Masterarbeit, 2007
78 Seiten, Note: 2.0
1 Grundlegung
1. 1 Einleitung
1.2 Gang der Untersuchung
1.3 Begriffsabgrenzung
1.3.1 Metapher
1.3.2 Informatik
1.3.3 Computer
2 Betrachtung und Analyse ausgewählter Metapherntheorien
2.1 Die Substitutionstheorie
2.2 Die Vergleichstheorie
2.3 Die Interaktionstheorie
2.4 Die Kontexttheorie der Metapher
2.4.1 Das Bildfeld
2.4.2 Erweiterung der Kontexttheorie: Metaphernkontexte
2.5 Die kognitive Metapherntheorie
2.5.1 Hauptthesen von Lakoff & Johnson
2.5.2 Das menschliche konzeptuelle System in der kognitiven Theorie
2.5.3 Kategorisierung von Metaphern
2.5.4 Kritik an Lakoff & Johnson
2.5.5 Erweiterung der Theorie von Lakoff & Johnson: Blending
3 Betrachtung und Analyse von Metaphern in der Sprache der Informatik
3.1 Konzeptuelle Metaphern in der Wissenschaft
3.1.1 Funktionen
3.1.2 Exkurs: Modelle der Softwareentwicklung und ihre konzeptuellen Metaphern
3.2 Die Desktop-Metapher
3.3 Reisemetaphern
3.3.1 Die Reisemetapher in der Informatik
3.3.2 Die Reisemetapher in der Wissenschaftssprache außerhalb der Informatik
3.3.3 Exkurs: Surfen
3.4 Vermenschlichende Metaphern
3.4.1 Die „Mensch-als-Maß-aller-Dinge“-These
3.4.2 Die „Spinning Jenny”-These
3.4.3 Die „Computer denken“ –These und künstliche Intelligenz
4 Zusammenfassung
Die Arbeit untersucht, warum Metaphern in der Wissenschaftssprache, speziell in der Informatik, vorkommen und welche Bedeutung sie für die begriffliche Verständlichkeit haben. Ziel ist es, aufzuzeigen, wie Metaphern in der Informatik konkret genutzt werden und welchen Nutzen die Disziplin aus solchen metaphorischen Bildungen zieht.
3.4.1 Die „Mensch-als-Maß-aller-Dinge“-These
Der Mensch ist sich selber am Nächsten und stellt daher die häufigste Fundgrube für Übertragungen dar. Diese These stellt Carsten Busch in seinem Buch Metaphern in der Informatik auf, wenn er argumentiert:
„Grundsätzlich handelt es sich bei anthropomorphisierenden Metaphern um eine nahe liegende Sache, denn das Menschliche ist nun einmal der üblichste [...] Kontext, aus dem heraus ein Mensch metaphorische Übertragungen vornehmen kann.“
Tatsächlich lassen sich auch außerhalb der Informatik viele Beispiele finden, in denen nichtmenschliche Dinge durch Metaphern vermenschlicht werden: Talsohle, Bergrücken, Flaschenhals, Tisch- oder Stuhlbein, Flussknie, Flussarm, Kohlkopf, Buchrücken etc. Bei diesen Beispielen fällt auf, dass es sich um Gestaltmetaphern (siehe Gliederungspunkt 2.5.2) handelt. Die äußere Ähnlichkeit (rund, gekrümmt, lang) oder die relative Lage (oben, unten, vorne, hinten) ermöglichen bei Gestaltmetaphern die Übertragung.
1 Grundlegung: Einleitung in das Thema, Vorstellung der Fragestellung sowie Definition der zentralen Begriffe Metapher, Informatik und Computer.
2 Betrachtung und Analyse ausgewählter Metapherntheorien: Vergleich verschiedener Ansätze wie der Substitutions- und Interaktionstheorie bis hin zur kognitiven Metapherntheorie von Lakoff & Johnson, die als Basis für die Arbeit dient.
3 Betrachtung und Analyse von Metaphern in der Sprache der Informatik: Untersuchung spezifischer Metaphernkomplexe wie Desktop- und Reisemetaphern sowie vermenschlichende Begriffe im Bereich der Softwareentwicklung und künstlichen Intelligenz.
4 Zusammenfassung: Synthese der Ergebnisse und Bestätigung der Notwendigkeit metaphorischer Bildungen für die Terminologie und die Vermittlung abstrakter Konzepte in der Informatik.
Metapher, Informatik, kognitive Metapherntheorie, Lakoff & Johnson, Wissenschaftssprache, konzeptuelle Metaphern, Desktop-Metapher, Reisemetapher, Anthropomorphismus, Software Engineering, Künstliche Intelligenz, Modellbildung, Sprachwissenschaft, Terminologie, Bildfeldtheorie.
Die Arbeit untersucht das Vorkommen und die Funktion von Metaphern in der Informatik und beleuchtet, inwieweit diese für die begriffliche Verständlichkeit komplexer wissenschaftlicher Konzepte notwendig sind.
Die Arbeit verknüpft sprachtheoretische Grundlagen (Metapherntheorien) mit der spezifischen Anwendung dieser Modelle in der Informatik-Terminologie und der Softwareentwicklung.
Es wird erforscht, warum Metaphern in der Informatik verwendet werden und welchen Nutzen die Disziplin aus der bildhaften Beschreibung abstrakter Sachverhalte zieht.
Es handelt sich um eine korpusbasierte Analyse, die nach der Methode des "lexical approach" vorgeht und Fachwörterbücher sowie Computerfachzeitschriften als Primärquellen auswertet.
Im Hauptteil werden zunächst theoretische Grundlagen (u.a. Lakoff & Johnson) erarbeitet, bevor diese auf konkrete Bereiche wie Desktop-Metaphern, Reisemetaphern und vermenschlichende Metaphern angewendet werden.
Wichtige Begriffe sind unter anderem kognitive Metapherntheorie, Anthropomorphismus, Modellbildung und konzeptuelle Metaphern.
Die KI ist eine Disziplin, die explizit kognitive Prozesse des Menschen simuliert, was die Verwendung von Metaphern wie "Elektronenhirn" oder "denkende Maschine" begünstigt.
Während das Wasserfallmodell starre, lineare Phasen vorgibt, betont die Expeditionsmetapher die situative Anpassung und die zentrale Rolle der handelnden Personen im Entwicklungsprozess.
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