Bachelorarbeit, 2017
48 Seiten, Note: 2,0
1 Theoretische Grundlagen sportlicher Leistungen
1.1 Geschlechtsspezifische Ursachen sportlicher Leistungsdifferenzen
1.2 Entwicklung der Wettkampfleistungen in Olympischen Spielen
2 Methodische Vorbereitung der Datenanalyse
2.1 Statistische Methodik
2.2 Datenvorstellung und einleitende Statistiken
3 Empirische Analyse der Leistungen in Wettkämpfen
3.1 Untersuchungsziele und Arbeitshypothesen
3.2 Auswertung der sportlichen Leistungen von Männern und Frauen
4 Erkenntnisgewinn
Die vorliegende Arbeit untersucht die geschlechtsspezifischen Unterschiede in der sportlichen Leistungsfähigkeit und -entwicklung anhand einer empirischen Analyse von Wettkampfzeiten im 100-Meter-Lauf und 400-Meter-Freistil-Schwimmen der Olympischen Spiele von 1976, 1996 und 2016.
1.1 Geschlechtsspezifische Ursachen sportlicher Leistungsdifferenzen
In der Medizin weisen Männer und Frauen geschlechtsspezifische Unterschiede auf, die einen Einfluss auf die sportliche Leistungsfähigkeit haben. Östrogen, Testosteron und Progesteron sind drei Sexualhormone, die sowohl bei Männern als auch bei Frauen vorhanden sind. Zwischen den Geschlechtern bestehen hinsichtlich der biologischen Funktionen und der Produktion von Sexualhormonen signifikante Unterschiede (Frettlöh & Nilges, 2011, S. 14). Das Östrogen besitzt die Funktion weibliche Geschlechtsmerkmale wie Brust, Milchdrüsen und die Gebärmutter auszubilden. Für die Vorbereitung und Erhaltung einer Schwangerschaft ist das Progesteron zuständig. In Folge dessen produzieren Frauen höhere Mengen an Östrogen und Progesteron im Vergleich zu Männern (Moll & Moll 2006, S. 9). Das Hormon Testosteron wird demgegenüber zu 95 % im Hoden des Mannes gebildet. Die verbleibenden 5 % werden in den Nebennieren produziert. Aus diesem Grund produzieren Männer eine höhere Menge an Testosteron als Frauen (Sommer, Huber, Gola, Biesalski & Jacobi, 2004, S. 122).
Der Eintritt in die Pubertät bei Mädchen liegt zwischen elf und zwölf Jahren und hält bis zum 13. und 14. Lebensjahr an. Bei den Jungen hingegen fängt die Pubertät zwischen zwölf und 13 Jahren an und endet zwischen dem 14. und 15. Lebensjahr (Weischenberg, 1996, S. 55). Wie aus Abbildung 1 zu entnehmen ist, bilden beide Geschlechter bis zu der Pubertät im Durchschnitt die gleiche Menge an Testosteron. Ab diesem Zeitpunkt, bis hin zum Lebensende, ist jedoch eine größere Testosteronproduktion des Mannes zu beobachten (Elmlinger, Kuhnel, Wormstall & Doller, 2005, S. 628).
Die größere Menge Testosteron erhöht den Muskelanteil im männlichen Körper von durchschnittlich 27 % auf 40 %, wodurch die Muskelkraft des Mannes ansteigt. Das Hormon Testosteron ist somit für den Aufbau von Muskelmasse zuständig (O´Hagan, Sale, MacDougall & Garner, 1995, S. 319, Badtke, 1995, S. 353). In Relation zum Körpergewicht liegt der Muskelanteil bei Frauen zwischen 25 % und 35 %, bei Männern hingegen zwischen 40 % und 50 %, was die sportliche Leistungsfähigkeit und Trainierbarkeit des Mannes positiv beeinflusst (Zamboni, 2003, S. 321).
1 Theoretische Grundlagen sportlicher Leistungen: Dieses Kapitel erläutert die biologischen, hormonellen und soziokulturellen Ursachen für geschlechtsspezifische Leistungsunterschiede im Sport.
2 Methodische Vorbereitung der Datenanalyse: Hier werden die statistischen Verfahren wie der t-Test und die Datenbasis für die anschließende empirische Auswertung dargelegt.
3 Empirische Analyse der Leistungen in Wettkämpfen: Dieses Kapitel definiert die Untersuchungsziele und wertet die Wettkampfzeiten im Laufen und Schwimmen statistisch aus.
4 Erkenntnisgewinn: Das Kapitel fasst die Ergebnisse zusammen und bewertet die sportliche Leistungsentwicklung unter Berücksichtigung der theoretischen Grundlagen.
Sportwissenschaft, Leistungsentwicklung, Olympische Spiele, Testosteron, Muskelkraft, Ausdauer, 100-Meter-Lauf, Freistil-Schwimmen, geschlechtsspezifische Unterschiede, Trainingswissenschaft, Leistungsfähigkeit, empirische Analyse, t-Test, Datenanalyse, Sportphysiologie
Die Arbeit beschäftigt sich mit den geschlechtsspezifischen Unterschieden und der sportlichen Leistungsentwicklung von Männern und Frauen in olympischen Wettkämpfen.
Zu den zentralen Themen gehören die physiologischen Grundlagen wie die Hormonproduktion und Muskelkraft sowie die Analyse von Wettkampfleistungen im 100-Meter-Lauf und 400-Meter-Freistil-Schwimmen.
Das Ziel ist es, zu untersuchen, ob signifikante Unterschiede in der sportlichen Leistungsfähigkeit und deren Entwicklung zwischen Männern und Frauen über einen Zeitraum von 40 Jahren bestehen.
Es wird eine empirische Analyse durchgeführt, die t-Tests für unabhängige und abhängige Stichproben sowie die Bestimmung von Effektstärken nutzt.
Der Hauptteil gliedert sich in die theoretischen Grundlagen der sportlichen Leistung, die methodische Vorgehensweise und die empirische Datenauswertung der olympischen Ergebnisse.
Wichtige Begriffe sind Leistungsentwicklung, Geschlechtsunterschiede, Olympische Spiele, Testosteron, Ausdauer und Muskelkraft.
Testosteron ist maßgeblich für den Aufbau von Muskelmasse und die Steigerung der Muskelkraft verantwortlich, was Männern im Vergleich zu Frauen einen Vorteil in kraftintensiven Sportarten verschafft.
In der 100-Meter-Laufdisziplin konnte eine signifikant höhere Leistungsentwicklung bei Frauen festgestellt werden, während bei der 400-Meter-Freistil-Schwimmdisziplin kein signifikanter Unterschied in der Leistungsentwicklung der Männer gegenüber den Frauen nachgewiesen werden konnte.
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