Bachelorarbeit, 2019
65 Seiten, Note: 1,7
Die vorliegende Bachelorarbeit untersucht die sprachlichen Mittel, mit denen Claas Relotius in seinen Reportagen Unterhaltsamkeit erzeugt hat. Dabei wird die Unterhaltungstheorie von Josef Klein herangezogen, um die spezifischen Kategorien und Maximen der Unterhaltung in den Texten von Relotius zu analysieren. Ziel ist es, aufzuzeigen, dass Relotius' Erfolg nicht allein auf gefälschten Fakten, sondern auch auf seinem Schreibstil und den darin enthaltenen unterhaltenden Elementen beruht. Die Arbeit beleuchtet dabei die Nutzung von Infotainment-Elementen in journalistischen Texten und hinterfragt die Rolle von Unterhaltung in der journalistischen Berichterstattung.
Die Arbeit beginnt mit einer Einleitung, die den Fall Relotius und die damit verbundenen Fragen zur Rolle von Unterhaltung in journalistischen Texten beleuchtet. In Kapitel 2 wird die journalistische Darstellungsform "Reportage" definiert und ihre Merkmale, Funktionen und der Wahrheitsgehalt beleuchtet. Kapitel 3 beschäftigt sich mit dem Begriff "Unterhaltung" und grenzt diesen von "Information" ab. Zudem wird das Konzept "Infotainment" eingeführt. Kapitel 4 stellt die Unterhaltungstheorie von Josef Klein vor, die die verschiedenen Kategorien der Unterhaltung beschreibt und ihre Ausprägungen in Texten analysiert. Kapitel 5 untersucht die Reportagen von Claas Relotius anhand von ausgewählten Beispielen, wobei die Analyse auf der Unterhaltungstheorie von Josef Klein aufbaut. Die Arbeit schließt mit einem Fazit, das die Ergebnisse der Analyse zusammenfasst und die Bedeutung der Untersuchung für die Medienforschung unterstreicht.
Die vorliegende Arbeit beschäftigt sich mit den Themen Unterhaltsamkeit, Reportage, Infotainment, Sprachliche Mittel, Analyse, Journalismus, Claas Relotius, Josef Klein, Unterhaltungstheorie, Kommunikationsmaximen.
Relotius setzte verstärkt auf Emotionalisierung und Narrativierung. Durch einen bildhaften Schreibstil und geschicktes Storytelling erzeugte er eine hohe Eingängigkeit und Interessantheit seiner Texte.
Klein definiert vier U-Kategorien, die für Unterhaltung konstitutiv sind: Abwechslung, Unbeschwertheit, Interessantheit und Eingängigkeit. Diese dienen als Basis für die Analyse der Texte.
Information zielt auf Faktenvermittlung und Wahrheit ab, während Unterhaltung auf das emotionale Erleben und die Entspannung des Lesers fokussiert. Die Vermischung beider wird als Infotainment bezeichnet.
Obwohl die Reportage eine subjektive und erzählerische Form ist, bleibt die Faktentreue im Journalismus oberstes Gebot. Der Fall Relotius zeigt die Gefahren auf, wenn Unterhaltung über die Wahrheit gestellt wird.
Die Arbeit möchte aufzeigen, dass der Erfolg von Relotius nicht nur auf erfundenen Fakten basierte, sondern maßgeblich durch seinen gezielten Einsatz unterhaltender sprachlicher Elemente bedingt war.
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