Masterarbeit, 2015
96 Seiten, Note: 2,5
Didaktik für das Fach Deutsch - Pädagogik, Sprachwissenschaft
1 Einleitung
2 Theoretische Grundlagen und Begriffe
2.1 Kurzer Abriss über den Begriff „Diskurs“ in der Tradition Michel Foucaults
2.2 Wissen und Macht
2.3 Das Subjekt im Diskurs
2.4 Der Diskurs um Geschlecht
2.4.1 Frauen- und Geschlechterforschung – Ein Überblick von den Anfängen bis heute
2.4.2 Die sex/gender-Problematik nach Judith Butler
2.5 Zwischenresümee
3 Das Schulbuch – ein Medium als Vermittler von Diskurs
3.1 Das „Schulbuchwissen“
3.2 Entwicklung und aktueller Stand der Schulbuchforschung
3.3 Zulassungsverfahren für Schulbücher in Deutschland
3.4 Schule und Geschlecht – Theorien und Forschung
4 Die Behandlung von Geschlecht in Lehrplänen – Exemplarische Gegenüberstellung Sächsischer und Thüringischer Lehrpläne im Fach Deutsch
5 Forschungsansatz
5.1 Fragestellung und Gegenstand der Untersuchung
5.2 Der theoretische Rahmen der thematischen Diskursanalyse nach Thomas Höhne
5.3 Die Zusammensetzung des Datenkorpus
6 Analyse der Schulbücher aus der Reihe Deutschbuch des Cornelsen Verlags
6.1 Deutschbuch 6. Sprach- und Lesebuch. Neue Grundausgabe, 2009
6.1.1 Diskursdokument 1: Seite 9
6.1.2 Diskursdokument 2: Seite 10
6.1.3 Diskursdokument 3: Seite 15
6.1.4 Diskursdokument 4: Seite 26
6.1.5 Resümee
6.2 Deutschbuch 8. Sprach- und Lesebuch. Neue Grundausgabe, 2010
6.2.1 Diskursdokument 5: Seite 171
6.2.2 Diskursdokument 6: Seite 172
6.2.3 Diskursdokument 7: Seite 175-176
6.2.4 Resümee
6.3 Deutschbuch 6. Sprach- und Lesebuch, 2012
6.3.1 Diskursdokument 8: Seite 13
6.3.2 Diskursdokument 9: Seite 14
6.3.3 Diskursdokument 10: Seite 40
6.3.4 Resümee
6.4 Deutschbuch 8. Sprach- und Lesebuch, 2014
6.4.1 Diskursdokument 11: Seite 18
6.4.2 Diskursdokument 12: Seite 25
6.4.3 Resümee
7 Endresümee und Ausblick
Die vorliegende Masterarbeit untersucht mittels einer thematischen Diskursanalyse nach Thomas Höhne, wie in aktuellen Schulbüchern für das Fach Deutsch Wissen über Geschlechter vermittelt und welche Rollenbilder dabei diskursiv konstruiert werden.
2.4 Der Diskurs um Geschlecht
Der Geschlechterdiskurs bildet einen Diskursstrang in modernen Gesellschaften, der heutzutage überhaupt nur als solcher zu benennen ist, weil er durch die erste und zweite Frauenbewegung seit dem Ende des 19. Jahrhunderts und die sich daraus entwickelnde Geschlechterforschung immer wiederkehrend thematisiert wurde (vgl. Gildemeister 2009: 213f.). Die Kritikursache und Kritikpunkte haben im Laufe der Jahre eine Verlagerung erfahren. Waren es zunächst Frauen, die für den Zugang zu Politik und Bildung kämpften und sich für die Gleichberechtigung zwischen Frau und Mann einsetzten (vgl. Rendtorff/Moser 1999: 12), zielen Vertreterinnen und Vertreter der Geschlechterforschung seit einiger Zeit darauf ab, die normative Zweigeschlechtlichkeit in der Gesellschaft selbst, die bis dato nicht angezweifelt wurde, zu hinterfragen und Geschlecht als strukturelle Kategorie zu dekonstruieren (vgl. Butler 1991; Hagemann-White 1985).
