Bachelorarbeit, 2018
63 Seiten, Note: 5,25
1 Einleitung
2 Leichtathletik aus einem ökonomischen Hintergrund
2.1 Die Humankapitaltheorie
2.1.1 Das Grundkonzept der Humankapitaltheorie
2.1.2 Spezifisches vs. allgemeines Humankapital
2.1.3 Quasirente
2.2 Humankapital und Veränderungen
2.3 Aktuelle Entwicklungen zum Humankapital
2.4 Die Ausbildung in der Leichtathletik
3 Beschreibung und Hypothesen zu den Disziplinen
3.1 Speerwurf
3.2 Hammerwurf
3.3 Kugelstoss
3.4 Stabhochsprung
3.5 Hochsprung
3.6 Weitsprung
3.7 Hürdenlauf
3.8 100m-Sprint
4 Empirische Datengrundlage
4.1 Die Grundidee einer empirischen Forschung
4.2 Vorgehen
4.3 Internationale Wettkampfregeln
4.4 Körpermasse
4.5 Störvariablen
5 Ergebnisse
5.1 Speerwurf
5.2 Hammerwurf
5.3 Kugelstoss
5.4 Stabhochsprung
5.5 Hochsprung
5.6 Weitsprung
5.7 Hürdenlauf
5.8 100m-Sprint
6 Datenauswertung
6.1 Ineffizienzen und Implikationen zur Ausbildung nach Disziplinen
6.1.1 Speerwurf
6.1.2 Hammerwurf
6.1.3 Kugelstoss
6.1.4 Stabhochsprung
6.1.5 Hochsprung
6.1.6 Weitsprung
6.1.7 Hürdenlauf
6.1.8 100m-Sprint
6.2 Kritische Reflexion der Auswertung
7 Schlussfolgerungen und Ausblick
Die Arbeit untersucht strategische Herausforderungen in der Ausbildung zum Spitzensportler in der Leichtathletik unter Anwendung der Humankapitaltheorie, um zu klären, ob Athleten bei sich verändernden Marktbedingungen (Regel- und Materialänderungen) verstärkt in spezifisches oder allgemeines Humankapital investieren sollten.
3.1 Speerwurf
Die Ausbildung im Speerwerfen verläuft im Normalfall über den Ballweitwurf, mit dem schon früh begonnen werden kann. Der Ballweitwurf ist, wie der Speerwurf ein gradliniger Wurf (Swiss Athletics, o.J., vgl. Abbildung). Es wird mit einem 200g schweren Ball geworfen und es können und sollen einige Schritte Anlauf genommen werden (UBS Kids Cup, o.J.). Somit kann schon früh disziplinorientiert trainiert werden.
Ab 16-jährig wird bei den Männern zuerst mit dem 700g-Speer angefangen bis dann ab 18 Jahren mit dem 800g schweren Speer geworfen wird. Ab 14-jährig kann in Ausnahmefällen schon mit einem 600g Speer angefangen werden, was jedoch krafttechnisch in der Pubertät noch keinen Sinn macht. Bei den Frauen wird mit dem 500g schweren Speer begonnen und ab 18-jährig wird auf den 600g-Speer gewechselt (Internationale Wettkampfregeln [IWR], 2016, Regel 193.8).
Die Ausbildung verläuft über mehrere Jahre hinweg, was beim Speerwerfen auch notwendig ist, da viele technische Fertigkeiten gefordert sind und spezifisch investiert werden muss. Daraus wird klar, dass bei Ineffizienzen mehr spezifisches Humankapital verloren geht, als in anderen Disziplinen. Damit kann vorausgesagt werden, dass es für den Athleten strategisch nicht sinnvoll ist, in einem Markt mit vielen signifikanten Veränderungen ausschliesslich in das Speerwerfen zu investieren.
1 Einleitung: Die Arbeit führt in die Relevanz von Regeländerungen in der Leichtathletik ein und formuliert die Forschungsfrage bezüglich der optimalen Humankapitalinvestition für Athleten.
