Bachelorarbeit, 2019
57 Seiten, Note: 1,3
1. EINLEITUNG
2. DAS PANTHEON IN ROM
2.1 GESCHICHTE DES PANTHEONS
2.2. KONSTRUKTION UND NUTZUNG
2.3. DEUTUNGSVERSUCHE
3. SPÄTERE ARCHITEKTUR IM PANTHEON-STIL
3.1. DIE VILLA ROTONDA BEI VICENZA
3.2. DAS ALTE MUSEUM IN BERLIN
4. VERGLEICH DER BAUWERKE
5. RESÜMEE
Die vorliegende Arbeit untersucht die architektonische Wirkung des römischen Pantheons durch den Vergleich mit zwei ausgewählten Bauwerken, der Villa Rotonda bei Vicenza und dem Alten Museum in Berlin. Ziel ist es, die Vorbildfunktion und die Integration antiker Bauelemente in nachfolgende Epochen sowie die damit verbundene Symbolik und funktionale Entwicklung zu analysieren.
2.2. Konstruktion und Nutzung
Anhand des Grundrisses (Abb. 6) wird die additive Konstruktion des 34,76 m breiten und 15,62 m tiefen Pantheons deutlich. Man könnte meinen, es besteht aus zwei Gebäudekomplexe: Einerseits aus einem rechteckigen Vorbau, andererseits aus einer kreisförmigen Rotunde mit Kuppel, welcher der Hauptbau ist. Jedoch muss angemerkt werden, dass der Vorbau als Vorhalle fungiert und erst nach Fertigstellung der Rotunde errichtet wurde, weshalb es schwierig ist, von zwei Bestandteilen zu sprechen. Das Pantheon setzt sich aus mehreren baulichen Komponenten zusammen (Abb. 7), die nun nacheinander behandelt werden.
Auffällig ist die Giebelfront an der Eingangsseite, welche mit acht korinthischen Granitsäulen ausgestattet ist (Abb. 8). Weitere acht Säulen befinden sich hinter den an der Frontfassade stehenden Säulen im Inneren der Vorhalle. Sie erstrecken sich über eine Höhe von 14,15 m. Wie bei römischen Tempeln üblich standen die Säulen ursprünglich auf einem hohen Podium, welches über Treppen an der Frontseite zugänglich war. Gegenwärtig stehen sie auf Stylobaten, die im Boden verankert sind. Der aus drei Schiffen bestehende Vorbau, welcher an den beiden Flanken offen ist und lediglich an der Seite zur Rotunde mit einer von Statuennischen versehenen Wand abschließt, erinnert dabei durch seine Platzgestaltung und der tempelartigen Frontansicht an die Tempelanlagen, wie man sie schon aus hellenistischer Zeit und von den sich unmittelbar in der Nähe befindenden Kaiserforen kennt.
1. EINLEITUNG: Einführung in die Bedeutung des Pantheons als antikes Monument und Erläuterung der Zielsetzung der Arbeit, das Pantheon mit zwei späteren Bauwerken zu vergleichen.
2. DAS PANTHEON IN ROM: Detaillierte Darstellung der Geschichte, Bauweise und Deutungsversuche des hadrianischen Pantheons als architektonisches Leitbild.
3. SPÄTERE ARCHITEKTUR IM PANTHEON-STIL: Untersuchung der architektonischen Adaption des Pantheon-Stils anhand der Villa Rotonda und des Alten Museums in Berlin.
4. VERGLEICH DER BAUWERKE: Synthetischer Vergleich der drei Bauwerke hinsichtlich Standort, Konstruktion, Funktion und architektonischer Wirkung.
5. RESÜMEE: Zusammenfassende Bewertung der Vorbildfunktion des Pantheons und der Bedeutung seiner zentralen Kuppelform in der europäischen Architekturgeschichte.
Pantheon, Hadrian, Architekturgeschichte, Kuppelbau, Villa Rotonda, Andrea Palladio, Altes Museum, Karl Friedrich Schinkel, Antikensammlung, Klassizismus, Renaissance, Baugeschichte, Raumkonzept, Lichtführung, Symmetrie
Die Arbeit analysiert das römische Pantheon als zentrales architektonisches Leitbild und untersucht, wie dieses durch seine Form und Wirkung die Architektur späterer Epochen, konkret die Villa Rotonda und das Alte Museum in Berlin, beeinflusst hat.
Die zentralen Themen sind die historische Genese des Pantheons, die architektonische Adaption römischer Kuppelbautechniken in der Renaissance und im Klassizismus sowie der Vergleich der baulichen Funktion und ästhetischen Wirkung.
Ziel ist es, die architektonische Wirkung des Pantheons an ausgewählten Beispielen zu untersuchen und zu belegen, dass die Rotunde mit Kuppel als festes Charakteristikum für die nachfolgende Architekturgeschichte etabliert wurde.
Die Arbeit stützt sich auf eine Literaturanalyse sowie den baulichen Vergleich der drei untersuchten Monumente unter Berücksichtigung ihrer Entstehungsgeschichte, Konstruktion und Nutzung.
Der Hauptteil gliedert sich in die detaillierte Analyse des Pantheons, die Vorstellung der Villa Rotonda und des Alten Museums sowie den anschließenden analytischen Vergleich der drei Bauten.
Schlüsselbegriffe sind vor allem Pantheon, Kuppelbau, architektonisches Leitbild, Renaissance, Klassizismus, Villa Rotonda und Altes Museum.
Die Villa Rotonda wurde gewählt, da sie als prominentes Zeugnis der Renaissance die antike Formensprache des Pantheons in einem neuen, eigenständigen Kontext (Privatresidenz in der Landschaft) adaptiert.
Das Alte Museum nutzt die Rotunde als architektonisches Zentrum, um den sakralen Charakter eines "Kunsttempels" zu betonen und damit die Antikensammlung in einer Weise zu präsentieren, die direkt auf römische Vorbilder rekurriert.
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