Bachelorarbeit, 2017
60 Seiten, Note: 1,8
1 Einleitung
2 Lernen in der Wissensgesellschaften
2.1 Wandel des Wissens – Wissen als Produktionsfaktor
2.2 Wissensmanagement als Folge der Wissensgesellschaft
2.3 Herausforderungen für das Hochschulsystem
2.3.1 Räume Schaffen für Lebenslanges Lernen
2.3.2 Räume Schaffen für Kompetenzbasiertes Lernen
2.3.3 Räume Schaffen für Selbstgesteuertes Lernen
2.4 Lerntheorien im Kontext der Wissensgesellschaft
2.4.1 Behaviorismus
2.4.2 Kognitivismus
2.4.3 Konstruktivismus
2.4.4 Zusammenfassung
2.5 Social Software als Teil einer neuen Lernkultur?
3 Wikis
3.1 Das „Wiki-System“ - Technologische Aspekte
3.2 Das „Wiki-Prinzip“ - Methodisches Konzept
3.2.1 Funktionale Prinzipien
3.3 Die „Wiki-Gemeinschaft“
3.4 Wikis und ihre Grenzen
4 Wikis in der Hochschulbildung
4.1 Motive für den Einsatz
4.2 Voraussetzungen zur Erschließung des Nutzungspotenzials
4.3 Beispielhafte Einsatzmöglichkeiten
4.3.1 Kollaboratives Schreiben
4.3.2 Austausch von Informationen, Meinungen und Ideen
5 Wissenskonstruktion und Wissensmanagement mit Wikis
5.1 Wikis als Instrumente für die Wissenskonstruktion
5.2 Wikis als Instrumente für das Wissensmanagement
5.3 Auswirkungen auf bildungswissenschaftlicher Ebene
Diese Arbeit untersucht das Potenzial der Social-Software-Anwendung Wiki als Instrument für das Wissensmanagement und die Wissenskonstruktion in der Hochschulbildung. Dabei wird analysiert, wie Wikis durch die Förderung konstruktivistischer Lernprozesse und kooperativer Strukturen einen Mehrwert für Studierende und Lehrende schaffen können, um den Herausforderungen einer dynamischen Wissensgesellschaft zu begegnen.
2.4.1 Behaviorismus
Die stark von den amerikanischen Psychologen Thorndike und Skinner (vgl. Gottein, 2016, S.29) geprägte Lerntheorie des Behaviorismus beruht auf der Annahme, dass Lernprozesse technisch nach dem Modell von Zweck-Mittel-Prozessen gestaltet werden können und basiert auf dem Prinzip der Verstärkung von Reizen. Sie geht davon aus, dass sich durch die Darbietung eines positiven Reizes in engem Anschluss an eine Verhaltensäußerung, die Wahrscheinlichkeit erhöht, dass dieses Verhalten auch in Zukunft auftritt (vgl. Moser, 2008, S.55). Lernen wird demnach als Reaktion eines Individuums auf Umweltreize verstanden, die durch operante Konditionierung gefördert werden kann (vgl. Glaser et al., 2009, S.193).
Im behavioristischen Ansatz bestimmen die Lehrenden von Anfang an, was von den Lernenden gelernt werden soll, indem sie die Feinziele im Rahmen vorgegebener Curricula definieren und das Wissen in Form von möglichst einfachen Lernschritten, die konkretes Verhalten verlangen und vergleichsweise einfach zu überprüfen sind, strukturieren (vgl. Erpenbeck, Sauter, 2007, S.154). Sie lehren das Wissen demnach über aufbereitete Anreize, steuern und überwachen den Lernprozess und verstärken die gewünschten Verhaltensweisen durch geeignete Feedback-Maßnahmen (vgl. Moser, 2008, S.55).
