Examensarbeit, 2005
68 Seiten, Note: 1,3
1 Einleitung
2 Mädchenfussball versus Jungenfussball
2.1 Entwicklung des Mädchenfussballs in Deutschland
2.2 Spezifität des Mädchenfussball
2.3 Mädchenspezifische Vermittlung von Fussball
3 Wie können Mädchen zum Fussball aufgefordert werden ?
3.1 Theorie der Fremdaufforderung zur Selbsttätigkeit
3.2 Fremdaufforderung im Rahmen des Sportunterrichts in der Schule
3.3 Außerschulische Fremdaufforderung
4 Rezensionen als eine Betrachtungsweise für unterrichts- und trainingsorientierte Inszenierungen von Fussball
4.1 Die Theorie der Rezension
4.2 Bearbeitungsschritte der Rezension
5 Unterrichtsorientierte Rezensionen
5.1 Rezension einer Schulsportstunde Fussball für Mädchen im Rahmen des Differenzierten Sportunterrichts
5.1.1 Porträt der Fussballstunde
5.1.2 Rezension der Fussballstunde
5.2 Rezension einer Schulsportstunde Fussball für Jungen mit einem Seitenblick auf den Lehrplan Sport
5.2.1 Porträt der Fussballstunde
5.2.2 Rezension der Fussballstunde mit einem Seitenblick auf den Lehrplan Sport
6 Trainingsorientierte Rezensionen
6.1 Rezension einer Trainingseinheit für männliche U 15-Junioren in einem Sportverein
6.1.1 Porträt des Fussballtrainings
6.1.2 Rezension des Fussballtrainings unter Einbeziehung eines Trainingsleitfadens des DFB
6.2 Rezension einer Trainingseinheit für Mädchen im Rahmen eines privaten Fussball-Trainings-Camps für Kinder und Jugendliche
6.2.1 Porträt der Trainingseinheit
6.2.2 Rezension der Trainingseinheit
7 Mögliches Konzept für ein mädchen-orientiertes Fussballtraining im Sportunterricht
8 Schlussbemerkung
Die Arbeit untersucht, ob und in welcher Weise sich die sportspieldidaktische Vermittlung von Fußball bei Mädchen von der bei Jungen unterscheidet. Ziel ist es, durch eine vergleichende Rezension von Schulsportstunden und Trainingseinheiten Erkenntnisse für ein mädchenorientiertes Konzept im Sportunterricht zu gewinnen.
2.2 Spezifität des Mädchenfussball
Mädchen und Fussballspielen? – Das war lange Zeit für etliche Leute undenkbar und passt auch heute noch für Viele nicht zusammen. Doch woran liegt es, dass Mädchen im „Lichte der Gesellschaft“ nicht zu „kampfbetonten“ Spielsportarten wie dem Fussball passen?
Kinder werden in das bestehende kulturelle System der Zweigeschlechtlichkeit hineingeboren und müssen es sich aktiv aneignen, um gesellschaftlich anerkannte Subjekte zu werden. Ein Verhalten, das nicht den geschlechtstypischen Erwartungen entspricht, wird frühzeitig in der Regel von Eltern sanktioniert, um die „Einpassung“ (…) des Kindes erfolgreich zu gestalten. (Horter, P., S. 53)
Im Sport gelten anscheinend dieselben patriarchalen Strukturen wie allgemein in der Gesellschaft. Auf Mädchen und Jungen wird hierdurch ein geschlechtsspezifischer Identitätsdruck ausgeübt, wobei spezifisch weibliche Ausdrucksformen keine besondere Anerkennung finden. (Horter, P., S. 44)
1 Einleitung: Die Einleitung thematisiert die Popularität des Fußballs in Deutschland, die Diskrepanz zwischen den Erfolgen der Nationalmannschaften und der Wahrnehmung des Mädchenfußballs sowie die Notwendigkeit, Mädchen stärker für den Fußballsport zu gewinnen.
