Diplomarbeit, 2005
92 Seiten, Note: 2,3
1. Einleitung
1.1 Problemstellung
1.2 Ziel der Arbeit
1.3 Vorgehensweise
2. Grundlagen
2.1 Definitionen zentraler Begriffe
2.1.1 Softwareentwicklungsprojekt
2.1.2 Projekterfolg
2.1.2.1 Planungstreue
2.1.2.2 Gebrauchsgerechtigkeit
2.1.2.3 Effizienz
2.1.3 Rahmenbedingungen von Softwareentwicklungsprojekten
2.2 Klassifizierung von Arten der Kontrolle
2.2.1 Formale Arten der Kontrolle
2.2.1.1 Verhaltenskontrolle
2.2.1.2 Fortschrittskontrolle
2.2.2 Informale Arten der Kontrolle
2.2.2.1 Gruppenkontrolle
2.2.2.2 Selbstkontrolle
3. Charakteristika der Fortschrittskontrolle in der SW-Entwicklung
3.1 Ziele der Fortschrittskontrolle
3.2 Voraussetzungen der Fortschrittskontrolle
3.3 Probleme der Fortschrittskontrolle
3.4 Gestaltung der Fortschrittskontrolle
4. Art der Abgrenzung von Kontrolleinheiten
4.1 Output- bzw. produktorientierte Abgrenzung der Kontrolleinheiten
4.2 Input- bzw. prozessorientierte Abgrenzung der Kontrolleinheiten
4.3 Wirkungshypothesen im Hinblick auf Projekterfolg
5. Terminierung der Fortschrittskontrolle
5.1 Häufigkeit
5.2 Regelmäßigkeit
5.3 Wirkungshypothesen im Hinblick auf Projekterfolg
6. Methoden zur Bestimmung des Fortschrittsgrades
6.1 Aufgabenorientierte Methoden
6.2 Aufwandsorientierte Methoden
6.3 Outputorientierte Methoden
6.4 Wirkungshypothesen im Hinblick auf Projekterfolg
7. Methoden zum Vergleich der Plan-/Istwerte
7.1 Terminorientierter Plan-/Ist-Vergleich
7.2 Kostenorientierter Plan-/Ist-Vergleich
7.3 Wirkungshypothesen im Hinblick auf Projekterfolg
8. Methoden der Fortschrittsprognose
8.1 Restkostenbestimmung
8.2 Restzeitbestimmung
8.3 Wirkungshypothese im Hinblick auf Projekterfolg
9. Kontrollorgane
9.1 Zentralisierte Fortschrittskontrolle
9.2 Dezentralisierte Fortschrittskontrolle
9.3 Wirkungshypothesen im Hinblick auf Projekterfolg
10.Fazit
Ziel dieser Arbeit ist die Erarbeitung begründeter Hypothesen zur Gestaltung der Fortschrittskontrolle bei Softwareentwicklungsprojekten, um den Projekterfolg zu steigern. Dabei werden relevante Gestaltungsdimensionen systematisch analysiert, um die Komplexität der Projektkontrolle zu reduzieren.
3.3 Probleme der Fortschrittskontrolle
Softwareentwicklungsprojekte weisen viele Ähnlichkeiten mit Projekten in anderen Branchen auf. Die in Abschnitt 2.1.1 beschriebenen Charakteristika wie zeitliche und finanzielle Begrenzungen, Projektziele oder ein Produkt als Ergebnis des Projektes, treffen auf Projekte aller Branchen zu. Projektleiter sehen häufig keinen Grund Softwareentwicklungsprojekte anders zu führen, als Projekte anderer Branchen, wie z. B. Bauprojekte oder Konstruktionsprojekte. Die Gefahr besteht, dass hierbei einige wesentliche Aspekte, die Softwareentwicklungsprojekte von anderen Projekten unterscheiden, nicht beachtet werden.
Probleme der Fortschrittskontrolle bei Softwareentwicklungsprojekten können aufgrund der Eigenschaften von Software entstehen. Zu diesen Problemen zählen die Immaterialität der Software, die Innovativität von Softwareentwicklungsprojekten, die schlechte Messbarkeit der Ergebnisse, die aufwendige Behandlung von nicht abgeschlossenen Betrachtungseinheiten und der Mehraufwand aufgrund von Rückkopplungen. Im Folgenden werden diese Probleme näher erläutert.
