Diplomarbeit, 2005
119 Seiten, Note: 1.0
1. Einleitung
1.1 Hinführung zum Thema
1.2 Problemstellung und Zielsetzung der Arbeit
1.3 Gang der Untersuchung und Abgrenzung des Themas
2 Analyse und Abgrenzung immaterieller Vermögenswerte unter Berücksichtigung des RBV
2.1 Der RBV zur Erzielung von dauerhaften Wettbewerbsvorteilen
2.2 Abgrenzung materieller von immateriellen Vermögenswerten
2.3 Formen des Intellectual Capital
2.3.1 Humankapital
2.3.2 Strukturkapital
2.3.3 Beziehungskapital
3 Integration und Messung immaterieller Vermögenswerte zur Steuerung und Erzielung von Wettbewerbsvorteilen
3.1 Strategiemanagement
3.2 Identifizierung und strategische Ausrichtung relevanter immaterieller Vermögenswerte
3.3 Kriterien für Meßmethoden und Kategorien von Bewertungsverfahren
3.4 Bewertungsverfahren
3.4.1 Balanced Scorecard
3.4.2 Value Chain Blueprint
3.4.3 Real Asset Value Enhancer
3.5 Allokation und Steuerung immaterieller Vermögenswerte
3.6 Externes Reporting
4 Zusammenfassung der Ergebnisse der Untersuchung
Diese Diplomarbeit befasst sich mit der Identifizierung, Messung und Steuerung immaterieller Vermögenswerte (Intangibles), um Wettbewerbsvorteile zu erzielen. Das Hauptziel ist die Entwicklung eines Konzepts, das Unternehmen befähigt, die neuen, wissensbasierten Werttreiber transparent zu machen und strategisch in ihre Unternehmensführung zu integrieren, um nachhaltige Wertsteigerungen zu generieren.
2.1 Der RBV zur Erzielung von dauerhaften Wettbewerbsvorteilen
Der ressourcenorientierte Ansatz, auch „Resource-Based-View (of the Firm)“ genannt, entwickelte sich Mitte der 80er Jahre, um den damals lange dominierenden marktorientierten Ansatz, den „Market-Based-View“, zu ergänzen bzw. ein Gegenkonzept dazu darzustellen. Die marktorientierte Sicht begründet langfristigen unternehmerischen Erfolg anhand von Unterschieden in der Branchenstruktur, in der Unternehmen tätig sind sowie durch deren Verhaltensweisen in dieser Branche, also durch Chancen und Risken, die der Markt den Firmen eröffnet. Der MBV setzt somit die Bedingungen des Unternehmensumfeldes in das Zentrum der Betrachtung. Dieses von Porter entwickelte Konzept der fünf Wettbewerbskräfte war das bis dahin dominierende Strategie-Modell. Aufgrund der Vernachlässigung von Stärken und Schwächen, die Organisationen intern besitzen, wurde dieser Strategieansatz zunehmend als eine zu einseitige Betrachtung kritisiert. Es setzte sich die Erkenntnis durch, dass Unternehmenserfolg nicht ursächlich durch die Auswahl einer Wachstumsbranche begründet sein kann. Immer stärker wurden unternehmenseigene Ressourcen und Fähigkeiten bzw. deren Nutzung als Basis für langfristigen Erfolg angesehen.
Im RBV-Ansatz wird eine Firma als ein Bündel von signifikanten Ressourcen betrachtet. Er versteht sich als die Anpassungsfähigkeit von Unternehmen, sich in einem permanent verändernden Wettbewerbsumfeld durch Fokussierung auf die intern zur Verfügung stehenden Ressourcen zu behaupten und Wettbewerbsvorteile zu erzielen. Infolgedessen wandeln sich in der ressourcenorientierten Betrachtung Markteintrittsbarrieren zu Ressourcenbarrieren und der Ressourcenzugang bzw. -besitz wird zu einem entscheidenden strategischen Werkzeug. Durch den Fokus auf spezifische Ressourcen und Fähigkeiten einer Organisation wird der RBV auch als eine Inside-Out Perspektive verstanden. Denn Firmen sollten in diesem Ansatz zuerst ihre internen Stärken identifizieren, anschließend die Lage von Mitkonkurrenten analysieren, um dann Einsatzmöglichkeiten in Umweltsystemen zu suchen, in denen eine Nutzung zu einer möglichst schwer angreifbaren strategischen Marktpositionierung führt.
