Bachelorarbeit, 2019
49 Seiten, Note: 1,0
1.0.0 Einleitung
2.0.0 Vom Humanismus zum Transhumanismus
2.1.0 Liberaler Humanismus
2.2.0 Sozialistischer Humanismus
2.3.0 Evolutionärer Humanismus
2.4.0 Trans-humanismus
2.4.1 Definitionen Transhumanismus
2.4.2 Nietzsche als Ahnherr des Transhumanismus
3.0.0 Motive des Transhumanismus
3.1.0 Unsterblichkeit
3.1.1 Gesundheitsspanne
3.1.2 Mind Upload
3.1.3 Kryonik
3.2.0 Enhancements
3.2.1 Körperliche Enhancements
3.2.2 Neuroenhancements
3.2.3 Reproduktive Enhancements
3.2.4 Unerwünschte Enhancements
3.3.0 Virtuelle Räume
3.3.1 Augmented Reality
3.4.0 Singularität
3.4.1 Arbeitsmarkt
3.4.2 System als Entscheidungsträger
4.0.0 Gesellschaftspolitischer Transhumanismus
5.0.0 Zeitgenössischer Transhumanismus
5.1.0 Self Tracking
6.0.0 Ethik und Philosophie des Transhumanismus
6.1.0 Bewusstsein
6.2.0 Identität
6.3.0 Körper und Seele
6.4.0 Verlust von Homo Sapiens
7.0.0 Fazit
Die vorliegende Arbeit untersucht das Wesen, die Motive und die ethischen Implikationen des Transhumanismus. Das primäre Ziel ist es zu analysieren, wie moderne Technologien wie Augmented Reality und Self Tracking als Wegbereiter fungieren und inwiefern der Mensch durch diese Entwicklungen graduell zu einem posthumanen Wesen transformiert wird, wobei die Forschungsfrage nach den ethischen Konsequenzen einer zunehmenden Verschmelzung von Mensch und Technik im Zentrum steht.
3.3.1 Augmented Reality
Eine Form von virtuellen Räumen könnte die erweiterte, oder augmentierte Realität darstellen. AR kombiniert also die reale Welt mit einer neuen, digitalen Ebene. Dabei ist AR aber auch in Echtzeit interaktiv und operiert im dreidimensionalen Raum. Ein herkömmliches Beispiel wäre ein heads-up display, bei dem ein Autofahrer oder Pilot zusätzliche Informationen in sein Sichtfeld augmentiert bekommt. Heutzutage sind viele AR-Informationsbildschirme allerdings noch relativ zweidimensional und in ihrer Gestaltung wenig „objektbasiert“. In Zukunft wird man vom simplen Übertrag aus der bildschirmbasierten Welt absehen und die Grenzen zwischen Display und Umgebung verschwimmen lassen (vgl. Parviainen 2017: 199f.).
Die Realität wird also erweitert, indem mehr Informationen über die Umgebung zur Verfügung stehen. Durch diese Informationen vergrößert sich das Wissen eines Individuums über seine Umgebung. Somit wird auch seine Realitätssicht an sich größer und umfänglicher: „We have given the world speech; now reality readily answers every question I ask it“ (Schoellner 2017: 187). In einem Ort, der reichhaltig über AR Informationen verfügt, würde das Wissen der Menschheit über jeden Quadratzentimeter in Sicht sein, immer dann wenn man es gerade braucht. Eine Werbung von Sony fasste diesen Ansatz zusammen:
„Imagine true Augmented Reality. Imagine a world of knowledge in front of your eyes. Imagine never not knowing, always having your hands free. Imagine SmartEyeglass“ (Sony SmartEyeglass 2015, zitiert nach Parviainen 2017: 201)
Ray Kurzweil prognostizierte im Jahre 1999, dass Augmented Reality 2019 eine Realität ist und es natürlich und weitverbreitet ist, Brillen und Kontaktlinsen dafür zu benutzen. Klassische Eingabegeräte wie Tastaturen sollten weggefallen sein und durch natürlichere Kommunikation wie Mimik, Gestik oder Sprache ersetzt worden sein (vgl. Kurzweil 2016: 318f., Originalausgabe 1999). Eine solche Verbreitung der Technologie lässt sich heutzutage jedoch noch nicht feststellen.
