Diplomarbeit, 2005
69 Seiten, Note: gut bestanden
I Einleitung
II Grundlagen der Unternehmensbewertung
1 Wert und Preis
2 Entwicklung betriebswirtschaftlicher Wertkonzeptionen
3 Der Zweck der Unternehmensbewertung
4 Die Aufgaben der Unternehmensbewertung
5 Der Ablauf des Bewertungsprozesses
6 Die Anforderungen an die Bewertungsverfahren
III Übersicht der Bewertungsverfahren
1 Gegenwärtig eingesetzte Verfahren
1.1 Empirische Untersuchungen
1.2 Wirtschaftsprüfungsgesellschaften
1.3 Erkenntnisse aus der gegenwärtigen Anwendung
2 Einzelbewertungsverfahren
2.1 Substanzwertverfahren
2.1.1 Reproduktionswertverfahren
2.1.2 Liquidationswertverfahren
2.1.3 Substanzwert im Sinne ersparter Ausgaben
2.1.4 Beurteilung der Substanzwertverfahren
3 Gesamtbewertungsverfahren
3.1 Ertragswertverfahren
3.1.1 Konzeption des Ertragswertverfahrens
3.1.2 Bestimmung der Ertragsüberschüsse
3.1.3 Bestimmung des Kalkulationszinsfuß
3.1.4 Beurteilung der Ertragswertverfahren
3.2 Discounted-Cashflow-Verfahren
3.2.1 Entity – Ansätze (Bruttorechnung)
3.2.1.1 WACC – Ansatz
3.2.1.2 APV – Ansatz
3.2.1.3 TCF – Ansatz
3.2.2 Equity – Ansatz (Nettorechnung)
3.2.3 Beurteilung der DCF-Verfahren
3.3 Realoptionsverfahren
3.3.1 Darstellung des Realoptionsverfahrens
3.3.2 Beurteilung des Realoptionsverfahrens
3.4 Vergleichsverfahren – Multiplikatormethode
3.4.1 Darstellung der Vergleichswertverfahren
3.4.2 Beurteilung der Vergleichswertverfahren
4 Mischverfahren
4.1 Mittelwertverfahren
4.2 Übergewinnverfahren
4.3 Stuttgarter Verfahren
4.4 Beurteilung der Mischverfahren
IV Zusammenfassung
Diese Arbeit verfolgt das Ziel, einen umfassenden Überblick über die Vielzahl der in der betriebswirtschaftlichen Praxis eingesetzten Unternehmensbewertungsverfahren zu geben. Die zentrale Forschungsfrage untersucht, welche Unterschiede zwischen den verschiedenen Methoden existieren, welche Relevanz sie in der Praxis besitzen und inwiefern der gewählte Bewertungszweck die Anwendung des jeweiligen Verfahrens beeinflusst.
3.3.1 Darstellung des Realoptionsverfahrens
Das Realoptionsverfahren versucht die späteren Handlungsmöglichkeiten des Managements in die Bewertung des Unternehmens einfließen zu lassen. Das Fehlen dieser Möglichkeit ist ein entscheidender Schwachpunkt der Ertragswert- und DCF – Verfahren. Ertragswert- und DCF-Verfahren gehen davon aus, dass in der Zukunft eintreffende Informationen keinen Einfluss auf das geplante Szenario haben. In der Realität hat das Management jedoch die Möglichkeit, die Unternehmensstrategie anhand der neuen Informationen neu auszurichten. Hierzu stehen insbesondere Aufschubs-, Abbruchs,- Änderungs- und Wachstumsoptionen zur Verfügung. Das Management kann so Investitionsentscheidungen mithilfe der neuen Informationen fortlaufend an die eintretenden Situationen anpassen. Dies führt zu einer Begrenzung des Verlustrisikos bei unbegrenzten Gewinnchancen, Unsicherheiten lösen sich so sukzessiv auf.
