Bachelorarbeit, 2019
63 Seiten, Note: 1,3
1 Wachsender Protektionismus: Ziele und Risiken des Protektionismus
1.1 Zielsetzung
2 Zollauswirkungen und Vorstellung der Bewertungsverfahren
2.1 Volkswirtschaftliche Auswirkungen
2.2 Betriebswirtschaftliche Auswirkungen
2.3 Bewertungsmethoden
2.3.1 Einzelbewertungsverfahren
2.3.1.1 Liquidationswertverfahren
2.3.1.2 Substanzwertverfahren
2.3.2 Gesamtbewertungsverfahren
2.3.2.1 Kapitalmarktorientiertes Ertragswertverfahren
2.3.2.2 Discounted Cashflow-Verfahren
2.4 Risikoberücksichtigung in den Bewertungsverfahren
2.4.1 In Einzelbewertungsverfahren
2.4.2 In Gesamtbewertungsverfahren
3 Veranschaulichung der Zollwirkungen
3.1 Unternehmensplanung ohne Zölle
3.2 Unternehmensplanung mit Zöllen
3.3 Auswirkung von Zöllen im Liquidationswertverfahren
3.4 Auswirkung von Zöllen im Weighted Average Cost of Capital-Verfahren
4 Gesamtfazit zu den Analyseergebnissen
5 Rechtfertigung der US-Zölle und Reaktion der Europäischen Union
Diese Bachelorarbeit untersucht die Auswirkungen von Handelsrisiken, speziell in Form von Importzöllen, auf den Unternehmenswert eines Exportunternehmens am aktuellen Beispiel der USA. Dabei wird analysiert, wie protektionistische Maßnahmen durch veränderte Planungsprämissen und Risikobewertungen direkt die finanzielle Bewertung eines exportierenden Betriebs beeinflussen.
2.3.1.1 Liquidationswertverfahren
Bei dieser Einzelbewertungsmethode wird der Unternehmenswert unter dem Aspekt der Zerschlagung bzw. Liquidation errechnet. Deshalb wird der Zerschlagungswert, der sich aus dem Liquidationswertverfahren ergibt oft als Mindestunternehmenswert betrachtet. Der Wert des Unternehmens errechnet sich nach dem Liquidationswertverfahren durch die Zerlegung des Unternehmens in einzeln veräußerbare Vermögenswerte, bewertet zu Verkaufswerten, saldiert mit der Summe aus Verbindlichkeiten zu Ablösebeträgen und Veräußerungskosten.
Formal ausgedrückt bestimmt sich der Unternehmenswert nach dem Liquidationswertverfahren wie folgt:
(1) UW_LW = Liquidationserlös des gesamten betrieblichen Vermögens - Wert der Schulden - Liquidations-/Zerschlagungskosten
Erstreckt sich der Liquidationszeitraum über mehrere Perioden, sind die Liquidationsüberschüsse zu diskontieren.
1 Wachsender Protektionismus: Ziele und Risiken des Protektionismus: Einführung in die Problematik des Protektionismus als Handelshemmnis und dessen globale Auswirkungen auf Wirtschaftswachstum und Wettbewerb.
2 Zollauswirkungen und Vorstellung der Bewertungsverfahren: Detaillierte Darstellung der volkswirtschaftlichen und betriebswirtschaftlichen Konsequenzen von Importzöllen sowie Vorstellung der relevanten Verfahren zur Unternehmensbewertung.
3 Veranschaulichung der Zollwirkungen: Praktische Anwendung der zuvor vorgestellten Bewertungsmethoden an der fiktiven Stahl GmbH, aufgeteilt in Szenarien mit und ohne Zölle.
4 Gesamtfazit zu den Analyseergebnissen: Zusammenführung der Untersuchungsergebnisse und Bewertung der wertmindernden Effekte von Importzöllen auf den Unternehmenswert.
5 Rechtfertigung der US-Zölle und Reaktion der Europäischen Union: Analyse der politischen Hintergründe und der Reaktion der EU auf die protektionistische Zollpolitik der USA.
Protektionismus, Importzölle, Unternehmensbewertung, Liquidationswertverfahren, WACC-Verfahren, Risikoäquivalenz, Unternehmensplanung, Stahlindustrie, Handelskrieg, Cashflow, Diskontierung, Marktwert, Eigenkapital, Fremdkapital, Wertminderung.
Die Arbeit befasst sich mit der Quantifizierung des Einflusses von Handelsrisiken, insbesondere Importzöllen, auf den Unternehmenswert eines Exportunternehmens.
Die zentralen Themen sind Protektionismus, verschiedene Methoden der Unternehmensbewertung (Einzel- und Gesamtbewertung) sowie die Integration von Risiken in diese Verfahren.
Das Ziel ist es, die Auswirkungen von Importzöllen durch eine modellbasierte Analyse an einem fiktiven Unternehmen (Stahl GmbH) ex ante und ex post zu quantifizieren.
Es werden das Liquidationswertverfahren sowie das WACC-Verfahren (Weighted Average Cost of Capital) als Bruttoverfahren zur Unternehmensbewertung herangezogen.
Der Hauptteil gliedert sich in die theoretische Vorstellung der Bewertungsverfahren, die Risikoberücksichtigung (Sicherheitsäquivalent- und Risikozuschlagsmethode) sowie eine umfangreiche praktische Planungsrechnung für ein Beispielunternehmen.
Wichtige Begriffe sind Protektionismus, Importzölle, Unternehmensbewertung, WACC, Liquidationswert und Risikoberücksichtigung.
Die Stahl GmbH dient als fiktives, realistisches Beispielunternehmen, um die konkreten Auswirkungen von Handelszöllen auf Bilanzpositionen und Cashflows rechnerisch nachvollziehbar zu machen.
Der Autor zeigt durch seine Berechnungen, dass Importzölle signifikant wertmindernd wirken – in seinem Beispiel verringerte sich der Unternehmenswert je nach Methode um 17,24 % beziehungsweise 25,62 %.
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