Fachbuch, 2020
102 Seiten
Diese Arbeit befasst sich mit dem Aufstieg und Fall der Muslimbruderschaft in Ägypten. Sie untersucht die Ziele, Methoden und Konflikte des politischen Islams und beleuchtet die Entwicklung dieser Organisation vom frühen 20. Jahrhundert bis zur Revolution von 2011.
Die Einleitung führt in die Problemstellung und den Gang der Arbeit ein. Sie beleuchtet die historische Bedeutung Ägyptens als zentraler Staat der arabisch-islamischen Welt und beschreibt die Entwicklung des politischen Islams im Kontext der Abschaffung des Osmanischen Reiches.
Kapitel 2 liefert einen historischen Überblick zur Muslimbruderschaft, beginnend mit ihrem Gründer Hassan Al-Banna. Es werden die Entstehung, die Ziele, die Politisierung und die innere Struktur der Organisation sowie der radikale Vordenker Sayed Qutb behandelt.
Kapitel 3 befasst sich mit der Beziehung zwischen der Muslimbruderschaft und den militärischen Präsidenten Ägyptens. Die Rolle der Organisation unter Nasser, Sadat und Mubarak wird untersucht und die jeweiligen Konflikte und Spannungen aufgezeigt.
Kapitel 4 behandelt den islamischen Gesellschaftsvertrag und seine Bedeutung für die Muslimbruderschaft. Es wird untersucht, wie die Organisation ihre politischen Ziele mit dem islamischen Recht verbindet.
Kapitel 5 widmet sich der ägyptischen Revolution von 2011 und der Rolle der Muslimbruderschaft in diesem Prozess. Die Ursachen der Revolution und der Aufstieg der Organisation zum wichtigsten Akteur werden beleuchtet.
Kapitel 6 behandelt die Übergangsphase nach der Revolution. Die Theorie der Übergangsphase wird erläutert und der Fahrplan zwischen dem Militärrat und der Muslimbruderschaft analysiert.
Kapitel 7 gibt einen Überblick über das ägyptische Militär, seine Rollen und seine Konflikte mit der Muslimbruderschaft. Die enge Zusammenarbeit zwischen Militär und Polizei wird ebenfalls thematisiert.
Muslimbruderschaft, politischer Islam, Ägypten, Revolution, Militär, Islamischer Gesellschaftsvertrag, Hassan Al-Banna, Sayed Qutb, Nasser, Sadat, Mubarak.
Die Bruderschaft verfolgte die Etablierung einer Gesellschaft auf Basis islamischer Werte und wehrte sich gegen westliche Vorstellungen von Freiheit und Demokratie.
Die Organisation wurde 1928 von Hassan Al-Banna gegründet.
Sayed Qutb war ein radikaler Vordenker der Muslimbruderschaft, dessen Schriften die Ideologie des politischen Islam maßgeblich prägten.
Unter Mubarak war die Bruderschaft offiziell verboten, wurde aber teilweise geduldet, was zu einem ständigen Wechselspiel aus Repression und politischer Einflussnahme führte.
Obwohl sie die Revolution nicht auslösten, stiegen sie danach zur stärksten politischen Kraft auf, bevor sie 2013 durch das Militär wieder entmachtet wurden.
Die Arbeit benennt Konflikte mit dem Militär, mangelnde politische Erfahrung und den Widerstand gegen ihren religiösen Gesellschaftsentwurf als Gründe für ihr Scheitern.
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