Bei der Unternehmenswertbestimmung mithilfe des Realoptionsansatzes wird zwischen dem statischen und dem dynamischen Wert unterschieden. Der statische Wert, auch als „real asset“ bezeichnet, stellt dabei den Barwert der prognostizierten Zahlungsströme aufgrund der eingeschlagenen Unternehmensstrategie dar. Dieser Wert wird mithilfe von Ertragswert- oder DCF – Verfahren ermittelt.
Der dynamische Wert stellt die Bewertung der Flexibilitätspotenziale des Managements dar und wird mit dem Realoptionsverfahren bewertet. Hierzu müssen zuerst alle Realoptionen identifiziert werden. Dabei kann noch einmal zwischen strategischen und operativen Realoptionen unterschieden werden. Bei den strategischen Realoptionen handelt es sich um zukünftige Chancen und Risiken, die sich aufgrund der Unternehmensumwelt ergeben und bei den operativen Realoptionen handelt es sich um die Flexibilitätspotenziale bei bereits getätigten Investitionen.
I Einleitung: Diese Einleitung führt in die Thematik der Unternehmensbewertung ein, skizziert die Problematik der Verfahrensvielfalt und beschreibt den Aufbau der Arbeit.
II Grundlagen der Unternehmensbewertung: Dieses Kapitel erläutert die Begriffe Wert und Preis, stellt Werttheorien vor und leitet aus den Aufgaben der Bewertung Anforderungen für die Beurteilung der Verfahren ab.
III Übersicht der Bewertungsverfahren: Der Hauptteil gliedert die Verfahren in Einzel-, Gesamt- und Mischverfahren, analysiert deren praktische Anwendung und beurteilt sie kritisch anhand des Anforderungskatalogs.
IV Zusammenfassung: Das abschließende Kapitel fasst die Ergebnisse zusammen, zeigt die Verschiebung hin zu DCF-Verfahren auf und betont die Bedeutung der Methodenwahl in Abhängigkeit vom Business Case.
Unternehmensbewertung, Ertragswertverfahren, Discounted-Cashflow-Verfahren, DCF-Ansatz, WACC, Realoptionsverfahren, Substanzwertverfahren, Multiplikatormethode, Unternehmenswert, Bewertungsprozess, Entscheidungswert, Finanzierung, Kapitalkosten, Unternehmensakquisition, Bewertungszweck.
Die Arbeit bietet eine kritische Übersicht der gegenwärtig in der Praxis eingesetzten Unternehmensbewertungsverfahren und prüft deren Eignung für verschiedene Anwendungsfälle.
Zentral sind die theoretischen Grundlagen der Unternehmensbewertung, die Einteilung in verschiedene Verfahrenskategorien (Einzel-, Gesamt- und Mischverfahren) sowie die empirische Analyse der praktischen Anwendung.
Ziel ist es, die Unterschiede zwischen den Verfahren aufzuzeigen, deren Eignung für bestimmte Bewertungsanlässe zu analysieren und Kriterien für die Auswahl eines "passenden" Verfahrens zu etablieren.
Es wird eine Literaturanalyse sowie eine Auswertung empirischer Studien zur Anwendungshäufigkeit der Verfahren durchgeführt. Zudem erfolgt eine systematische Beurteilung der Verfahren anhand eines selbst erstellten Anforderungskatalogs.
Der Hauptteil umfasst die detaillierte Darstellung und kritische Würdigung der Substanzwert-, Ertragswert-, DCF-, Realoptions- und Vergleichsverfahren.
Die Arbeit wird maßgeblich durch Begriffe wie Unternehmensbewertung, Ertragswertverfahren, DCF-Verfahren, Realoptionsverfahren und Multiplikatormethode charakterisiert.
Die Arbeit verdeutlicht, dass DCF-Verfahren eine hohe Akzeptanz besitzen, da sie internationaler Standard sind und eine konsistente Einbeziehung von Zukunfts-Cashflows bei gleichzeitig moderner Kapitalkostenberechnung ermöglichen.
Realoptionen dienen dazu, die Flexibilität des Managements und den Wert zukünftiger Handlungsspielräume abzubilden, was besonders bei innovativen Unternehmen einen Mehrwert gegenüber statischen Verfahren darstellt.
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