1. Einleitung: Diese Einleitung führt in die wachsende Bedeutung immaterieller Vermögenswerte (Intangibles) als neue Werttreiber ein und verdeutlicht die Problematik, dass traditionelle Management- und Rechnungswesenkonzepte diese nur unzureichend erfassen können.
2 Analyse und Abgrenzung immaterieller Vermögenswerte unter Berücksichtigung des RBV: Dieses Kapitel erläutert den ressourcenorientierten Ansatz (RBV) als Fundament und grenzt materielle von immateriellen Werten ab, wobei die Formen des Intellectual Capital (Human-, Struktur- und Beziehungskapital) detailliert beschrieben werden.
3 Integration und Messung immaterieller Vermögenswerte zur Steuerung und Erzielung von Wettbewerbsvorteilen: Der Hauptteil analysiert die strategische Ausrichtung und Identifizierung von Intangibles sowie die Anwendung spezifischer Bewertungsverfahren wie Balanced Scorecard, Value Chain Blueprint und Real Asset Value Enhancer, ergänzt um Aspekte der Steuerung und des externen Reportings.
4 Zusammenfassung der Ergebnisse der Untersuchung: Das Fazit fasst die Notwendigkeit zusammen, immaterielle Vermögenswerte trotz ihrer Komplexität als zentrale Werttreiber zu identifizieren und strategisch zu steuern, um dauerhafte Wettbewerbsvorteile und Unternehmenswert zu sichern.
Immaterielle Vermögenswerte, Intangibles, Intellectual Capital, Ressource-Based-View, Wettbewerbsvorteile, Unternehmenswert, Wissenskapital, Balanced Scorecard, Value Chain Blueprint, Real Asset Value Enhancer, Strategiemanagement, Humankapital, Strukturkapital, Beziehungskapital, Werttreiber.
Die Arbeit untersucht die Bedeutung von immateriellen Vermögenswerten (Intangibles) als zentrale Erfolgsfaktoren für moderne Unternehmen. Es wird aufgezeigt, wie diese identifiziert, gemessen und gesteuert werden können, um langfristige Wettbewerbsvorteile zu erzielen.
Die Arbeit fokussiert auf den ressourcenorientierten Ansatz (RBV), die Kategorisierung von Wissenskapital, strategische Managementinstrumente (wie Balanced Scorecard) und Verfahren zur quantitativen und qualitativen Bewertung von nicht-physischen Vermögenswerten.
Das Ziel ist die Erarbeitung eines Konzepts für das Management immaterieller Vermögenswerte, welches Unternehmen in die Lage versetzt, ihre bisher oft „unsichtbaren“ Wertpotenziale transparent und steuerbar zu machen.
Es handelt sich um eine theoretisch-analytische Arbeit, die auf einer fundierten Literaturrecherche basiert und verschiedene Managementmodelle sowie empirische Erkenntnisse zur Unterstützung ihrer Argumentation heranzieht.
Der Hauptteil befasst sich mit der Analyse immaterieller Werte, der Strategieimplementierung mittels Modellen wie Strategy Maps sowie der detaillierten Vorstellung verschiedener Mess- und Steuerungsinstrumente wie der Balanced Scorecard, dem Value Chain Blueprint und dem RAVE-Modell.
Wichtige Begriffe sind unter anderem Intangibles, Intellectual Capital, Wettbewerbsvorteile, Wissenskapital, Werttreiber sowie diverse Bewertungs- und Steuerungsmethoden wie Balanced Scorecard oder Beyond Budgeting.
Das Intellectual Capital Statement dient als Ansatz zur systematischen Abbildung von Beziehungen zwischen Human-, Struktur- und Beziehungskapital, um Lesern die Kompetenz einer Organisation in der Wertgenerierung zu veranschaulichen und die externe Rechnungslegung zu ergänzen.
Der Workonomics-Ansatz (Teil des RAVE-Modells) transformiert klassische, kapitalorientierte Kennzahlen in personalorientierte Kennzahlen (wie VAP oder ACP), um das Humankapital wertorientiert und quantitativ steuerbar zu machen.
Die Arbeit stellt fest, dass traditionelle Rechnungslegungsansätze Intangibles weitestgehend ausklammern, weshalb neue, ergänzende Instrumente und Reporting-Ansätze wie das Business Reporting oder die Wissensbilanz notwendig sind.
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