1.0.0 Einleitung: Die Einleitung beleuchtet die zunehmende technologische Durchdringung des menschlichen Körpers durch Wearables und führt in die transhumanistische Evolutionstheorie ein.
2.0.0 Vom Humanismus zum Transhumanismus: Dieses Kapitel zeichnet die historische Entwicklung vom Humanismus über dessen Untergruppen hin zum Transhumanismus nach.
3.0.0 Motive des Transhumanismus: Hier werden die zentralen transhumanistischen Bestrebungen wie Unsterblichkeit, körperliche und geistige Enhancements, virtuelle Welten und die technologische Singularität detailliert diskutiert.
4.0.0 Gesellschaftspolitischer Transhumanismus: Dieses Kapitel untersucht die politischen Implikationen transhumanistischer Ideologien und das Spannungsfeld zwischen Freiheit und gesellschaftlicher Ungleichheit.
5.0.0 Zeitgenössischer Transhumanismus: Der Fokus liegt hier auf der schleichenden, alltäglichen Integration transhumanistischer Trends, exemplifiziert durch Self Tracking.
6.0.0 Ethik und Philosophie des Transhumanismus: Eine ethische Auseinandersetzung mit den Grundfragen nach Bewusstsein, Identität, dem Körper-Seele-Verhältnis und der Gefährdung des Homo Sapiens.
7.0.0 Fazit: Das Fazit fasst die Ergebnisse zusammen und kommt zu dem Schluss, dass die Menschheit sich bereits graduell im transhumanistischen Wandel befindet, was eine kritische ethische Begleitung erfordert.
Transhumanismus, Posthumanismus, Evolution, Biotechnologie, Enhancement, Unsterblichkeit, Singularität, Augmented Reality, Self Tracking, Identität, Bewusstsein, Ethik, Körper, Algorithmus, Autonomie
Die Arbeit beschäftigt sich mit der Definition, den Motiven und den ethischen Auswirkungen des Transhumanismus sowie dessen schrittweiser Implementierung in den menschlichen Alltag.
Zu den Schwerpunkten gehören biotechnologische Optimierung, die Überwindung biologischer Grenzen, die Rolle künstlicher Intelligenz, digitale Selbstvermessung sowie philosophische Fragen zu Menschsein und Identität.
Das Ziel ist die Analyse, wie moderne Technologien den Menschen graduell zum posthumanen Wesen entwickeln und welche ethischen Risiken, insbesondere in Bezug auf Autonomie und gesellschaftliche Strukturen, damit verbunden sind.
Die Arbeit basiert auf einer fundierten Literaturanalyse und philosophischen Reflexion bestehender transhumanistischer Theorien, ergänzt durch die Untersuchung aktueller technologischer Trends.
Im Hauptteil werden die Motive des Transhumanismus (wie Unsterblichkeit und Enhancements), virtuelle Räume, das Konzept der Singularität und die soziopolitischen Auswirkungen analysiert.
Wesentliche Begriffe sind Transhumanismus, Enhancement, Singularität, Augmented Reality, Self Tracking, Autonomie und der drohende Verlust der Gattung Homo Sapiens.
Self Tracking wird als Wegbereiter für den Transhumanismus gesehen, da es den Menschen als optimierbare Einheit begreift und die Selbstwahrnehmung zunehmend durch Datenströme ersetzt.
Der Autor weist auf die Gefahr hin, dass durch die selektive Gestaltung ungeborenen Lebens die individuelle Freiheit des Kindes eingeschränkt und eine dystopische Klassengesellschaft gefördert werden könnte.
Die morphologische Freiheit ist ein transhumanistisches Kernprinzip, das das Recht des Individuums auf freie Modifikation des eigenen Körpers postuliert, jedoch in der Arbeit auch kritisch hinsichtlich sozialer Standards hinterfragt wird.
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