Erpenbeck und Sauter (2007, S.154) betonen in diesem Zusammenhang die klare Rollenverteilung zwischen den Lehrenden und Lernenden mit einer relativ einseitigen Sender-Empfänger-Beziehung: Während die Lehrenden eine hohe Aktivität zeigen, werden die Lernenden zu passiven Rezipienten des zu vermittelnden Wissens. Dabei werden interne physische Vorgänge wie kognitive und emotionale Prozesse ausgeklammert, sofern sie sich nicht in Verhaltensänderungen manifestieren (vgl. Glaser et al. 2009, S.193). Das Lernen im Sinne von Reiz-Reaktions-Ketten (S-R-Lernen – Stimulus – Response) war lange Zeit das vorherrschende Paradigma doch mit der „kognitiven Wende“ in den 70er Jahren wurde der Fokus stärker auf die innerpsychischen Vorgänge und Verfahren in der Lernforschung gelegt und die behavioristische Sicht auf Unterrichtsprozesse zunehmend abgelöst (vgl. Moser, 2008, S.55).
1 Einleitung: Die Einleitung beleuchtet den Wandel zur Wissensgesellschaft und die damit einhergehenden neuen Anforderungen an das Hochschulsystem und das lebenslange Lernen.
2 Lernen in der Wissensgesellschaften: Dieses Kapitel erörtert den Wandel des Wissens zum Produktionsfaktor sowie die Notwendigkeit neuer Lehr- und Lernkulturen unter Einbeziehung konstruktivistischer Lerntheorien.
3 Wikis: Hier werden die technologischen Aspekte, das methodische Konzept sowie die soziale Struktur von Wikis detailliert definiert und abgegrenzt.
4 Wikis in der Hochschulbildung: Das Kapitel behandelt die Motive und Voraussetzungen für den erfolgreichen Einsatz von Wikis in der universitären Lehre sowie konkrete Anwendungsszenarien.
5 Wissenskonstruktion und Wissensmanagement mit Wikis: Im letzten Kapitel werden die Potenziale von Wikis für Wissenskonstruktion und Management theoretisch und praktisch kritisch ausgewertet.
Wissensgesellschaft, Wissensmanagement, Wissenskonstruktion, Hochschulbildung, Wikis, Social Software, Konstruktivismus, Lebenslanges Lernen, Kollaboratives Lernen, Kompetenzentwicklung, Web 2.0, Selbstgesteuertes Lernen, Wissensfluss, Wissensemergenz, Lerntheorien
Die Arbeit befasst sich mit der Rolle von Wikis als didaktische Instrumente in der modernen Hochschulbildung, um den Anforderungen der Wissensgesellschaft gerecht zu werden.
Zentrale Schwerpunkte sind Wissensmanagement, konstruktivistische Lerntheorien, der Einsatz von Social Software sowie die Förderung von Kompetenzen wie selbstgesteuertes und kollaboratives Lernen.
Die Forschungsfrage lautet, welche Potenziale und Herausforderungen die Social-Software-Anwendung Wiki für das Wissensmanagement und die Wissenskonstruktion in der Hochschulbildung bietet und welche Auswirkungen dies auf bildungswissenschaftlicher Ebene hat.
Es handelt sich um eine theoretisch orientierte Arbeit, die auf einer umfassenden Literaturanalyse basiert, um didaktische Anforderungen und medientechnologische Konzepte miteinander zu verknüpfen.
Der Hauptteil gliedert sich in eine Analyse der Lernbedingungen in der Wissensgesellschaft, eine technische und konzeptionelle Definition von Wikis, die Anwendung von Wikis in der Hochschullehre sowie eine Bewertung ihrer Funktion für die Wissenskonstruktion.
Zu den prägenden Begriffen gehören Wissensgesellschaft, Wissensmanagement, Konstruktivismus, Wikis, kollaboratives Lernen und Hochschulbildung.
Er bietet eine Balance zwischen nötiger Instruktion durch Lehrende und der Ermöglichung aktiver, selbstgesteuerter Wissenskonstruktion durch Studierende, was den Anforderungen an ein flexibles Lernen besser entspricht als rein radikale Ansätze.
Er beschreibt das Phänomen, dass Nutzer durch die nicht-hierarchische Vernetzung in Wikis auf hilfreiche Informationen stoßen, die sie ursprünglich nicht gesucht haben, was die Problemlösungskompetenz fördern kann.
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