Kompetenz.
Die Arbeit untersucht, wie Poetry Slam als literarisches und performerisches Format in den Deutschunterricht integriert werden kann, um Sprach- und Schreibkompetenzen zu fördern und der literarischen Entfremdung bei Schülern entgegenzuwirken.
Zu den Schwerpunkten zählen die Definition und Geschichte des Poetry Slams, die Verknüpfung mit den Bildungsstandards, der Einfluss auf die Schülermotivation sowie die didaktische Planung eines Unterrichtsentwurfs.
Das Ziel ist aufzuzeigen, wie Lehrer Poetry Slam nutzen können, um Schüler für Literatur zu begeistern, ihre Kommunikationsfähigkeiten zu stärken und ihnen einen Raum für Identitätsbildung zu bieten.
Die Arbeit basiert auf einer fundierten Literaturanalyse didaktischer Theorien und der Verknüpfung dieser Erkenntnisse mit den Merkmalen und dem Potenzial des Poetry Slams für die schulische Praxis.
Der Hauptteil gliedert sich in eine theoretische Fundierung, eine ausführliche didaktische Analyse der Kompetenzbereiche sowie eine praktische Ausarbeitung einer Unterrichtsreihe zur Bewertung von Slam-Performances.
Neben dem zentralen Begriff Poetry Slam sind besonders Schlagworte wie Performative Didaktik, Motivationssteigerung, Kompetenzförderung und identitätsbildendes Schreiben für die Arbeit maßgeblich.
Der Autor führt dies auf die hohe Interaktion zwischen Performer und Publikum zurück, bei der das Publikum durch die unmittelbare Bewertung aktiv am Geschehen und am Erfolg des Formats teilnimmt.
Die Autorin betont die Subjektivität persönlicher Texte und empfiehlt daher, gemeinsam mit den Schülern transparente Bewertungskriterien zu erarbeiten, um Frustration zu vermeiden und eine faire Beurteilung zu ermöglichen.
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