Bachelorarbeit, 2016
66 Seiten, Note: 1,3
1. Einleitung
2. Theorie
2.1 E-Learning
2.2 Selbstreguliertes Lernen - Begriffsbestimmung
2.3 Selbstregulations-Prozessmodell des Lernens nach Schmitz und Wiese
2.4 Relevanz von selbstreguliertem Lernen
2.5 Aktueller Forschungsstand
2.6 Zeitmanagement
2.6.1 Begriffsbestimmung.
2.6.2 Komponenten guten Zeitmanagements.
2.7 Zusammenfassung
2.8 Forschungsfrage
3. Methode
3.1 Stichprobe
3.2 Materialien
3.2.1 Prä- und Posttest.
3.2.2 Webbasiertes Training zur Planung und zum Zeitmanagement
3.3 Versuchsdurchführung
3.3.1 Versuchsdesign.
3.3.2 Versuchsablauf.
4. Ergebnisse
4.1 Reliabilitätsanalysen und Interne Konsistenz der Skalen
4.2 Deskriptive Statistiken
4.3 Inferenzstatistik: t-Tests
5. Diskussion
5.1 Wirksamkeit des webbasierten Trainings zum Zeitmanagement
5.2 Begrenzungen und Kritik
6. Fazit und Ausblick
Das Ziel der Arbeit ist die Entwicklung und Evaluation eines webbasierten Trainings zur Förderung der Zeitmanagementkompetenz bei Schülerinnen und Schülern der Oberstufe, um diese im Bereich des selbstregulierten Lernens zu unterstützen.
2.1 E-Learning
E-Learning ist der Oberbegriff aller Formen des elektronischen Lernens, des Lernens. Also das Lernen, welches mithilfe digitaler Informations- und Kommunikationstechnologien durchgeführt wird (Borgwardt 2014). Es eröffnet breitgefächerte Möglichkeiten zur Gestaltung des Lernprozesses durch vielfältige didaktische Mittel, wie beispielsweise Webinare, Virtual Classrooms, Foren (Borgwardt 2014) oder kleine Spiele. Auch die Lernmaterialien können vielfältig in unterschiedlichster Weise dargestellt werden zum Beispiel durch Texte, Videos oder Bilder. Man nennt diese Lernumgebungen auch multimedia learning environment (Winters et al. 2008).
Dem Begriff des E-Learnings können viele verschiedene Bestandteile zugeordnet werden, wobei zwei dieser Bestandteile das Computer-Based Training (CBT) und das Web-Based Training (WBT) sind.
Das WBT ist nach Borgwardt (2014) eine Weiterentwicklung des CBTs, welches meist mithilfe eines auf dem PC lokal installierten Programms durchgeführt wird. Es ist ein im Internet und unter Verwendung netzbasierter Dienste zur Verfügung stehendes Lernprogramm. Unabhängig von Ort und Zeit ermöglicht es den Lernenden, die Inhalte zu lernen, abzurufen und über Online-Kommunikationswege mit anderen Lernenden sowie den Lehrenden in Kontakt zu treten.
Eine dieser Lernplattformen, welche sich zum Erstellen von WBTs eignet, ist die Open Source Plattform Moodle. Sie bietet die Möglichkeit Lernräume zu konstruieren, multimediale Lerninhalte bereitzustellen, Kommunikationsmöglichkeiten zu schaffen, aber auch Aufgaben und Tests zu erstellen. Je nach Bedürfnissen ist es möglich, den Zugang für alle öffentlich zu machen, mit einem Passwort zu sichern, oder manuell bestimmte Teilnehmer freizuschalten.
1. Einleitung: Beschreibt die Bedeutung des selbstregulierten Lernens in einer sich wandelnden Welt und begründet die Entwicklung eines webbasierten Trainings für Schüler der Oberstufe.