2 Leichtathletik aus einem ökonomischen Hintergrund: Dieses Kapitel liefert die theoretische Basis durch die Humankapitaltheorie von Becker und erklärt Begriffe wie spezifisches vs. allgemeines Humankapital, Quasirente und das Hold-up-Problem im Kontext des Spitzensports.
3 Beschreibung und Hypothesen zu den Disziplinen: Hier werden ausgewählte technische Leichtathletik-Disziplinen detailliert beschrieben und Hypothesen abgeleitet, wie Regeländerungen in der jeweiligen Disziplin den Investitionsbedarf in Humankapital beeinflussen.
4 Empirische Datengrundlage: Das Kapitel erläutert das explorative Forschungsdesign, die Vorgehensweise bei der Datenerhebung von Körpermaßen internationaler Athleten sowie die methodische Aufbereitung und statistische Analyse.
5 Ergebnisse: Die Resultate der empirischen Untersuchung werden für jede Disziplin anhand von Graphen dargestellt und sachlich beschrieben, wobei der Fokus auf Trends der Körpermaße in Relation zu Regeländerungen liegt.
6 Datenauswertung: Die erhobenen Daten werden kritisch analysiert, um Ineffizienzen zu identifizieren und Konsequenzen für die Ausbildung zum Spitzensportler abzuleiten, gefolgt von einer Reflexion des Vorgehens.
7 Schlussfolgerungen und Ausblick: Das Fazit bestätigt die Hypothese, dass bei signifikanten Regeländerungen verstärkt in allgemeines Humankapital investiert werden sollte, und gibt Anregungen für zukünftige Forschungsansätze.
Humankapital, Humankapitaltheorie, Spitzensport, Leichtathletik, Regeländerungen, Spezifisches Humankapital, Allgemeines Humankapital, Quasirente, Ineffizienz, Empirische Analyse, Ausbildungsstrategie, Körpermaße, Marktsicherheit, Hold-up-Problem, Sportökonomie.
Die Bachelorarbeit betrachtet den Athleten als Ressource von Humankapital und untersucht strategische Ausbildungswege für Spitzensportler unter dem Einfluss ständiger Regel- und Materialänderungen in der Leichtathletik.
Die zentralen Themen sind die Anwendung der Humankapitaltheorie nach Gary S. Becker auf den Leistungssport, die Analyse der Auswirkungen von Regeländerungen auf die Körpermaße von Athleten sowie der daraus resultierende Investitionsbedarf in spezifisches versus allgemeines Humankapital.
Das Ziel ist es, zu klären, ob es für Athleten strategisch sinnvoller ist, in spezifisches Humankapital (Fokus auf eine Disziplin) oder in allgemeines Humankapital (Fokus auf mehrere Disziplinen) zu investieren, wenn das Marktumfeld durch häufige Regeländerungen unsicher ist.
Die Arbeit verwendet eine empirische, stark explorativ ausgelegte Analyse. Dabei werden durchschnittliche Körpergrößen und -gewichte von Athleten (Teilnehmer von Welt- und Europameisterschaften sowie Olympischen Spielen seit 1920) in den Kontext von internationalen Wettkampfregeln gesetzt.
Im Hauptteil werden nach einer theoretischen Fundierung die verschiedenen Leichtathletik-Disziplinen einzeln beschrieben. Anschließend erfolgt die empirische Auswertung der Daten sowie die Diskussion der Ineffizienzen und deren Implikationen für die Ausbildung der Athleten.
Zu den wichtigsten Begriffen gehören Humankapital, Spitzensport, Leichtathletik, Regeländerungen, Quasirente und die Unterscheidung zwischen spezifischem und allgemeinem Humankapital.
Die Körpergröße und das Körpergewicht dienen als Indikatoren dafür, ob eine Disziplin für einen Athleten aufgrund von Regeländerungen "ineffizient" wird. Signifikante Abweichungen der Durchschnittswerte deuten darauf hin, dass bestimmte Athletentypen durch Regulierungen benachteiligt werden könnten.
Die Hypothese kann bestätigt werden: Je mehr Regeländerungen einen signifikanten Einfluss auf den Athletenkörper haben, desto sinnvoller ist es, in allgemeines Humankapital zu investieren, um das Risiko eines Wissensverlusts bei Marktveränderungen zu minimieren.
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