Bachelorarbeit, 2015
87 Seiten, Note: 2,3
1 Einleitung
2 Motivation
3 Fragestellung
4 Methodisches Vorgehen
5 Rechtliche Einordnung des Gesundheitsschutzes
5.1. Vorschrift 2 der Deutschen Gesetzlichen Unfallversicherung (DGUV 2)
6 Durchzuführende Präventionsmaßnahmen arbeits- und berufsbedingter Belastungen nach aktuellen wissenschaftlichen Stand
6.1. Präventionsmaßnahmen durch Arbeitgeber
6.1.1.Einschätzung der Belastung durch Gefährdungsanalysen
6.1.2.Gesundheitsmanagement
6.1.3.Aus- und Fortbildung
6.1.4.Personalauswahl
6.2. Der Begriff „psychosoziale Notfallversorgung“ (PSNV)
6.2.1.PSNV Gesamtstruktur und PSNV-Maßnahmen
6.2.2.PSNV Maßnahmen für Einsatzkräfte
6.3. Allgemeine Empfehlungen zur psychosozialen Prävention im Einsatzwesen der LMU
6.4. Empfehlungen zur psychosozialen Prävention im Einsatzwesen des BKK für Führungskräfte
7 Organisation und Präventiosangebot der Berliner Feuerwehr
7.1. Einsatz- und Personalwachstum im direktem Vergleich
7.2. Gesundheits- und Präventionsangebote der Berliner Feuerwehr
7.2.1.Das Betriebliche Gesundheitsmanagement der Berliner Feuerwehr
7.2.2.Der Arbeits- und Gesundheitsschutz (AGS)
7.2.3.Die betriebliche Gesundheitsförderung (BGM)
7.2.4.Das betriebliche Eingliederungsmanagement (BEM)
7.2.5.Gesundheitsberichte der Berliner Feuerwehr
8 Ausbildungs- und Schulungsprogramme der Berliner Feuerwehr
8.1. Ausbildungsinhalte der Prävention in der mittleren feuerwehrtechnischen Ausbildung
8.2. Ausbildungsinhalte der Prävention in der gehobenen feuerwehrtechnischen Ausbildung
8.3. Schulungen und Weiterbildungen im Bereich Prävention
9 Analyse der Präventionsmaßnahmen anhand einer Gegenüberstellung von „LMU vs. Berliner Feuerwehr“
10 Kernaussagen der Experten im Bereich der Prävention
11 Diskussion
12 Fazit
Die Bachelorarbeit verfolgt das Ziel, basierend auf aktuellen wissenschaftlichen Erkenntnissen und Experteninterviews, den Ist-Zustand der Präventionsmaßnahmen bei der Berliner Feuerwehr zu analysieren. Dabei steht die Forschungsfrage im Mittelpunkt, welche Optimierungsmöglichkeiten im Bereich der Prävention arbeits- und berufsbedingter Belastungen für die Einsatzkräfte der Berliner Feuerwehr existieren.
1 Einleitung
Einsatzkräfte und Rettungsdienstpersonal sind in der Regel die Ersten, die mit Auswirkungen von traumatischen Ereignissen in Berührung kommen. Sie werden zum einen selbst Zeuge der Geschehnisse, zum anderen müssen sie verletzte Personen retten, Todesopfer bergen und Aufräumarbeiten verrichten. Zudem sind sie häufig mit körperlich unverletzten Betroffenen und Angehörigen der Opfer konfrontiert. Zusätzlich wirken weitere Stressoren, wie die schwere Ausrüstung, starke Hitzeeinwirkungen, toxische Substanzen und die gefährlichen Umgebungen auf Feuerwehr- und Rettungsdienstpersonal ein.1
Nicht selten erleiden Einsatzkräfte eine sekundäre Traumatisierung, 2 da sie durch ihren Beruf oder ihre ehrenamtliche Tätigkeit mit den unmittelbaren Begleitumständen von derartigen Unfällen und Katastrophen konfrontiert sind.3 Auch kommt es in der Einsatztätigkeit immer wieder zu (lebens-) bedrohlichen Situationen und die Einsatzkräfte, speziell Führungskräfte haben aufgrund der zu treffenden Entscheidungen und somit auch für den weiteren Verlauf des Ereignisses eine erhebliche Verantwortung zu tragen. Folglich sind Einsatzkräfte des Rettungsdienstpersonals aufgrund ihrer ehren- und hauptamtlichen Tätigkeit erheblichen Belastungen ausgesetzt. In einer Vielzahl von Studien konnte Rettungspersonal als Hochrisikopopulation für die Erkrankungswahrscheinlichkeit bei traumabedingten Störungen durch einsatzbedingte Belastungen identifiziert werden.4
In Deutschland wird der Thematik einer sekundären Traumatisierung seit der Katastrophe bei einem Flugtag in Rammstein 1988 und dem Grubenunglück von Borken 1990 vermehrt Aufmerksamkeit zugewendet.5
1 Einleitung: Diese Einleitung beschreibt die hohen psychischen und physischen Belastungen von Einsatzkräften und definiert die Relevanz der sekundären Traumatisierung.
2 Motivation: Der Autor erläutert seine Beweggründe für die Arbeit, die auf seiner sechzehnjährigen Erfahrung im Einsatzdienst der Berliner Feuerwehr basieren.
