Fachbuch, 2020
57 Seiten
1 Einleitung und Problemstellung
2 Definition und Bedeutung von Metaparadigmen für die Pflege
3 Was sind Pflegetheorien
3.1 Einteilung der Pflegetheorien
3.2 Was sind Pflegemodelle
3.3 Bedürfnismodelle
3.4 Interaktionsmodelle
3.5 Pflegeergebnismodelle
4 Gründung und Etablierung der Pflege
4.1 In Deutschland
4.2 In den USA
4.3 In der Schweiz
4.4 Gemeinsamkeiten und Unterschiede dieser drei Länder
4.5 Veränderungen in Deutschland im Vergleich zur amerikanischen Entwicklung
5 Pflegetheoretische Grundlagen bei Dorothea Orem
5.1 Biographie der Dorothea Elizabeth Orem
5.2 Schwerpunkte der Pflegetheorie des Selbstpflegedefizits
5.3 Theorien der Selbstpflege/Dependenzpflege
5.4 Pflege, Selbstpflege- und Dependenzpflegekompetenzen
5.5 Situativer Selbstpflegebedarf und Selbstpflegeerfordernisse
5.6 Allgemeine, universelle Selbstpflegeerfordernisse
5.7 Gesundheitsbezogene Selbstpflegeerfordernisse
5.8 Entwicklungsbedingte Selbstpflegeerfordernisse
5.9 Theorie des Selbstpflegedefizits
5.10 Theorie der Pflegesysteme
5.11 Vollständig, Teilweise und Unterstützend-erzieherisches System
6 Dorothea E. Orems – Aspekte des Pflegeprozesses
6.1 Diagnose und Verordnung
6.2 Entwurf und Planung
6.3 Regulation und Kontrolle
7 Anwendung der Selbstpflegedefizit- Theorie in der Praxis
7.1 Fallbeispiel
7.2 Evaluation
8 Stärken und Schwächen der Theorie
8.1 Stärken der Theorie
8.2 Schwächen der Theorie
8.3 Besonderheiten der Pflegetheorie
9 Die Akzeptanz und Anwendung der Pflegetheorie von Orem
9.1 in der Ausbildung
9.2 in der Praxis
9.3 in der Pflegeforschung
10 Kritikpunkte bezüglich Dorothea Orem‘s Selbstpflegetheorie
Die vorliegende Arbeit untersucht die Relevanz von Pflegetheorien für die tägliche Pflegepraxis, wobei der Schwerpunkt auf der Analyse der Selbstpflegedefizit-Theorie von Dorothea E. Orem liegt. Es wird beleuchtet, wie Pflegetheorien in verschiedenen Ländern etabliert wurden und welchen praktischen Nutzen Orems Theorie bei der Unterstützung pflegebedürftiger Menschen sowie der Professionalisierung des Pflegeberufs bietet.
7.1 Fallbeispiel
Ein Patient mit einer Oberschenkelhalsfraktur und dementieller Erkrankung, wird zur postoperativen Versorgung auf die Intensivstation verlegt. Es besteht das Risiko der Entwicklung eines postoperativen Verwirrtheitszustandes, da die neue Umgebung für den Patienten vollkommen fremd ist. Der Faktor Angst spielt hierbei eine bedeutende Rolle. Außerdem wird deutlich, dass der Patient Schmerzen hat, was an seiner Mimik und durch das ruhelose Verhalten im Patientenbett festzumachen ist. Der Kontakt zum Patienten ist bisweilen erschwert. Er kann seinen Selbstpflegeerfordernissen derzeit nicht gerecht werden, weshalb ein Selbstpflegedefizit vorliegt. Die Selbstpflegekompetenz des Patienten ist unterbrochen. Die Vermeidung eines Durchgangssyndroms soll das Ziel sein. Nach dem Pflegeprozess nach Dorothea E. Orem wäre nun folgendes Vorgehen angebracht:
Vorerst nimmt die Pflegekraft eine Diagnose vor, um bestehende Selbstpflegedefizite zu identifizieren und wahrzunehmen. Es gilt die Selbstpflegeerfordernisse, die seitens des Patienten nicht ausgeführt werden können, in die professionelle Pflege mit einzubringen und zu berücksichtigen. Dies würde die unter 6.1 genannte Diagnose und Verordnung einbinden. Folglich wird das entsprechende Pflegesystem ausgesucht, welches in diesem Fall ,zunächst, das vollständig kompensatorische System ist. Aufgrund der Narkose kann der Patient seine Bedürfnisse derzeit nicht erfüllen. Hinzukommend würde das Aufkommen eines postoperativen Verwirrtheitszustandes, das Zurückführen des Betroffenen in seine gewohnte Umgebung, um Tage aufschieben. Daraus ergeben sich Entwurf und Planung, die unter 6.2 beschrieben wurden. Die Pflegekraft plant nun eine Unterbringung des Patienten in das zur Verfügung stehende Einzelzimmer, um eine möglichst wohlbefindliche und gedämpfte Atmosphäre zu schaffen. Aufgrund der Unruhezustände des Betroffenen, trifft der Pflegekundige nach bestem Gewissen diese Entscheidung für den Patienten. Der Patient ist nicht in der Lage sich auszudrücken, weshalb für ihn agiert und gehandelt werden muss. Dadurch findet eine Kompensation, durch die Pflegekraft statt. Nun ist der Patient von störenden Faktoren, wie fremden Stimmen und Monitoralarmen gelöst.