Immaterialität
Das zu entwickelnde Softwareprodukt ist immateriell, d. h. es ist nicht visuell wahrnehmbar bzw. berührbar. Dies hat zur Folge, dass Planabweichungen nicht direkt sichtbar sind, da physikalische Bezugspunkte, die bei materiellen Produkten vorhanden sind, zur Messung des Fortschrittes fehlen.
1. Einleitung: Beschreibt die Softwarekrise, die Relevanz des Projekterfolgs und die methodische Vorgehensweise der Arbeit.
2. Grundlagen: Definiert zentrale Begriffe wie Softwareentwicklungsprojekt und Projekterfolg und klassifiziert verschiedene Kontrollarten.
3. Charakteristika der Fortschrittskontrolle in der SW-Entwicklung: Analysiert Ziele, Voraussetzungen und spezifische Probleme der Fortschrittskontrolle bei der Softwareerstellung.
4. Art der Abgrenzung von Kontrolleinheiten: Untersucht produkt- und prozessorientierte Ansätze zur Abgrenzung von Kontrolleinheiten.
5. Terminierung der Fortschrittskontrolle: Behandelt Häufigkeit und Regelmäßigkeit von Kontrollzeitpunkten als Stellschrauben für den Projekterfolg.
6. Methoden zur Bestimmung des Fortschrittsgrades: Stellt verschiedene Verfahren wie die 0-100-Methode oder die Earned-Value-Analyse vor.
7. Methoden zum Vergleich der Plan-/Istwerte: Vergleicht verschiedene Techniken zur Gegenüberstellung von Plan- und Istwerten bezüglich Terminen und Kosten.
8. Methoden der Fortschrittsprognose: Erläutert Instrumente zur Prognose von Restkosten und Restzeit, etwa durch Trendanalysen.
9. Kontrollorgane: Analysiert die Vor- und Nachteile zentralisierter versus dezentralisierter Kontrollstrukturen.
10.Fazit: Fasst die Ergebnisse zusammen und gibt Empfehlungen zur Gestaltung einer effektiven Fortschrittskontrolle.
Fortschrittskontrolle, Softwareentwicklungsprojekt, Projekterfolg, Planungstreue, Gebrauchsgerechtigkeit, Effizienz, Projektmanagement, Earned-Value-Analyse, Kontrollmethoden, Meilenstein-Trendanalyse, Produktorientierung, Prozessorientierung, Planung, Steuerung, Softwarekrise.
Die Arbeit untersucht die Gestaltung der Fortschrittskontrolle bei Softwareentwicklungsprojekten mit dem Ziel, den Projekterfolg durch eine fundierte Analyse von Gestaltungsmaßnahmen zu erhöhen.
Die zentralen Themen umfassen die Abgrenzung von Kontrolleinheiten, die Terminierung, Methoden zur Fortschrittsmessung und -prognose sowie die Rolle der Kontrollorgane.
Das Ziel ist die Erarbeitung begründeter Hypothesen, wie Fortschrittskontrolle gestaltet sein muss, um den Projekterfolg in Softwareentwicklungsvorhaben positiv zu beeinflussen.
Der Autor führt eine systematische Analyse der Gestaltungsdimensionen durch und leitet auf Basis von Literatur und empirischen Erkenntnissen Wirkungshypothesen ab.
Im Hauptteil werden detailliert die Gestaltung der Kontrolleinheiten, die Terminierung, verschiedene Messmethoden, Plan-/Ist-Vergleiche, Prognoseverfahren und die organisatorische Einordnung der Kontrollorgane diskutiert.
Zu den Kernbegriffen gehören Fortschrittskontrolle, Softwareentwicklungsprojekt, Projekterfolg, Planungstreue und verschiedene methodische Ansätze wie die Earned-Value-Analyse.
Das 90 %-Syndrom beschreibt ein Phänomen, bei dem der Fortschritt eines Projekts sehr schnell auf 90 % geschätzt wird, während für die restlichen 10 % oft noch 50 % des Zeitaufwands benötigt werden, bedingt durch subjektive Fehleinschätzungen.
Diese Unterscheidung ist fundamental, da sie bestimmt, wie Fortschritt messbar gemacht wird: Entweder durch den Status von Produkteinheiten (Output) oder durch den Verlauf von Projektparametern wie Kosten und Zeit (Prozess).
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