2 Mädchenfussball versus Jungenfussball: Dieses Kapitel vergleicht die Entwicklung und die spezifischen Merkmale des Mädchenfußballs, wobei der Fokus auf gesellschaftlichen Erwartungen und der Identitätsbildung von Mädchen im Sport liegt.
3 Wie können Mädchen zum Fussball aufgefordert werden ?: Hier wird die Theorie der Fremdaufforderung zur Selbsttätigkeit nach Benner erläutert und auf die schulische sowie außerschulische Praxis angewendet.
4 Rezensionen als eine Betrachtungsweise für unterrichts- und trainingsorientierte Inszenierungen von Fussball: Dieses Kapitel führt die Methode der Rezension ein, um Sportstunden und Trainingseinheiten systematisch aus sportpädagogischer Sicht zu analysieren.
5 Unterrichtsorientierte Rezensionen: Hier werden zwei Schulsportstunden – eine für Mädchen und eine für Jungen – im Detail porträtiert und rezensiert, wobei Aspekte des Lehrplans berücksichtigt werden.
6 Trainingsorientierte Rezensionen: Dieses Kapitel widmet sich der Analyse einer Vereinstrainingseinheit für Jungen und einer Trainingseinheit für Mädchen in einem privaten Fußballcamp unter Einbeziehung von DFB-Leitlinien.
7 Mögliches Konzept für ein mädchen-orientiertes Fussballtraining im Sportunterricht: Auf Basis der vorangegangenen Analysen wird ein didaktisches Konzept entwickelt, das spezifisch auf die Bedürfnisse und Verhaltensweisen von Mädchen im schulischen Fußballunterricht ausgerichtet ist.
8 Schlussbemerkung: Die Schlussbemerkung resümiert, dass eine isolierte Betrachtung des Mädchenfußballs essentiell ist und die Lehrerausbildung an Schulen sowie eine gezielte Förderung entscheidend für die zukünftige Entwicklung sind.
Mädchenfußball, Jungenfußball, Sportunterricht, Fußballtraining, Unterrichtsrezension, Fremdaufforderung, Didaktik, Talentförderung, Sportverein, Sportpädagogik, Koordination, Mädchensport, Schulsport, Lehrplan, Trainingskonzept
Die Arbeit untersucht die didaktische Vermittlung von Fußball bei Mädchen im Vergleich zu Jungen und entwickelt Ansätze für einen spezifisch mädchenorientierten Sportunterricht.
Die zentralen Themen sind der Mädchenfußball in Deutschland, pädagogische Konzepte zur Motivationsförderung sowie die Analyse von Sportpraxis durch Unterrichtsrezensionen.
Das Ziel ist es, Unterschiede in der Vermittlungspraxis aufzuzeigen und daraus ein konkretes Konzept für den Fußballunterricht mit Mädchen abzuleiten.
Der Autor nutzt die Methode der "Unterrichtsrezension" nach Dietrich/Landau, um sportliche Inszenierungen fachdidaktisch zu untersuchen und zu bewerten.
Der Hauptteil analysiert konkrete Fallbeispiele aus dem Schulsport und aus Vereinstrainingseinheiten sowie einem kommerziellen Fußball-Camp für Kinder.
Die Arbeit lässt sich durch Begriffe wie Mädchenfußball, Sportdidaktik, Unterrichtsrezension, Bewegungsförderung und pädagogisches Konzept charakterisieren.
Der Ansatz dient als theoretischer Rahmen, um zu erklären, wie durch moderne Lebensbedingungen die Bewegungsräume von Kindern eingeschränkt werden und warum Schulen hier als künstliche Bewegungsanlässe fungieren müssen.
Die Vereinfachung von Technikanforderungen oder Regelanpassungen (z.B. Ballkontakte festlegen) soll Anfängerinnen die Angst vor Ballverlusten nehmen und den Spielfluss fördern, um die Motivation langfristig zu erhalten.
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