Examensarbeit, 2015
69 Seiten, Note: 1.0
1 Zusammenfassung
2 Einleitung
3 (Selbst)Mitgefühl in der Psychotherapie
3.1 Was ist (Selbst)Mitgefühl?
3.2 Forschungsbefunde zu den Wirkungen von (Selbst)Mitgefühl
3.3 Gründe und Beispiele für die Verwendung in der Psychotherapie
4 Compassion Focused Therapy (CFT)
4.1 Die Entwicklung der CFT
4.2 Theoretische Grundlagen des Ansatzes
4.2.1 Affektregulation
4.2.2 Interaktionen zwischen altem und neuem Gehirn
4.3.3 Entwicklung eines mitfühlenden Geistes
4.3 Vorgehensweise und Ziele der Behandlung
4.3.1 Therapeutische Beziehung
4.3.2 Psychoedukation
4.3.3 Fallkonzepterstellung
4.3.4 Überwindung von Schwierigkeiten bei der Empfindung affiliativer Emotionen
4.4 Ausgewählte Übungen des Compassionate Mind Trainings (CMT)
4.4.1 Achtsamkeitstraining
4.4.2 Imaginationsübungen
4.4.3 Weitere Übungsformen
4.5 Ausgewählte Studien und Forschungsberichte zur CFT
4.5.1 Anwendungsbereiche und Wirksamkeit
4.5.2 Exkurs: Eine Weiterentwicklung der CFT: Compassion-focused therapy for eating disorders (CFT-E)
5 Compassion Foused Therapy – auch für Kinder und Jugendliche oder für eine Anwendung in der Schule geeignet?
5.1 Vermutete Effekte von Mitgefühls- und Achtsamkeitstraining
5.2 Selbstmitgefühl bei Kinder und Jugendlichen
5.2.1 Gründe für die Relevanz von Selbstmitgefühl in dieser Altersgruppe
5.2.2 Empirische Hinweise auf positive Effekte
5.2.3 Einflussfaktoren für die Entwicklung von Selbstmitgefühl – Implikationen für die Schule
5.3 Selbstmitgefühl für Lehrer
5.4 Erfolge der Anpassung achtsamkeits- und mitgefühlsbasierter Programme
5.4.1 Wirksamkeit von Achtsamkeitstrainings
5.4.2 Cognitively-based compassion training (CBCT)
5.4.2.1 Exkurs: Das Konzept des CBCT
5.4.2.2 CBCT für Kinder und Jugendliche
5.5 Hinweise auf die Durchführbarkeit der CFT mit Kindern und Jugendlichen
5.5.1 Eine Fallstudie mit einem jugendlichem Mädchen
5.5.2 Eine Umsetzung des CFT-Konzepts in der Schule
5.6 Anforderungen an ein an Kinder und Jugendliche angepasstes Programm
6 Resümee und eigene Stellungnahme
7 Ausblick auf zukünftigen Forschungsbedarf
Die vorliegende Arbeit untersucht den Einsatz von Selbstmitgefühl in der Psychotherapie anhand der Compassion Focused Therapy (CFT) und diskutiert, inwiefern dieser Ansatz auf Kinder, Jugendliche und den schulischen Kontext übertragen werden kann.
4.4.2 Imaginationsübungen
Eine der Hauptinterventionsformen der CFT sind die Mitgefühlsimaginationen. Die Wirkung mentaler Bilder auf physiologische Prozesse ist größer als die rein verbaler Interventionen (vgl. Brähler et al., 2013). Bevor solche Übungen durchgeführt werden, wird dem Patienten daher die Macht der Imaginationen verdeutlicht, z.B. indem er sich eine leckere Mahlzeit vorstellen soll, wodurch allein aufgrund der Vorstellung der Mund wässrig wird und der Magen Magensäure produziert. So soll das Verstehen gefördert werden, dass auch mitfühlende mentale Bilder hilfreich sind, weil sie eine physiologische Wirkung haben werden (Gilbert, 2010/2013).
Folgende zwei Übungen eignen sich besonders für den Anfang des Imaginations Trainings:
- Einen sicheren Ort erschaffen
Bei dieser Übung geht es darum, sich einen Ort vorzustellen, an dem man sich behaglich, sicher und besänftigt fühlt und an dem man gerne ist. Wie zu Beginn der meisten Übungen bringt der Patient sich in eine bequeme Ausgangsposition und führt den besänftigenden Atemrhythmus durch. Der Therapeut schlägt dann Beispiele für sichere Orte (z.B. einen Strand oder eine Waldlichtung) vor und beschreibt diese ausführlich. Bei der Vorstellung ihres eigenen sicheren Orts konzentrieren sich die Patienten darauf, was sie sehen, fühlen, hören oder mit anderen Sinnen wahrnehmen können. Wenn sie sich an diesem Ort befinden, entspannt sich der Körper, was am Gesichtsausdruck, z.B. einem sanften Lächeln, deutlich werden sollte. Außerdem leitet der Therapeut dazu an, sich vorzustellen, dass der Ort sich über die Anwesenheit freut und regt an, darüber nachzudenken, welche Empfindungen das in einem auslöst. Dies spiegelt den Versuch wieder, Gefühle des Gewollt- und Erwünscht-Seins zu stimulieren (Gilbert, 2010/2013).