2. Theorie: Erläutert die Grundlagen des E-Learnings, des selbstregulierten Lernens nach dem Modell von Schmitz und Wiese sowie die Konzepte des Zeitmanagements nach Häfner und Seiwert.
3. Methode: Beschreibt die Stichprobe von 83 Schülerinnen und Schülern, das verwendete webbasierte Training (WBT) und das experimentelle Studiendesign zur Überprüfung der Hypothesen.
4. Ergebnisse: Präsentiert die statistische Auswertung der Prä- und Posttests mittels t-Tests, welche positive Effekte des Trainings auf das Zeitmanagementverhalten und die Einstellung gegenüber dem Lernen zeigen.
5. Diskussion: Interpretiert die Ergebnisse hinsichtlich der Wirksamkeit des Trainings und reflektiert kritisch die Limitationen, wie die kleine Stichprobengröße und die kurze Zeitspanne.
6. Fazit und Ausblick: Zieht ein Fazit über die Erfolge des Trainings und diskutiert den weiteren Forschungsbedarf sowie Möglichkeiten für zukünftige, insbesondere mobile, Trainingsformate.
Zeitmanagement, Selbstreguliertes Lernen, Web-Based Training, WBT, Oberstufe, Planungskompetenz, E-Learning, Selbstwirksamkeit, Lernverhalten, Pädagogische Psychologie, Didaktik, Prozessmodell, Zielsetzung, Medienkompetenz, Schulisches Lernen
Die Arbeit beschäftigt sich mit der Erstellung und Durchführung eines webbasierten Zeitmanagementtrainings für Schülerinnen und Schüler der Oberstufe, um deren Planungskompetenzen im Rahmen des selbstregulierten Lernens zu verbessern.
Die zentralen Themen sind das selbstregulierte Lernen, die Anwendung von E-Learning-Methoden in der Schule und spezifische Zeitmanagement-Techniken, basierend auf den Modellen von Häfner und Seiwert.
Das primäre Ziel ist es, zu untersuchen, ob ein speziell für Schülerinnen und Schüler entwickeltes webbasiertes Training die Kompetenzen im Zeitmanagement und Planungsverhalten sowie die Einstellung gegenüber dem Lernen positiv beeinflussen kann.
Die Arbeit nutzt ein experimentelles Design (Pretest-Posttest-Kontrollgruppen-Design) und wertet die Daten mittels SPSS durch t-Tests aus, um signifikante Veränderungen innerhalb und zwischen den Gruppen zu prüfen.
Der Hauptteil gliedert sich in eine theoretische fundierte Einleitung zum selbstregulierten Lernen, eine detaillierte Beschreibung der Trainingsentwicklung unter Nutzung von Plattformen wie Moodle und Prezi, sowie die empirische Ergebnisdarstellung.
Wichtige Begriffe sind Zeitmanagement, Selbstreguliertes Lernen (SRL), Web-Based Training (WBT), Planungskompetenz und Selbstwirksamkeit.
Das Training wurde in fünf Level unterteilt, die Konzepte wie Mindmapping, Identifikation von Zeitdieben, ALPEN-Methode und die Bedeutung der eigenen Leistungskurve spielerisch mit Videos und interaktiven Elementen vermitteln.
Das WBT wurde gewählt, um räumliche Beschränkungen des traditionellen Unterrichts zu umgehen und eine größere Anzahl von Schülern kostengünstig und effizient unterweisen zu können.
Die Autorin weist insbesondere auf die kleine Stichprobe, die sehr kurze Zeitspanne zwischen Training und Posttest sowie die begrenzte Anzahl an Items im Fragebogen als methodische Einschränkungen hin.
Es konnten signifikante positive Effekte auf das Zeitmanagementverhalten und die Einstellung gegenüber dem Lernen in der Experimentalgruppe nachgewiesen werden, während die Hypothesen zu anderen Bereichen wie spezifischer Zielsetzung oder Reflexion teilweise bestätigt oder nicht signifikant verändert wurden.
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