3 Fragestellung: Es wird die zentrale Forschungsfrage formuliert, wie der Bereich der Prävention für Einsatzkräfte bei der Berliner Feuerwehr optimiert werden kann.
4 Methodisches Vorgehen: Dieses Kapitel erläutert den vierstufigen Aufbau der Arbeit, von der Literaturrecherche bis hin zur Analyse durch Experteninterviews.
5 Rechtliche Einordnung des Gesundheitsschutzes: Hier werden die gesetzlichen Grundlagen wie das Arbeitsschutzgesetz und die DGUV Vorschrift 2 als Basis für den Gesundheitsschutz erläutert.
6 Durchzuführende Präventionsmaßnahmen arbeits- und berufsbedingter Belastungen nach aktuellen wissenschaftlichen Stand: Dieses Kapitel fasst den aktuellen wissenschaftlichen Stand zu primären und sekundären Präventionsmaßnahmen für Einsatzkräfte zusammen.
7 Organisation und Präventiosangebot der Berliner Feuerwehr: Hier wird die Struktur der Berliner Feuerwehr dargestellt und ein Überblick über bestehende Gesundheits- und Präventionsangebote gegeben.
8 Ausbildungs- und Schulungsprogramme der Berliner Feuerwehr: Diese Sektion beschreibt die Inhalte der Präventionsschulungen in der feuerwehrtechnischen Ausbildung und Weiterbildung.
9 Analyse der Präventionsmaßnahmen anhand einer Gegenüberstellung von „LMU vs. Berliner Feuerwehr“: Ein direkter Abgleich der LMU-Empfehlungen mit der gelebten Praxis in der Berliner Feuerwehr wird hier vorgenommen.
10 Kernaussagen der Experten im Bereich der Prävention: Die Ergebnisse der geführten Experteninterviews mit Vertretern verschiedener Fachbereiche werden hier strukturiert wiedergegeben.
11 Diskussion: Die Ergebnisse der Analyse werden kritisch reflektiert und der Handlungsbedarf im Bereich der Berliner Feuerwehr hervorgehoben.
12 Fazit: Das Fazit fasst die Ergebnisse zusammen und bietet konkrete Optimierungsvorschläge für die Berliner Feuerwehr an.
Prävention, Berliner Feuerwehr, Einsatzkräfte, Psychosoziale Notfallversorgung, PSNV, Arbeitsschutz, Gesundheitsmanagement, Sekundäre Traumatisierung, Stressbewältigung, Gefährdungsanalyse, Führungskräfte, Ausbildung, Gesundheitsschutz, Experteninterviews, Psychohygiene
Die Arbeit untersucht das Präventionsangebot für Einsatzkräfte der Berliner Feuerwehr in Bezug auf arbeits- und berufsbedingte Belastungen und gleicht dieses mit aktuellen wissenschaftlichen Standards ab.
Die Schwerpunkte liegen auf den Bereichen primäre und sekundäre Prävention, dem betrieblichen Gesundheitsmanagement, der psychosozialen Notfallversorgung sowie der Aus- und Fortbildung für Einsatzkräfte.
Die Forschungsfrage lautet: „Welche Optimierungsmöglichkeiten können im Bereich der Prävention arbeits- und berufsbedingter Belastungen für die Einsatzkräfte bei der Berliner Feuerwehr durchgeführt werden?“
Die Arbeit basiert auf einer Literaturrecherche zum aktuellen Forschungsstand (unter anderem der LMU-Studie) sowie der Auswertung von Experteninterviews mit Fachleuten der Berliner Feuerwehr.
Der Hauptteil gliedert sich in die Darstellung der wissenschaftlichen Standards, eine detaillierte Bestandsaufnahme des Angebots der Berliner Feuerwehr sowie eine kritische Gegenüberstellung beider Bereiche.
Prävention, Berliner Feuerwehr, Psychosoziale Notfallversorgung, Gesundheitsmanagement, Einsatzkräfte und Stressbewältigung sind die prägenden Begriffe.
Die befragten Experten sind sich einig, dass die bestehenden Angebote bei der Berliner Feuerwehr derzeit noch zu wenig kommuniziert werden und bei den Mitarbeitern nicht ausreichend verankert sind.
Die Analyse zeigt einen massiven Handlungsbedarf bei der Implementierung regelmäßiger, spezifischer Führungskräfteschulungen, da aktuelle Ausbildungsanteile als zu technisch eingestuft werden.
Der GRIN Verlag hat sich seit 1998 auf die Veröffentlichung akademischer eBooks und Bücher spezialisiert. Der GRIN Verlag steht damit als erstes Unternehmen für User Generated Quality Content. Die Verlagsseiten GRIN.com, Hausarbeiten.de und Diplomarbeiten24 bieten für Hochschullehrer, Absolventen und Studenten die ideale Plattform, wissenschaftliche Texte wie Hausarbeiten, Referate, Bachelorarbeiten, Masterarbeiten, Diplomarbeiten, Dissertationen und wissenschaftliche Aufsätze einem breiten Publikum zu präsentieren.
Kostenfreie Veröffentlichung: Hausarbeit, Bachelorarbeit, Diplomarbeit, Dissertation, Masterarbeit, Interpretation oder Referat jetzt veröffentlichen!