1 Einleitung: Die Einleitung erläutert die Relevanz der Geschlechterforschung im schulischen Kontext und definiert das Ziel der Arbeit, mittels thematischer Diskursanalyse die Darstellung von Geschlechterbildern in Deutschschulbüchern zu untersuchen.
2 Theoretische Grundlagen und Begriffe: Dieses Kapitel führt in die Diskurstheorie nach Michel Foucault ein, beleuchtet das Verhältnis von Wissen und Macht sowie die Entstehung der Geschlechterforschung und der sex/gender-Problematik.
3 Das Schulbuch – ein Medium als Vermittler von Diskurs: Hier wird das Schulbuch als Wissensmedium definiert und die wissenschaftliche Schulbuchforschung sowie die rechtlichen Rahmenbedingungen und Zulassungsverfahren in Deutschland betrachtet.
4 Die Behandlung von Geschlecht in Lehrplänen – Exemplarische Gegenüberstellung Sächsischer und Thüringischer Lehrpläne im Fach Deutsch: Das Kapitel analysiert, wie sächsische und thüringische Lehrpläne das Thema Geschlecht behandeln und inwieweit diese die Grundlage für die Wissensvermittlung in Schulbüchern bilden.
5 Forschungsansatz: Dieser Abschnitt beschreibt die Fragestellung der Arbeit, den methodischen Rahmen der thematischen Diskursanalyse nach Thomas Höhne und die Kriterien für die Auswahl des Datenkorpus.
6 Analyse der Schulbücher aus der Reihe Deutschbuch des Cornelsen Verlags: Dies ist der empirische Hauptteil, in dem verschiedene Bände der Reihe "Deutschbuch" (Klassenstufen 6 und 8) detailliert analysiert und die Ergebnisse der Bild- und Textanalysen dargestellt werden.
7 Endresümee und Ausblick: Das Kapitel fasst die zentralen Erkenntnisse der Untersuchung zusammen und reflektiert über den Handlungsbedarf zur Schließung der Kluft zwischen Theorie und Praxis in der feministischen Schulbuchforschung.
Geschlechterbilder, Diskursanalyse, Schulbuchforschung, Gender Studies, Fach Deutsch, Judith Butler, Michel Foucault, Zweigeschlechtlichkeit, Rollenbilder, thematische Diskursanalyse, Schulbuchwissen, Geschlechtergerechtigkeit, Subjektivierung, pädagogische Praxis, Heteronormativität
Die Arbeit untersucht, wie Geschlechterbilder in Schulbüchern für das Fach Deutsch dargestellt werden und welches Wissen über Geschlechter dadurch an Schülerinnen und Schüler vermittelt wird.
Es wird die thematische Diskursanalyse nach dem Modell von Thomas Höhne verwendet, um die diskursive Konstruktion von Geschlecht in Texten und Bildern zu untersuchen.
Die Arbeit verknüpft bildungs- und geschlechtertheoretische Ansätze mit einer empirischen Analyse von aktuellen Deutsch-Schulbüchern sowie den zugrunde liegenden Lehrplänen.
Die Forschungsfrage lautet, welche Geschlechterbilder in aktuellen Schulbüchern enthalten sind und welches soziokulturelle Wissen über Geschlechter durch diese Medien an die Schülerinnen und Schüler vermittelt wird.
Im Hauptteil werden vier ausgewählte Schulbücher der Reihe "Deutschbuch" aus den Klassenstufen 6 und 8 einer qualitativen Analyse unterzogen, wobei insbesondere die sprachliche und bildliche Darstellung von Geschlecht untersucht wird.
Die Analyse der Lehrpläne dient als sekundäranalytischer Rahmen, um zu verstehen, welche bildungspolitischen Vorgaben die Schulbuchverlage bei der Konstruktion von Schulbuchwissen berücksichtigen müssen.
Die Analyse zeigt Divergenzen in der Umsetzung der Vorgaben, wobei die Gymnasial-Bücher teils modernere, realitätsnähere Darstellungen wählen, während die Bücher für die Mittelschule teils stärker auf traditionelle Rollenmuster zurückgreifen.
Die Verwendung geschlechtergerechter Sprache wird als subtiler Mechanismus analysiert, wobei die Arbeit kritisch beleuchtet, wie konsequent Schulbücher diese umsetzen und welche Auswirkungen dies auf die Identifikationsmöglichkeiten der Lernenden hat.
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