Diplomarbeit, 2004
75 Seiten, Note: 2,0
1. Einleitung
2. Segregation - die Bildung von benachteiligten Wohnquartieren
2.1 Vorbemerkungen
2.2 Die erste Ebene - Segregation der Städte in Deutschland
2.2.1 Das Nord-Süd und West-Ost-Gefälle
2.3 Die zweite Ebene – Segregation innerhalb der Städte
2.3.1 Definitionen von Stadt
2.3.2 Bedingungen für Segregation im Stadtgebiet
2.3.3 Die Dichte als Faktor der Kategorisierung
2.3.3.1 Die bauliche/soziale Dichte
2.3.4 Die Wirtschaft als Faktor der Kategorisierung
2.3.5 Der Zusammenhang zwischen Wirtschaft und Dichte
2.4 Die dritte Ebene - Segregation in den Quartieren
2.4.1 Räumlich/ Soziale Struktur des segregierten Quartiers
2.4.2 Die Heterogenität der Stadtbewohner und städtische Eigendynamik
2.4.3 Vorteile der Segregation
2.4.4 Bezeichnungen der verschiedenen Personengruppen im heterogenen Stadtbild
2.4.5 Einleitung zum Begriff Armut
2.4.5.1 Zur Geschichte der Armut
2.4.5.2 Der Armutsbegriff in der Gegenwart
2.4.5.3 Die Definitionen der Armut in Europa und Deutschland
3. Einleitung zur Gemeinwesenarbeit
3.1 Die Anfänge der Gemeinwesenarbeit
3.2 Die Methoden der Gemeinwesenarbeit
3.2.1 Die erste Konzeption
3.2.2 Die wohlfahrtstaatliche Gemeinwesenarbeit
3.2.3 Die integrative Gemeinwesenarbeit
3.2.4 Aggressive Gemeinwesenarbeit
3.2.5 Die konfliktorientierte Gemeinwesenarbeit
3.2.6 Die Stadtteilarbeit/ Quartiermanagement
4. Resümee
Die vorliegende Arbeit untersucht das Phänomen der Segregation und die Bildung benachteiligter Wohnquartiere, um Interventionsmöglichkeiten durch die Gemeinwesenarbeit zu analysieren und deren Effektivität zu bewerten.
2.4.4 Bezeichnungen der verschiedenen Personengruppen im heterogenen Stadtbild
Diese sich innerhalb einer Gesellschaft gebildeten, unterschiedlich orientierten Subsysteme haben viele verschiedene Bezeichnungen zugeteilt bekommen. In den Ausführungen dieser Arbeit sind die Assoziationen über die Bewohner benachteiligter Wohnquartiere meist negativ behaftet, obwohl zu vermuten bleibt, dass diese Einteilungen eher im Laufe der Zeit negative Betonungen bekommen haben. Die begriffliche Spezialisierung von Gruppen darf auch keinen negativen Akzent haben, da es hier keine objektive Festsetzung gibt, welche Gruppen einen negativen Charakter inne haben.
Um sich von dem „Schrecken“ einer sogenannten Randkultur zu lösen, ist eine objektive Einschätzung dieser Menschen von dringender Notwendigkeit. Es geht nicht darum, das Leben und Erleben dieser Menschen zu verstehen, sondern es zu akzeptieren. „Ich habe unter kleinen Ganoven, Dirnen und anderen Leuten aus ‚Randkulturen’ ebenso viele ehrliche und liebenswürdige Menschen getroffen wie unter sogenannten ‚guten Bürgern’“ (Girtler, 1995, S.14). Diese Gruppen und gesellschaftlichen Systeme sind sehr wahrscheinlich auch notwendig, um sich selber in einer Gruppe, Gesellschaft etc. zu erkennen und sein Handeln zu reflektieren. Jeder Mensch braucht eine Rückmeldung, um sich zu sozialisieren. „In der Bande erhält der Jugendliche die Anerkennung, die ihm ansonsten vorenthalten wird“ (Girtler, 2000, S.558 ff). Geschichtlich gesehen entstand die Auseinandersetzung mit Randgruppen in der Zeit der Studentenbewegungen Ende der 60er Jahre des letzten Jahrhunderts. Im Rahmen der Diskussionen um die Theorie der Sozialarbeit traten auch die Randgruppen und deren Bedeutung als Betätigungsfeld in den Mittelpunkt (vgl. Brocke, 1996, S.459).
1. Einleitung: Die Einleitung beleuchtet die zunehmende Bedeutung benachteiligter Wohnquartiere vor dem Hintergrund wirtschaftlicher Rezession und sozialer Veränderungen.
2. Segregation - die Bildung von benachteiligten Wohnquartieren: Dieses Kapitel analysiert das Phänomen der Segregation auf drei Ebenen, vom gesamtstädtischen Kontext bis hin zur Quartiersebene, unter Berücksichtigung ökonomischer und sozialer Faktoren.
3. Einleitung zur Gemeinwesenarbeit: Das Kapitel führt in die historische Entwicklung, Methoden und Konzepte der Gemeinwesenarbeit als Interventionsinstrument ein.
4. Resümee: Das Resümee fasst die Ergebnisse zusammen und bewertet das Quartiermanagement als das am Erfolg versprechendste Konzept zur Steuerung und Milderung der Folgen von Segregation.
Segregation, Gemeinwesenarbeit, Wohnquartiere, Armut, Quartiermanagement, Stadtteilarbeit, Soziale Arbeit, Strukturwandel, soziale Ungleichheit, Stadtanalyse, Randgruppen, Subkultur, soziale Sicherung, Interventionsmaßnahmen, soziale Brennpunkte.
Die Diplomarbeit untersucht die Zusammenhänge zwischen räumlicher Segregation, der Bildung benachteiligter Wohnquartiere und der Rolle der Gemeinwesenarbeit als Interventionsstrategie.
Die zentralen Themenfelder umfassen die Stadtanalyse, verschiedene Armutskonzepte, die Geschichte und Methoden der Gemeinwesenarbeit sowie moderne Ansätze wie das Quartiermanagement.
Ziel ist es zu ermitteln, welche Konzeptionen der Gemeinwesenarbeit am effektivsten dazu beitragen können, benachteiligte Wohnquartiere zu stabilisieren und die Lebensbedingungen der Anwohner zu verbessern.
Die Arbeit basiert auf einer Literatur- und Theorieanalyse soziologischer Studien, um den Zusammenhang zwischen Stadtstruktur, Armut und sozialer Intervention darzustellen.
Im Hauptteil werden zunächst die Ebenen der Segregation und der Armutsbegriff definiert, gefolgt von einer detaillierten Vorstellung und kritischen Bewertung verschiedener Methoden der Gemeinwesenarbeit.
Schlüsselbegriffe sind unter anderem Segregation, Gemeinwesenarbeit, Armut, Quartiermanagement, Stadtteilarbeit und soziale Exklusion.
Der Autor sieht das Quartiermanagement als das derzeit erfolgreichste Instrument, da es auf drei Ebenen ansetzen kann und die Koordination zwischen Bürgern, Politik und Verwaltung verbessert.
Der Autor stützt sich auf verschiedene soziologische Definitionen, die Dichte, ökonomische Aktivitäten und die Heterogenität der Bevölkerung als konstitutive Merkmale einer Stadt hervorheben.
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