1 Zusammenfassung: Die Arbeit beleuchtet den Einsatz von Selbstmitgefühl mittels der CFT und diskutiert dessen Anwendungsmöglichkeiten bei Kindern, Jugendlichen sowie im schulischen Umfeld.
2 Einleitung: Anhand einer Weisheitsgeschichte wird die Bedeutung von Selbstmitgefühl eingeführt, um auf die Notwendigkeit von Interventionen zur Stärkung der psychischen Gesundheit hinzuweisen.
3 (Selbst)Mitgefühl in der Psychotherapie: Dieses Kapitel definiert Selbstmitgefühl als nach innen gerichtetes Mitgefühl und beschreibt dessen positive Wirkungen auf das psychische Wohlbefinden.
4 Compassion Focused Therapy (CFT): Der Ansatz der CFT wird als integrativer Therapieansatz zur Förderung von Mitgefühl und zur Regulierung von Emotionssystemen detailliert beschrieben.
5 Compassion Foused Therapy – auch für Kinder und Jugendliche oder für eine Anwendung in der Schule geeignet?: Das Kapitel diskutiert, wie Elemente der CFT an das Kindes- und Jugendalter angepasst und in den Schulalltag integriert werden können.
6 Resümee und eigene Stellungnahme: Die Ergebnisse werden reflektiert, wobei der hohe Forschungsbedarf hervorgehoben und das Potenzial für das schulische Klassenklima betont wird.
7 Ausblick auf zukünftigen Forschungsbedarf: Es wird auf offene Fragen zur Wirksamkeit und zur spezifischen Ausgestaltung von Programmen für jüngere Altersgruppen verwiesen.
Selbstmitgefühl, Compassion Focused Therapy, CFT, Achtsamkeit, psychische Gesundheit, Schule, Kinder, Jugendliche, Emotionsregulation, psychologische Intervention, Mitgefühlstraining, CBT, Scham, Selbstkritik, Prävention.
Die Arbeit untersucht das Konzept des Selbstmitgefühls und die darauf basierende Compassion Focused Therapy (CFT) als Methode zur Förderung psychischer Gesundheit und zur Bewältigung von Scham und Selbstkritik.
Zentrale Themen sind die theoretischen Grundlagen der CFT, wissenschaftliche Belege für deren Wirksamkeit bei Erwachsenen sowie die Übertragbarkeit dieser Ansätze auf Kinder, Jugendliche und das schulische Umfeld.
Die Arbeit fragt, inwieweit die CFT oder Teile davon als Intervention bei Kindern und Jugendlichen sowie in der Schule sinnvoll und durchführbar sind, um psychisches Wohlbefinden zu fördern.
Es handelt sich um eine Literaturarbeit, die existierende Forschungsergebnisse, Studien und theoretische Ansätze zur CFT analysiert, zusammenfasst und kritisch reflektiert.
Der Hauptteil erläutert das Modell der CFT, stellt Übungen des Compassionate Mind Trainings vor und diskutiert empirische Studien zu verschiedenen Anwendungsbereichen sowie Anpassungsmöglichkeiten für jüngere Zielgruppen.
Wichtige Begriffe sind Selbstmitgefühl, Compassion Focused Therapy, Achtsamkeit, psychische Gesundheit, Schule, Kinder, Jugendliche und Emotionsregulation.
Es gibt bisher kaum direkte Studien dazu, aber die Ergebnisse zu achtsamkeitsbasierten Programmen und einer Fallstudie mit einer Jugendlichen deuten darauf hin, dass eine Anpassung der Methoden grundsätzlich möglich ist.
Selbstmitgefühl kann Lehrern helfen, Burnout zu vermeiden, den eigenen Stress besser zu regulieren und mitfühlend auf herausfordernde Schulsituationen zu reagieren, was wiederum das Klassenklima verbessert.
Herausforderungen liegen in der notwendigen Anpassung der Sprache und Dauer der Übungen an den Entwicklungsstand der Kinder sowie in der Abgrenzung von therapeutischen Aufgaben, für die Lehrkräfte nicht ausgebildet sind.
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