1 Einleitung und Problemstellung: Dieses Kapitel erläutert die historische Entwicklung der Pflegewissenschaft und betont die Notwendigkeit von Pflegetheorien zur Unterstützung der Praxis.
2 Definition und Bedeutung von Metaparadigmen für die Pflege: Es wird definiert, welche abstrakten Ebenen das Metaparadigma als "Weltbild" der Pflege innehat und wie es die zentralen Begriffe Gesundheit, Pflege, Umwelt und Person in Beziehung setzt.
3 Was sind Pflegetheorien: Das Kapitel differenziert zwischen verschiedenen Pflegemodellen, Bedürfnis-, Interaktions- und Ergebnismodellen und klassifiziert diese nach ihrer Reichweite.
4 Gründung und Etablierung der Pflege: Hier wird die historische Entwicklung des Pflegeberufs und dessen Professionalisierung in Deutschland, den USA und der Schweiz gegenübergestellt.
5 Pflegetheoretische Grundlagen bei Dorothea Orem: Ein umfassender Teil, der die Biographie von Orem sowie ihre zentralen Konzepte wie Selbstpflege, Dependenzpflege, Selbstpflegebedarf und die Theorie der Pflegesysteme detailliert beschreibt.
6 Dorothea E. Orems – Aspekte des Pflegeprozesses: Dieses Kapitel verknüpft die Pflegetheorie mit dem praktischen Pflegeprozess, unterteilt in Diagnose, Planung, Durchführung und Evaluation.
7 Anwendung der Selbstpflegedefizit- Theorie in der Praxis: Anhand eines Fallbeispiels wird die praktische Implementierung der Theorie auf einer Intensivstation veranschaulicht und evaluiert.
8 Stärken und Schwächen der Theorie: Eine kritische Auseinandersetzung mit den Vorzügen und Limitationen des theoretischen Modells von Orem.
9 Die Akzeptanz und Anwendung der Pflegetheorie von Orem: Das Kapitel untersucht die Verbreitung und Relevanz des Modells in der Ausbildung, der klinischen Praxis und der Forschung.
10 Kritikpunkte bezüglich Dorothea Orem‘s Selbstpflegetheorie: Eine abschließende kritische Reflexion, die auf Komplexität, Anwendbarkeit und theoretische Lücken eingeht.
Pflegetheorie, Pflegewissenschaft, Dorothea Orem, Selbstpflegedefizit, Pflegepraxis, Pflegeprozess, Selbstpflegekompetenz, Professionalisierung, Patientenbetreuung, Pflegemodelle, Intensivpflege, Pflegeforschung, Bedürfnismodelle, Autonomie, Pflegequalität.
Die Bachelorarbeit setzt sich kritisch mit der Rolle und Relevanz von Pflegetheorien für die professionelle Pflegepraxis auseinander, wobei Dorothea Orems Selbstpflegedefizit-Theorie im Zentrum steht.
Zentrale Themen sind die historische Entwicklung der Pflege, die wissenschaftliche Fundierung des Berufsstandes, die detaillierte Vorstellung der Theorie von Orem und deren praktische Anwendbarkeit.
Das Ziel ist es, die Tragweite der Pflegetheorien für die Praxis zu beleuchten und zu untersuchen, ob und wie diese Theorien zur Verbesserung der Pflegequalität beitragen können.
Die Arbeit basiert auf einer Literaturanalyse sowie der beispielhaften Anwendung eines Pflegemodells auf ein konkretes, praxisbezogenes Fallbeispiel.
Der Hauptteil gliedert sich in die theoretischen Grundlagen des Metaparadigmas, die Klassifizierung von Pflegetheorien, die historische Entwicklung der Pflege in verschiedenen Ländern sowie die detaillierte Ausarbeitung der Theorie von Dorothea Orem.
Zu den prägenden Schlüsselwörtern gehören: Selbstpflegedefizit-Theorie, Professionalisierung, Pflegeprozess, Patientenautonomie und Pflegewissenschaft.
Die Theorie bietet eine strukturierte Wegweisung für Pflegende, um Defizite bei Patienten systematisch zu erkennen und individuell zugeschnittene Unterstützungsmaßnahmen zu planen.
Diese Unterscheidung ist essenziell, um zu bestimmen, ob ein Patient seine Bedürfnisse eigenständig erfüllen kann (Selbstpflege) oder ob er professionelle, pflegerische Unterstützung benötigt (Dependenzpflege), was wiederum die Wahl des Pflegesystems bestimmt.
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