Masterarbeit, 2019
68 Seiten, Note: 2,0
1 Einleitung
2 Begriffliche Grundlagen
2.1 Modell der „Managerial Discretion“
2.1.1 Determinante „Task Environment“
2.1.2 Determinante „Internal Organization“
2.1.3 Determinante „Managerial Characteristics“
2.2 Begriff des „Strategic Behavior“
3 Theoretische Erklärungsansätze zum Zusammenhang von „Managerial Discretion“ und „Strategic Behavior“
3.1 „Population Ecology“
3.2 „Strategic-Choice-Theory”
3.3 „Institution-Based View“
3.4 „Agency-Theory“
3.5 „Upper-Echelons-Theory“
4 Ausgewählte empirische Ergebnisse zum Zusammenhang von „Managerial Discretion“ und „Strategic Behavior“
4.1 Methodisches Vorgehen
4.2 Zusammenhang von „Task-Environment-Discretion“ und „Strategic Behavior“
4.3 Zusammenhang von „Internal-Organization-Discretion“ und „Strategic Behavior“
4.4 Zusammenhang von „Managerial-Characteristics-Discretion“ und „Strategic Behavior“
4.5 Zusammenfassung der Auswirkungen von „Managerial Discretion“ auf das „Strategic Behavior“
5 Managementimplikationen
6 Grenzen der Arbeit und zukünftige Forschung
Die vorliegende Masterarbeit untersucht den Einfluss des „Managerial Discretion“-Konzepts auf das strategische Entscheidungsverhalten von Unternehmen. Ziel ist es, theoretisch und empirisch zu erörtern, wie ein hoher oder geringer Handlungsspielraum von Führungskräften die strategische Ausrichtung beeinflusst, wobei insbesondere die Rollen der Aufgabenumwelt, der internen Organisation und individueller Managercharakteristika beleuchtet werden.
2.1 Modell der „Managerial Discretion“
Welche internen und externen Faktoren beschränken die freien Handlungen von Managern? Diese Frage beschäftigt seit Mitte der 60er Jahre die Managementforschung (Emery & Trist, 1965: 21). Im Zuge verschiedenster Studien und theoretischer Überlegungen entwickelte sich ein immer komplexeres Konstrukt an relevanten Einflussgrößen, das auf Organisationen und dessen Führungskräfte Einfluss nimmt (Boyd & Gove, 2004: 58). Mit der Zeit entwickelten sich zwei konkurrierende Theorien, die es zum Ziel hatten, diese Einflussfaktoren sowie den Effekt des CEOs zu erklären: Zum einen ist dies die Strömung der „Population Ecology“ und zum anderen die Denkrichtung der „Strategic-Choice-Theory“ (ebd.).
Die „Population Ecology“ geht im Wesentlichen davon aus, dass Unternehmen nicht dazu in der Lage sind, ihre Umwelt zu beeinflussen und auf Grund von interner Trägheit enorme Anpassungsschwierigkeiten an ihre Umwelt haben (Hannan & Freeman, 1977: 929). Der unternehmerische Erfolg oder auch das Überleben einer Organisation hängt demnach davon ab, ob das Unternehmen die richtigen Fähigkeiten zur richtigen Zeit besitzt (Boyd & Gove, 2004: 59). Aus diesen Annahmen resultiert ein quasi-darwinistisches Modell, in dem das Überleben von Unternehmen einer Art natürlichen Selektion gleicht (ebd.). Da der Manager diese deterministischen Einflüsse auf das Unternehmen nicht merklich verändern kann, gehen die Anhänger der „Population Ecology“ davon aus, dass Manager im Wesentlichen austauschbar sind, ohne, dass dies einen enormen Einfluss auf das Überleben des Unternehmens und dessen Erfolg hat (Lieberson & O'Connor, 1972: 129).
1 Einleitung: Einführung in die Forschungsfrage zum Einfluss von Führungskräften auf strategische Unternehmensentscheidungen unter Berücksichtigung des „Managerial Discretion“-Konzepts.
2 Begriffliche Grundlagen: Erläuterung des Modells der „Managerial Discretion“ und dessen Kategorisierung in Aufgabenumwelt, interne Organisation und Manager-Eigenschaften sowie Definition von „Strategic Behavior“.
3 Theoretische Erklärungsansätze zum Zusammenhang von „Managerial Discretion“ und „Strategic Behavior“: Darstellung der theoretischen Fundamente, darunter Population Ecology, Strategic-Choice-Theory, Institution-Based View, Agency-Theory und Upper-Echelons-Theory.
4 Ausgewählte empirische Ergebnisse zum Zusammenhang von „Managerial Discretion“ und „Strategic Behavior“: Systematische empirische Prüfung der aufgestellten Hypothesen anhand existierender Studien für die drei Discretion-Ebenen.
5 Managementimplikationen: Ableitung praxisorientierter Handlungsempfehlungen für das strategische Management basierend auf den erarbeiteten theoretischen und empirischen Erkenntnissen.
6 Grenzen der Arbeit und zukünftige Forschung: Kritische Reflexion der Methodik, der Messbarkeit des Konstrukts und Identifikation potenzieller Forschungsfelder für die Zukunft.
Managerial Discretion, Strategic Behavior, Strategisches Entscheidungsverhalten, Top-Management-Team, Population Ecology, Strategic-Choice-Theory, Institution-Based View, Agency-Theory, Upper-Echelons-Theory, Handlungsspielraum, Unternehmenserfolg, Organisationale Trägheit, Kontrollüberzeugung, Ressourcenverfügbarkeit, Evidence-Based Management.
Die Arbeit untersucht den theoretischen und empirischen Zusammenhang zwischen dem Handlungsspielraum von Führungskräften, der sogenannten „Managerial Discretion“, und dem strategischen Entscheidungsverhalten in Organisationen.
Die zentralen Felder umfassen die Einflussfaktoren auf das Top-Management (Umwelt, interne Organisation, persönliche Eigenschaften), verschiedene organisationstheoretische Ansätze und die Messung von strategischem Verhalten.
Die Arbeit fragt danach, wie sich unterschiedliche Grade der „Managerial Discretion“ auf das strategische Entscheidungsverhalten von Unternehmen auswirken.
Die Arbeit basiert auf einer fundierten Literaturanalyse und der Auswertung bestehender empirischer Studien, die im Rahmen einer kategorialen Gegenüberstellung in Beziehung gesetzt werden.
Im Hauptteil werden zunächst theoretische Grundlagen (Discretion-Modelle und Theorien) erläutert und anschließend empirische Belege für die Hypothesen über die drei Discretion-Ebenen (Task, Organization, Characteristics) analysiert.
Wichtige Begriffe sind Managerial Discretion, Strategic Behavior, Agency-Theory, Upper-Echelons-Theory und Handlungsspielraum.
Die Unterscheidung verdeutlicht, dass der Handlungsspielraum von Managern stark durch die spezifische Branche (z.B. IT vs. Energie) und die dort herrschenden Umweltfaktoren (Wachstum, Regulierung) limitiert oder erweitert wird.
Das Board fungiert als Kontrollinstanz (gemäß Agency-Theory), um eigennütziges Verhalten des Managements zu verhindern, kann jedoch bei zu strikter Kontrolle den strategischen Wandel und die Flexibilität des Unternehmens hemmen.
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